Band 7
Ethiken der Essenz Eine Emotions- und Körpergeschichte der Rasse in inneren Kolonien (1890-1933)
Aus der Reihe
Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.08.2023
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
444 (Printausgabe)
Dateigröße
10447 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783835348929
In den inneren Kolonien um 1900 wurden Rasse, Rassismus und Antisemitismus verinnerlicht.
Rasse, Rassismus und Antisemitismus äussern sich nicht nur in Begriffen, Vorstellungen oder Taten. Im Kaiserreich und der Weimarer Republik lernten Menschen, rassistisch und antisemitisch zu fühlen und sich als überlegene Deutsche zu empfinden. Gerade als verinnerlichte Geschichte in Gefühl und Körper leben Rasse, Rassismus und Antisemitismus fort.
In den inneren Kolonien in Ost- und Mitteldeutschland sollten Rasse und Deutschsein erlernt werden. Die Innenkolonisation verband widersprüchliche Akteure: Völkische und Lebensreformer, aber auch Anarchisten und Zionisten verhandelten, wie die Siedlungsökonomie "neue Menschen" hervorbringen sollte. Völkische Siedlungsbewegte lernten durch "arteigene" Praktiken eine rassische Selbst- und Fremdwahrnehmung: "Deutsche Arbeit", religiöse Riten, vegetarische Ernährung, Sport und (Runen)Gymnastik sollten sie arisch machen.
Die Autorin zeigt, wie die Perspektive auf Körperlichkeit und Emotionen das Wechselverhältnis von Rasse, Rassismus und Antisemitismus sichtbar macht und dabei hilft, deren Kontinuitäten (an)greifbar zu machen.
Rasse, Rassismus und Antisemitismus äussern sich nicht nur in Begriffen, Vorstellungen oder Taten. Im Kaiserreich und der Weimarer Republik lernten Menschen, rassistisch und antisemitisch zu fühlen und sich als überlegene Deutsche zu empfinden. Gerade als verinnerlichte Geschichte in Gefühl und Körper leben Rasse, Rassismus und Antisemitismus fort.
In den inneren Kolonien in Ost- und Mitteldeutschland sollten Rasse und Deutschsein erlernt werden. Die Innenkolonisation verband widersprüchliche Akteure: Völkische und Lebensreformer, aber auch Anarchisten und Zionisten verhandelten, wie die Siedlungsökonomie "neue Menschen" hervorbringen sollte. Völkische Siedlungsbewegte lernten durch "arteigene" Praktiken eine rassische Selbst- und Fremdwahrnehmung: "Deutsche Arbeit", religiöse Riten, vegetarische Ernährung, Sport und (Runen)Gymnastik sollten sie arisch machen.
Die Autorin zeigt, wie die Perspektive auf Körperlichkeit und Emotionen das Wechselverhältnis von Rasse, Rassismus und Antisemitismus sichtbar macht und dabei hilft, deren Kontinuitäten (an)greifbar zu machen.
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