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Tiefe Gräben

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.10.2023

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

Shadodex - Verlag der Schatten

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

20.6/14.6/1.9 cm

Gewicht

424 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9852802-2-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.10.2023

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

Shadodex - Verlag der Schatten

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

20.6/14.6/1.9 cm

Gewicht

424 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9852802-2-3

Herstelleradresse

Shadodex - Verlag der Schatten
Ruhefeld 16/1
74594 Kreßberg
DE
info@verlag-der-schatten.de

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Eindringlicher Mix aus historischen Fakten und Fantasy-Elementen

Bewertung am 13.02.2024

Bewertungsnummer: 2130458

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Tiefe Gräben" ist nach der Novelle "Die Dunkelheit nach dem Zwielicht", erschienen in der Edition Moonflower des Shadodex Verlages, das zweite Werk, das ich von A.K. Buchmann gelesen habe. Ich war sehr gespannt auf die Verquickung des historischen Hintergrunds mit Fantasy-Elementen und ich muss sagen: Das funktioniert richtig gut! Zu Beginn des Romanes lernen wir die Brüder Reinhard und Eberhard kennen, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges um ihr Leben kämpfen. Schrecken und Tod sind allgegenwärtig, Reinhard versucht seinen jüngeren Bruder so gut es geht, zu schützen, doch irgendwann scheint das Ende für die beiden unausweichlich. "Weder seine Arme noch seine Beine folgten recht dem Willen, sodass er nicht mehr robbte oder kroch, sondern sich abwechselnd krümmend und streckend wie eine verwundete Schlange Zentimeter um Zentimeter fortbewegte." (S.: 59) Ein ganz erstaunlicher Fund ermöglicht es Reinhard, sie im letzten Moment davor zu bewahren, elend am Chlorgas zu verrecken. Ein Fund, der die Wendung bedeutet und eine erstaunliche Wandlung Reinhards zur Folge hat - aus der beide Brüder ihre ganz eigenen Schlüsse ziehen, was letztlich einen tiefen Graben zwischen ihnen aufreißt. Dem traumatisierten Reinhard wird es im Laufe der Handlung gelingen, eine ganz besondere "Familie" um sich zu scharen. Ich möchte nicht spoilern, aber hier findet er einen Gegenpol zu dem militärisch blinden Gehorsam, dem er sich in seiner Jugend hatte unterwerfen müssen. "Der andere erwiderte die Geste, in der sich alles Menschsein auflöste. Die Grenzen zwischen Ländern und Sprachen erschienen Reinhard nun unerheblich, es bedurfte so wenig, den anderen zu verstehen." (S.: 119) Doch der wie ein Sturm aufziehende Nationalsozialismus zerreißt diese Familie und bald kämpft Reinhard gemeinsam mit den Seinen um das, was sie lieben. In diesem Zusammenhang greift die Autorin das Thema der "Kinderfachabteilungen" auf, in denen Kinder und Jugendliche, die in den Augen des NS-Regimes "Defizite" aufwiesen, zu Forschungszwecken missbracht und getötet wurden. Hier gelingen Szenen von eidnringlicher Intensität, u.a. wenn wir den Horror dieser Mordmaschinerie durch die Augen eines der jungen Insassen beobachten. Fazit: Ein gut recherchierter Roman, der nicht nur Kapitel unserer Vergangenheit behandelt, über die zu wenig gesprochen wird, sondern aufgrund der Fantasy-Elemente auch einen ganz besonderen emotionalen Zugang ermöglicht. Dieser Mix funktioniert hervorragend und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

Eindringlicher Mix aus historischen Fakten und Fantasy-Elementen

Bewertung am 13.02.2024
Bewertungsnummer: 2130458
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Tiefe Gräben" ist nach der Novelle "Die Dunkelheit nach dem Zwielicht", erschienen in der Edition Moonflower des Shadodex Verlages, das zweite Werk, das ich von A.K. Buchmann gelesen habe. Ich war sehr gespannt auf die Verquickung des historischen Hintergrunds mit Fantasy-Elementen und ich muss sagen: Das funktioniert richtig gut! Zu Beginn des Romanes lernen wir die Brüder Reinhard und Eberhard kennen, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges um ihr Leben kämpfen. Schrecken und Tod sind allgegenwärtig, Reinhard versucht seinen jüngeren Bruder so gut es geht, zu schützen, doch irgendwann scheint das Ende für die beiden unausweichlich. "Weder seine Arme noch seine Beine folgten recht dem Willen, sodass er nicht mehr robbte oder kroch, sondern sich abwechselnd krümmend und streckend wie eine verwundete Schlange Zentimeter um Zentimeter fortbewegte." (S.: 59) Ein ganz erstaunlicher Fund ermöglicht es Reinhard, sie im letzten Moment davor zu bewahren, elend am Chlorgas zu verrecken. Ein Fund, der die Wendung bedeutet und eine erstaunliche Wandlung Reinhards zur Folge hat - aus der beide Brüder ihre ganz eigenen Schlüsse ziehen, was letztlich einen tiefen Graben zwischen ihnen aufreißt. Dem traumatisierten Reinhard wird es im Laufe der Handlung gelingen, eine ganz besondere "Familie" um sich zu scharen. Ich möchte nicht spoilern, aber hier findet er einen Gegenpol zu dem militärisch blinden Gehorsam, dem er sich in seiner Jugend hatte unterwerfen müssen. "Der andere erwiderte die Geste, in der sich alles Menschsein auflöste. Die Grenzen zwischen Ländern und Sprachen erschienen Reinhard nun unerheblich, es bedurfte so wenig, den anderen zu verstehen." (S.: 119) Doch der wie ein Sturm aufziehende Nationalsozialismus zerreißt diese Familie und bald kämpft Reinhard gemeinsam mit den Seinen um das, was sie lieben. In diesem Zusammenhang greift die Autorin das Thema der "Kinderfachabteilungen" auf, in denen Kinder und Jugendliche, die in den Augen des NS-Regimes "Defizite" aufwiesen, zu Forschungszwecken missbracht und getötet wurden. Hier gelingen Szenen von eidnringlicher Intensität, u.a. wenn wir den Horror dieser Mordmaschinerie durch die Augen eines der jungen Insassen beobachten. Fazit: Ein gut recherchierter Roman, der nicht nur Kapitel unserer Vergangenheit behandelt, über die zu wenig gesprochen wird, sondern aufgrund der Fantasy-Elemente auch einen ganz besonderen emotionalen Zugang ermöglicht. Dieser Mix funktioniert hervorragend und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

Wer ist die Bestie?

anke3006 am 03.07.2024

Bewertungsnummer: 2236430

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Tiefe Gräben“ ist ein Fantasyroman mit historischen Hintergrund. Die Geschichte ist absolut fiktiv, ebenso die Personen. Historische Begebenheit sind belegt, nicht unbedingt an den benannten Orten, aber sie sind Fakt. Die Geschichte beginnt während des 1. Weltkrieges. Die Brüder Reinhard und Eberhard sind junge Soldaten, die in Frankreich im Schützengraben die Gräuel des Krieges erfahren. Ein Fund auf dem Schlachtfeld verändert Reinhard auf mysteriöse Weise. Der/die Leser*in erlebt Reinhards Geschichte über den 2. Weltkrieg und dessen Grauen bis kurz vor den Mauerfall. Die Autorin hat einen sehr spannenden und bildgewaltigen Erzählstil. Sie schafft es von Anfang an die Fantasyelement glaubwürdig in die Geschichte einzufügen. Als Leser*in fragt man sich immer wieder, wer ist hier die Bestie. Wer Fantasy mit Horror mag ist hier richtig.

Wer ist die Bestie?

anke3006 am 03.07.2024
Bewertungsnummer: 2236430
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Tiefe Gräben“ ist ein Fantasyroman mit historischen Hintergrund. Die Geschichte ist absolut fiktiv, ebenso die Personen. Historische Begebenheit sind belegt, nicht unbedingt an den benannten Orten, aber sie sind Fakt. Die Geschichte beginnt während des 1. Weltkrieges. Die Brüder Reinhard und Eberhard sind junge Soldaten, die in Frankreich im Schützengraben die Gräuel des Krieges erfahren. Ein Fund auf dem Schlachtfeld verändert Reinhard auf mysteriöse Weise. Der/die Leser*in erlebt Reinhards Geschichte über den 2. Weltkrieg und dessen Grauen bis kurz vor den Mauerfall. Die Autorin hat einen sehr spannenden und bildgewaltigen Erzählstil. Sie schafft es von Anfang an die Fantasyelement glaubwürdig in die Geschichte einzufügen. Als Leser*in fragt man sich immer wieder, wer ist hier die Bestie. Wer Fantasy mit Horror mag ist hier richtig.

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