Ein Aufbruch ins Unbekannte: Die junge Irin Eilis Lacey wandert um 1950 nach Amerika aus, um in Brooklyn eine neue Arbeit zu finden. Doch sie passt sich nur langsam an das neue Leben an, schließt nicht leicht Freundschaft. Ganz allmählich gewinnt sie Selbstvertrauen und merkt, dass sie zu einer selbständigen, erwachsenen Person geworden ist. Das macht ihr die Entscheidung zwischen Irland und Amerika, zwischen dem einen und dem anderen Mann, nicht leichter. Der preisgekrönte Autor Colm Tóibín beschreibt in "Brooklyn" eindrucksvoll ein klassisches Schicksal einer Emigration, den Werdegang einer ganz normalen Frau von der Schwelle der Tradition zur Emanzipation, ganz und gar aus ihrer Perspektive gesehen. Übersetzt aus dem Englischen von Ditte Bandini und Giovanni Bandini, ist "Brooklyn" bei GOYA als Digital-only erhältlich und wird gefühlvoll von Katja Danowski gelesen.
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Eilis Laceys Reise
Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 14.12.2025
Bewertungsnummer: 2677796
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eilis Lacey lebt mit ihrer Mutter und ihrer etwas älteren Schwester in Enniscorthy, einer Kleinstadt im Südosten von Irland. Wir sind in den 50er Jahren, das Leben ist nicht einfach, die Laceys sind arm, Arbeit gibt es nicht und so verlässt Eilis auf Drängen der Familie Irland und geht nach Amerika, in die USA nach Brooklyn.
Dort angekommen vermittelt ihr ein irischer Priester, ein Bekannter der Familie ein Unterkommen in einer Pension, die von einer Irin geleitet wird und einen Job in einem Kaufhaus. Eilis lebt sich langsam ein, doch sie fühlt sich allein, bekommt den Geschmack der Dunkelheit zu spüren. Auch hier hilft wieder der Priester, er vermittelt ihr einen Platz am Brooklyn College, da er ihr Potenzial erkennt und so besucht sie fortan Kurse in Buchführung am College. Tóibín zeichnet ein stimmiges Bild einer vergangenen Zeit, in der Frauen nicht die Möglichkeiten hatten, die sich uns heute so mannigfaltig bieten. Dies ist recht bestürzend zu lesen, denn eins sollte man sich hier klar machen, so lange ist das noch nicht her.
Eilis lebt sich langsam ein, obwohl ihr dennoch die irische Heimat fehlt, denn diese doch buntere amerikanische Welt verblüfft sie, man merkt ihr die Enge an, unter der sie in Enniscorthy gelebt hat. Doch man ist woher man stammt, und dies passt auf den Charakter der Eilis perfekt.
Dann lernt sie den italienischstämmigen Tony kennen, sie verspürt eine Faszination, bis sie schließlich zu fliegen beginnt. Auch hier merkt man wieder die Enge der damaligen Zeit. Doch dann kommt ein Brief aus der Heimat mit einer schlimmen Nachricht, der sie zu einer Rückkehr nach Irland zwingt. Und hier in Irland trifft sie wieder auf Jim, die Vergangenheit wummert an ihre Tür. Zwei Leben, zwei Männer, eine Entscheidung.
Von Colm Tóibín ist dieses Buch wunderbar geschrieben worden, die Rolle der Eilis fand ich wunderbar gezeichnet. Ihre Entscheidungen, ihre Sichten ecken manchmal mit meinen eigenen Sichten an, aber es ist eine andere Zeit. „Brooklyn“ ist ein exzellenter Blick und auch ein spannender Blick in die Vergangenheit, „Brooklyn“ ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe und „Brooklyn“ ist ein Buch, welches ich völlig überzeugt empfehle.
Eilis Laceys Reise Eilis…
kaffeeelse aus D am 02.05.2025
Bewertungsnummer: 2937259
Bewertet: eBook (ePUB)
Eilis Laceys Reise Eilis Lacey lebt mit ihrer Mutter und ihrer etwas älteren Schwester in Enniscorthy, einer Kleinstadt im Südosten von Irland. Wir sind in den 50er Jahren, das Leben ist nicht einfach, die Laceys sind arm, Arbeit gibt es nicht und so verlässt Eilis auf Drängen der Familie Irland und geht nach Amerika, in die USA nach Brooklyn. Dort angekommen vermittelt ihr ein irischer Priester, ein Bekannter der Familie ein Unterkommen in einer Pension, die von einer Irin geleitet wird und einen Job in einem Kaufhaus. Eilis lebt sich langsam ein, doch sie fühlt sich allein, bekommt den Geschmack der Dunkelheit zu spüren. Auch hier hilft wieder der Priester, er vermittelt ihr einen Platz am Brooklyn College, da er ihr Potenzial erkennt und so besucht sie fortan Kurse in Buchführung am College. Tóibín zeichnet ein stimmiges Bild einer vergangenen Zeit, in der Frauen nicht die Möglichkeiten hatten, die sich uns heute so mannigfaltig bieten. Dies ist recht bestürzend zu lesen, denn eins sollte man sich hier klar machen, so lange ist das noch nicht her. Eilis lebt sich langsam ein, obwohl ihr dennoch die irische Heimat fehlt, denn diese doch buntere amerikanische Welt verblüfft sie, man merkt ihr die Enge an, unter der sie in Enniscorthy gelebt hat. Doch man ist woher man stammt, und dies passt auf den Charakter der Eilis perfekt. Dann lernt sie den italienischstämmigen Tony kennen, sie verspürt eine Faszination, bis sie schließlich zu fliegen beginnt. Auch hier merkt man wieder die Enge der damaligen Zeit. Doch dann kommt ein Brief aus der Heimat mit einer schlimmen Nachricht, der sie zu einer Rückkehr nach Irland zwingt. Und hier in Irland trifft sie wieder auf Jim, die Vergangenheit wummert an ihre Tür. Zwei Leben, zwei Männer, eine Entscheidung. Von Colm Tóibín ist dieses Buch wunderbar geschrieben worden, die Rolle der Eilis fand ich wunderbar gezeichnet. Ihre Entscheidungen, ihre Sichten ecken manchmal mit meinen eigenen Sichten an, aber es ist eine andere Zeit. „Brooklyn“ ist ein exzellenter Blick und auch ein spannender Blick in die Vergangenheit, „Brooklyn“ ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe und „Brooklyn“ ist ein Buch, welches ich völlig überzeugt empfehle.