"... wegen der geringsten Vergehen gegen das Koalitionsrecht!" Streik- und Arbeiterkoalitionsrecht in Österreich 1867-1914. Aus Texten von Leo Verkauf und Isidor Ingwer
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.10.2023
Verlag
StudienVerlagSeitenzahl
168 (Printausgabe)
Dateigröße
1760 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783706563703
Viele Arbeiter und Arbeiterinnen wurden wegen kleiner Verstösse gegen das Koalitionsgesetz belangt. Die Erpressungsnormen des Strafrechts wurden gegen Ausständische mobilisiert. Nach dem Vereins- und Versammlungsrecht wurden Arbeitervereine verboten, Streikversammlungen aufgelöst. Mit dem "Prügelpatent" von 1854 wurde gegen Streikposten vorgegangen. Unzählige Arbeiter wurden nach der "Kontraktbruchregelung" der Gewerbeordnung sanktioniert. Mit Hilfe der "Vagabundengesetzgebung" wurden Streikende abgeschoben und "abgeschafft".
Es soll an Isidor Ingwer erinnert werden, der - wie Forschungen der Wiener Rechtshistorikerin Ilse Reiter-Zatloukal ergeben haben - schon 1893 wegen des Ausrufs "Es lebe die rothe revolutionäre Socialdemokratie!" - abgeurteilt und als "äusserst gefährlicher Agitator" aus Mähren "abgeschafft" wurde, und der am 19. August 1942 knapp nach seiner Deportation im KZ Theresienstadt verstorben ist.
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