Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.09.2023
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
356 (Printausgabe)
Dateigröße
2852 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783758384509
Gesund durch eine Kur?
Konträr war die Wirklichkeit für mehrere Millionen von Kur-Kindern in ganz Deutschland. Eine Zeit von Heimweh, Einsamkeit und Gewalt wurde in den 1950 bis 1980er Jahren zum Alltag der Kur-Kinder.
In Bremen eröffnete ein erstes Erholungsheim für Kinder bereits 1846 im Stadtteil Oberneuland.
1936 mitten im Nationalsozialismus, erbaute die Stadt Bremen im "Borntal" im Harz ein weiteres Erholungsheim für Kinder.
Das Attentat auf Adolf Hitler im Juli 1944 führte zu einer Belegung (Sippenhaft) mit mehr als 40 Kindern der Attentäter, welche dort gefangen gehalten wurden.
In den ersten Jahren nach dem Krieg wurden die sogenannten "Bunkerkinder" in die Erholungsheime verschickt um an Gewicht zuzunehmen.
Schnell entwickelte sich daraus eine "Verschickungswelle" von angeblich zu dicken, zu dünnen, zu blassen oder zu schwächlichen Kindern aus, um die über 1000 Erholungsheime in West-Deutschland wirtschaftlich auszulasten.
Betreiber der Heime waren hauptsächlich die Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen und Privatpersonen.
Konträr war die Wirklichkeit für mehrere Millionen von Kur-Kindern in ganz Deutschland. Eine Zeit von Heimweh, Einsamkeit und Gewalt wurde in den 1950 bis 1980er Jahren zum Alltag der Kur-Kinder.
In Bremen eröffnete ein erstes Erholungsheim für Kinder bereits 1846 im Stadtteil Oberneuland.
1936 mitten im Nationalsozialismus, erbaute die Stadt Bremen im "Borntal" im Harz ein weiteres Erholungsheim für Kinder.
Das Attentat auf Adolf Hitler im Juli 1944 führte zu einer Belegung (Sippenhaft) mit mehr als 40 Kindern der Attentäter, welche dort gefangen gehalten wurden.
In den ersten Jahren nach dem Krieg wurden die sogenannten "Bunkerkinder" in die Erholungsheime verschickt um an Gewicht zuzunehmen.
Schnell entwickelte sich daraus eine "Verschickungswelle" von angeblich zu dicken, zu dünnen, zu blassen oder zu schwächlichen Kindern aus, um die über 1000 Erholungsheime in West-Deutschland wirtschaftlich auszulasten.
Betreiber der Heime waren hauptsächlich die Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen und Privatpersonen.
Kundinnen und Kunden meinen
Sehr informativ und lesenswert
Bewertung am 02.02.2024
Bewertungsnummer: 2122006
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Birgit Lübben hat nach langer und ausführlicher Recherche im Bremer Staatsarchiv das Buch „Ware Kurkind - was in Bremer Akten steht“ veröffentlicht.
Selbst ein ehemaliges Verschickungskind gelingt es ihr ganz hervorragend den Bogen zwischen fundierten, quellbasierten Fakten und den persönlichen Erlebnissen zu spannen.
Durch ihre ausführliche Darstellung des geschichtlichen Überblickes der Verschickung in Kurheime mit besonderem Augenmerk auf Bremen und ihren sehr persönlichen Einblicken gelingt es ihr sehr gut, die Thematik „Verschickungskinder“ für Betroffene und Nichtbetroffene lesenswert darzustellen.
Definitiv keine „leichte Buchkost“ aber sehr informativ für alle Interessierten!