"Vom Fels zum Meer". Mittelalterrezeption im historistischen Burgenbau. Die Burg Hohenzollern
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Erscheinungsdatum
27.09.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346946188
Exemplarisch soll diese Entwicklung am Bauprojekt der preussischen Hohenzollern zur Wiedererrichtung ihrer Stammburg betrachtet werden. Einer Dynastie, die aufgrund ihrer Bedeutung für die Nationalstaatsbildung und ihrer aktiven Anteilnahme an der Bildung von Nationalmythen eine Verdichtung dieser Phänomene ermöglichte. Welche Ambitionen verbanden die hohenzollerischen Erbauer vor diesem Hintergrund nun mit der Wiedererrichtung der Stammburg Hohenzollern und inwiefern lagen Vorstellungen über die Epoche des Mittelalters dieser Entwicklung eines historistischen Burgenbaus zugrunde?
Mit dieser rezeptionsgeschichtlichen Fragestellung können die kunstgeschichtlichen und literaturwissenschaftlichen Aspekte des Themengebietes nur peripher in den Blick der Ausarbeitung geraten. Die Quellengrundlage bildet vornehmlich die Veröffentlichung des hohenzollerischen Haushistorikers Rudolf Maria von Stillfried-Alcantara zur Geschichte und Einweihung der Burg, an deren symbolischer Formulierung er selbst einen wesentlichen Anteil hatte, sowie eine private Korrespondenz des Kronprinzen Friedrich Wilhelm mit dem Fürsten von Hohenzollern-Hechingen in einer frühen Phase der Idee zur Wiedererrichtung.
Den Beginn bildet dabei die Einordnung in Bezug auf die historischen Grundlagen und Formen der beginnenden facettenreichen Mittelalterrezeption. Sodann werden der historistische Burgenbau und seine allgemeine Symbolik im 19. Jahrhundert zur Einordnung des darauffolgenden Beispiels der Burg Hohenzollern skizziert. Diesen Kapiteln folgt die Betrachtung der Burg in ihrer Verbindung zu der territorial getrennten preussischen Dynastie, die Analyse von ersten Wiedererrichtungsansätzen, veränderten Ausgangsbedingungen seit der Mitte des Jahrhunderts und der letztendlichen öffentlichen Einweihung im Zentrum der Reichsgründungsepoche. In den abschliessenden Bemerkungen werden zuletzt Entwicklungslinien in der Mittelalterrezeption aufgezeigt.
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