Die "Liberale Demokratie" in Ungarn
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.08.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
1198 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346922090
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Politik - Region: Osteuropa, Universität Bremen (Politikwissenschaften), Veranstaltung: Grundlagen der politikwissenschaftlichen Forschung, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Forschung zur Konsolidierung von Demokratien gibt es zwei konkurrierende Ansätze, die den Grad der Konsolidierung unterschiedlich bewerten. Während der minimalistische Ansatz den Schwerpunkt auf Wahlen und Legitimation der politischen Elite legt, betrachtet der maximalistische Ansatz den Prozess erst durch die Legitimation der Zivilgesellschaft und politischer Rechte als abgeschlossen.
Dieses Dilemma wird besonders im Kontext postkommunistischer Staaten wie Ungarn sichtbar. Trotz des Beitritts zur Europäischen Union und der vermeintlichen Vollendung der demokratischen Konsolidierung hat Ungarn einen Negativtrend in seiner Demokratiequalität erlebt. Die wissenschaftliche Analyse hat offenbart, dass die soziale Konsolidierung aufgrund der aggressiven wirtschaftlichen Transformation übersehen wurde. Seit der Jahrtausendwende gibt es in der Demokratieforschung die Annahme, dass die Demokratisierung der postkommunistischen Systeme letztlich erfolgreich sein wird, trotz der defekten Demokratien. Jedoch zeigt die Transformation in Osteuropa, dass sie komplexer und langwieriger ist als andere Beispiele der Demokratisierung. Der Systemwechsel umfasst gleichzeitig Staatsbildung, Demokratisierung und Wirtschaftsumbau, die alle ihre eigene Logik verfolgen und stark voneinander abhängig sind.
Die Annahme, dass der Beitritt zur Europäischen Union das Ende der postkommunistischen Systemtransformation markiert, wird als Trugschluss entlarvt. Die verschiedenen Dimensionen der Transformation sind miteinander verflochten und können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Die Forschung muss daher ein umfassenderes Verständnis der Dynamiken und Herausforderungen entwickeln, die die postkommunistischen Staaten bei ihrer Transition zur Demokratie erleben.
Dieses Dilemma wird besonders im Kontext postkommunistischer Staaten wie Ungarn sichtbar. Trotz des Beitritts zur Europäischen Union und der vermeintlichen Vollendung der demokratischen Konsolidierung hat Ungarn einen Negativtrend in seiner Demokratiequalität erlebt. Die wissenschaftliche Analyse hat offenbart, dass die soziale Konsolidierung aufgrund der aggressiven wirtschaftlichen Transformation übersehen wurde. Seit der Jahrtausendwende gibt es in der Demokratieforschung die Annahme, dass die Demokratisierung der postkommunistischen Systeme letztlich erfolgreich sein wird, trotz der defekten Demokratien. Jedoch zeigt die Transformation in Osteuropa, dass sie komplexer und langwieriger ist als andere Beispiele der Demokratisierung. Der Systemwechsel umfasst gleichzeitig Staatsbildung, Demokratisierung und Wirtschaftsumbau, die alle ihre eigene Logik verfolgen und stark voneinander abhängig sind.
Die Annahme, dass der Beitritt zur Europäischen Union das Ende der postkommunistischen Systemtransformation markiert, wird als Trugschluss entlarvt. Die verschiedenen Dimensionen der Transformation sind miteinander verflochten und können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Die Forschung muss daher ein umfassenderes Verständnis der Dynamiken und Herausforderungen entwickeln, die die postkommunistischen Staaten bei ihrer Transition zur Demokratie erleben.
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