Erniedrigte und Beleidigte Petersburger Gesellschaftsdrama um verletzte Liebe, Armut und moralische Demütigung im 19. Jahrhundert
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.12.2023
Verlag
Sharp InkSeitenzahl
260
Maße (L/B/H)
22.9/15.2/1.7 cm
Gewicht
563 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Hermann Röhl
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-283-4272-2
Erniedrigte und Beleidigte entfaltet ein dichtes Petersburger Sozial- und Familienpanorama, in dem verletzte Liebe, ökonomische Abhängigkeit und moralische Demütigung ineinandergreifen. Im Zentrum stehen der Schriftsteller Iwan Petrowitsch, die leidende Natascha, der schwankende Aljoscha und die geheimnisvolle Nellie, deren Schicksale die Gewalt gesellschaftlicher Hierarchien sichtbar machen. Dostojewski verbindet sentimentale Erzähltradition, psychologischen Realismus und melodramatische Zuspitzung zu einem frühen, doch bereits unverkennbaren Beitrag seiner grossen Prosa. Fjodor Michailowitsch Dostojewski schrieb den Roman nach Haft, Verbannung und existenzieller Erschütterung; Erfahrungen, die sein Verständnis von Schuld, Mitleid und Erniedrigung entscheidend prägten. Als ehemaliger politischer Gefangener und genauer Beobachter der städtischen Armut erkannte er, wie soziale Kälte seelische Konflikte verschärft. Zugleich spiegelt die Figur des Erzählers Dostojewskis eigene Stellung als Schriftsteller in einer literarischen Öffentlichkeit voller Abhängigkeiten. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Dostojewskis spätere Meisterwerke nicht nur bewundern, sondern ihre geistige Vorgeschichte verstehen möchten. Erniedrigte und Beleidigte bietet keinen blossen Vorentwurf, sondern ein eigenständiges Werk von grosser emotionaler Intensität und analytischer Schärfe. Wer nach Literatur sucht, die gesellschaftliche Diagnose mit existenzieller Anteilnahme verbindet, findet hier eine eindringliche, bleibend aktuelle Lektüre.
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