Die ersten Menschen im Mond Lunare Expedition mit Cavorit, Seleniten und sozialkritischer Satire der viktorianischen Science-Fiction
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.05.2024
Verlag
Sharp InkSeitenzahl
132
Maße (L/B/H)
22.9/15.2/0.8 cm
Gewicht
203 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Frederick Philip Grove
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-283-7441-9
Die ersten Menschen im Mond (1901) entfaltet die kühne Reise des spekulativen Geschäftsmanns Bedford und des genialischen Physikers Cavor, deren antigravitativer Stoff Cavorit sie in eine fremde Mondzivilisation führt. Wells verbindet präzise technische Spekulation mit abenteuerlicher Erzählökonomie und sozialphilosophischer Satire: Die Seleniten erscheinen nicht bloss als Wunderwesen, sondern als Spiegel industrieller Arbeitsteilung, kolonialer Anmassung und viktorianischen Fortschrittsglaubens. Im Kontext der frühen Science-Fiction markiert der Roman einen Übergang von Verne'scher Ingenieursphantasie zu moderner erkenntniskritischer Zukunftsliteratur. Herbert George Wells (1866-1946), ausgebildet in Naturwissenschaften und geprägt durch T. H. Huxleys Evolutionsdenken, kannte soziale Unsicherheit aus eigener Erfahrung und beobachtete die Widersprüche des britischen Empires mit scharfem Blick. Seine journalistische Beweglichkeit, sein Interesse an Biologie, Technik und Reformpolitik sowie seine Skepsis gegenüber unkontrollierter wissenschaftlicher Macht verdichten sich hier zu einer Fantasie, die weniger den Mond als die Erde befragt. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die klassische Abenteuerliteratur, Ideengeschichte und politische Allegorie zugleich suchen. Es bietet Spannung, Ironie und intellektuelle Kühnheit, bleibt dabei erstaunlich gegenwärtig und zeigt Wells als Meister jener Literatur, die das Unbekannte erfindet, um das Bekannte neu zu verstehen.