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Das Schwarz an den Händen meines Vaters Roman | Longlist Deutscher Buchpreis 2025

31

Fr. 36.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7957

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20.5/13.1/2.6 cm

Gewicht

275 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397657-1

Beschreibung

Rezension

[...] ein Dorfroman, ein Familienroman, ein Suchtroman. [...] voller Empathie und Liebe, der uns zeigt, es ist eben nicht jedes Leben golden. [...] Ein ganz, ganz grossartiges Buch. ("WDR 4 Buchtipp")
[...] hart, direkt und doch zugleich zärtlich. [...] eine besondere erzählerische Kraft ("Börsenblatt")
[...] Schätte gelingt Eindrückliches: Ihr Buch ist einfühlsam und präzise, tieftraurig und doch nie pathetisch. Ein Roman, der nahegeht, ohne kitschig zu werden. ("Junge Welt")
[...] hat mich sehr beeindruckt, dieses Buch. ("SRF Literaturclub")
So alkoholisiert und perspektivlos auch durch die Gegend gewankt wird, so nüchtern geschrieben und herausragend beobachtet ist dieser tolle Text. ("Kulturnews")
Man merkt, dass hier eine Schriftstellerin am Werk ist, die ihr Handwerk von Grund auf gelernt hat. ("Altenaer Kreisblatt")
[...] echte Literatur, prall gefüllt mit Leben [...]. Ein Sog entsteht, die Geschicht von Motte [...] ist so zwingend, so eindringlich, so wahrhaftig ("Altenaer Kreisblatt")
Unter der lässigen, lakonischen Sprache brodelt es. Manche Sätze treffen wie aus dem Nichts. ("Der Standard")
Ein Buch, das in diesem Frühjahr eigentlich in aller Munde hätte sein können. Lest es jetzt im Sommer, ihr werdet es nicht bereuen! ("Podcast rababumm")
[...] eine bewegende Auseinandersetzung mit dem Trinken, Selbstakzeptanz, Fürsorge und Abschied. ("Missy Magazine")

Produktdetails

Verkaufsrang

7957

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20.5/13.1/2.6 cm

Gewicht

275 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397657-1

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Ein erschütterndes Buch über die Macht des Alkohols

Bewertung am 16.02.2026

Bewertungsnummer: 3047553

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Als ich beginne zu trinken, trinke ich keinen Schnaps. Ich trinke buntes, süßes Zeug. Ich sage Dinge, die ich nüchtern niemals sagen würde und die sich nicht mehr zurücknehmen lassen.“ Die Erzählerin, von ihrem Vater liebevoll „Motte“ genannt liebt ihren Vater über alles. Der Vater ist Arbeiter, Trinker und Spieler. Sie sieht und beschreibt ihn so wie er ist. Nach der Arbeit schrubbt er sich ausgiebig die Hände, aber die Spuren seiner Arbeit bleiben. „So starre ich auf seine Hände, während er isst. Montags grau, über die Woche immer dunkler. an Freitagen ist das Schwarz in jede Rille seiner Hornhaut gekrochen, das spröde Nagelbett tiefrot.“ Die Tochter erlebt, wie der Vater durch seine Alkoholsucht sich und die Familie zerstört. Ihre Liebe für ihn bleibt. Sie erkennt auch die Hilflosigkeit der Mutter, die an der Situation zerbricht. Ihr Bruder und sie wollen ein besseres Leben führen. „Wir schwören uns gegenseitig, ganz anders zu werden.“ Aber sie setzt das „Erbe“ der Familie fort. „Ich verliebe mich in einen trinkenden Mann, weil es wie zu Hause ist. Ich kenne das.“ „Ich trinke, bis ich nicht mehr sprechen kann. Ich trinke, bis alles dumpf und leise ist. Ich trinke, bis nichts mehr weh tut.“ Dieses Buch bietet einen erschütternder und schonungslosen Einblick in den Zerfall einer Familie über Generationen und die Macht des Alkohols, der Menschen zerstört. Beeindruckend ist die leise, liebevolle Erzählweise der Autorin ohne jede Bewertung. Ein Text voller Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Ein erschütterndes Buch über die Macht des Alkohols

Bewertung am 16.02.2026
Bewertungsnummer: 3047553
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Als ich beginne zu trinken, trinke ich keinen Schnaps. Ich trinke buntes, süßes Zeug. Ich sage Dinge, die ich nüchtern niemals sagen würde und die sich nicht mehr zurücknehmen lassen.“ Die Erzählerin, von ihrem Vater liebevoll „Motte“ genannt liebt ihren Vater über alles. Der Vater ist Arbeiter, Trinker und Spieler. Sie sieht und beschreibt ihn so wie er ist. Nach der Arbeit schrubbt er sich ausgiebig die Hände, aber die Spuren seiner Arbeit bleiben. „So starre ich auf seine Hände, während er isst. Montags grau, über die Woche immer dunkler. an Freitagen ist das Schwarz in jede Rille seiner Hornhaut gekrochen, das spröde Nagelbett tiefrot.“ Die Tochter erlebt, wie der Vater durch seine Alkoholsucht sich und die Familie zerstört. Ihre Liebe für ihn bleibt. Sie erkennt auch die Hilflosigkeit der Mutter, die an der Situation zerbricht. Ihr Bruder und sie wollen ein besseres Leben führen. „Wir schwören uns gegenseitig, ganz anders zu werden.“ Aber sie setzt das „Erbe“ der Familie fort. „Ich verliebe mich in einen trinkenden Mann, weil es wie zu Hause ist. Ich kenne das.“ „Ich trinke, bis ich nicht mehr sprechen kann. Ich trinke, bis alles dumpf und leise ist. Ich trinke, bis nichts mehr weh tut.“ Dieses Buch bietet einen erschütternder und schonungslosen Einblick in den Zerfall einer Familie über Generationen und die Macht des Alkohols, der Menschen zerstört. Beeindruckend ist die leise, liebevolle Erzählweise der Autorin ohne jede Bewertung. Ein Text voller Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Intensives Familienporträt, das unter die Haut geht...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 04.02.2026

Bewertungsnummer: 3036347

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Motte« wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben. (Verlagsbeschreibung) Dieser Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025. Im Roman erzählt Lena Schätte liebevoll aber schonungslos vom Aufwachsen der Ich-Erzählerin Motte in einer Familie, die vom Alkoholismus geprägt ist - über Generationen hinweg. Mit autobiografischen Anteilen aber ebenso mit fiktiven Details gewährt die Autorin szenische Einblicke in eine Arbeiterfamilie mit einem trinkenden Vater, nicht chronologisch, sondern wechselnd in den Zeiten, pendelnd zwischen der Kindheit und der Gegenwart Mottes, die mittlerweile selbst alkoholsüchtig ist und einen Freund hat, der ebenso viel trinkt.  "Wenn er von der Arbeit nach Hause kommt am späten Nachmittag, riecht er nach Schweiß und Maschinenöl. Eine Stunde lang dürfen wir Kinder ihn nicht ansprechen. “Papazeit” nennt Mama das und drückt sich zischend den Zeigefinger auf den Mund." Auf dem Dorf ist Trinken Alltag, auch für Motte. Sie arbeitet als Putzfrau in einem Krankenhaus. In ihrer freien Zeit betrinkt sie sich oft bis zur Besinnungslosigkeit - so kennt sie es von ihrem Vater. Sie versucht dagegen anzukämpfen, aber es fällt ihr sehr schwer. Und dann bekommt ihr Vater eine Krebsdiagnose, Heilung ausgeschlossen, der Tod ist nah. Motte beginnt nach einem Weg zu suchen, sich von ihrem Vater zu verabschieden und überdenkt ihr bisheriges Leben. Was macht ein Trinkerhaushalt aus einem Kind?  “Als ich noch ein Kind bin, denke ich oft, ich habe zwei Väter. Den einen nüchternen, der schnell rennen kann und gute Verstecke kennt, der auf alle Fragen eine Antwort weiß und wenn nicht, sich eine gute ausdenkt. Und dann gibt es noch den anderen Vater, der sich darüberlegt und ihn verschwinden lässt.”  Motte erinnert sich an die zahllosen Enttäuschungen, die ihr der Vater zugefügt hat. An ihren Schmerz. Und trotzdem hört sie nie auf, ihn zu lieben und sich um ihn zu kümmern. Diese Ambivalenz, die Gleichzeitigkeit der Dinge - auf der einen Seite Liebe, Nähe, Zuneigung, Vertrauen, auf der anderen Seite aber der Bruch, die Enttäuschung und die ständige Unsicherheit - greift tief ein in das Seelenleben eines Kindes und hinterlässt unauslöschliche Spuren. Hinzu kommt die Verzweiflung angesichts des zunehmenden Verfalls des Vaters und der eigenen Hilflosigkeit, irgendetwas daran zu ändern. Die Sprache ist einfach und geradlinig, schnörkellos, lakonisch, dicht, leise, präzise. Dennoch erreicht einen die Erzählung, lässt einen mitschwingen, ohne jegliche Larmoyanz, getragen durch die Stärke der Bilder. In wenigen Zeilen oft nur gelingt es der Autorin, komplexe Gefühlslagen vor Augen zu führen: große Kunst.  In kurzen Kapiteln gelingt Lena Schütte ein intensives Familienporträt, das unter die Haut geht. Leseempfehlung! © Parden

Intensives Familienporträt, das unter die Haut geht...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 04.02.2026
Bewertungsnummer: 3036347
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Motte« wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben. (Verlagsbeschreibung) Dieser Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025. Im Roman erzählt Lena Schätte liebevoll aber schonungslos vom Aufwachsen der Ich-Erzählerin Motte in einer Familie, die vom Alkoholismus geprägt ist - über Generationen hinweg. Mit autobiografischen Anteilen aber ebenso mit fiktiven Details gewährt die Autorin szenische Einblicke in eine Arbeiterfamilie mit einem trinkenden Vater, nicht chronologisch, sondern wechselnd in den Zeiten, pendelnd zwischen der Kindheit und der Gegenwart Mottes, die mittlerweile selbst alkoholsüchtig ist und einen Freund hat, der ebenso viel trinkt.  "Wenn er von der Arbeit nach Hause kommt am späten Nachmittag, riecht er nach Schweiß und Maschinenöl. Eine Stunde lang dürfen wir Kinder ihn nicht ansprechen. “Papazeit” nennt Mama das und drückt sich zischend den Zeigefinger auf den Mund." Auf dem Dorf ist Trinken Alltag, auch für Motte. Sie arbeitet als Putzfrau in einem Krankenhaus. In ihrer freien Zeit betrinkt sie sich oft bis zur Besinnungslosigkeit - so kennt sie es von ihrem Vater. Sie versucht dagegen anzukämpfen, aber es fällt ihr sehr schwer. Und dann bekommt ihr Vater eine Krebsdiagnose, Heilung ausgeschlossen, der Tod ist nah. Motte beginnt nach einem Weg zu suchen, sich von ihrem Vater zu verabschieden und überdenkt ihr bisheriges Leben. Was macht ein Trinkerhaushalt aus einem Kind?  “Als ich noch ein Kind bin, denke ich oft, ich habe zwei Väter. Den einen nüchternen, der schnell rennen kann und gute Verstecke kennt, der auf alle Fragen eine Antwort weiß und wenn nicht, sich eine gute ausdenkt. Und dann gibt es noch den anderen Vater, der sich darüberlegt und ihn verschwinden lässt.”  Motte erinnert sich an die zahllosen Enttäuschungen, die ihr der Vater zugefügt hat. An ihren Schmerz. Und trotzdem hört sie nie auf, ihn zu lieben und sich um ihn zu kümmern. Diese Ambivalenz, die Gleichzeitigkeit der Dinge - auf der einen Seite Liebe, Nähe, Zuneigung, Vertrauen, auf der anderen Seite aber der Bruch, die Enttäuschung und die ständige Unsicherheit - greift tief ein in das Seelenleben eines Kindes und hinterlässt unauslöschliche Spuren. Hinzu kommt die Verzweiflung angesichts des zunehmenden Verfalls des Vaters und der eigenen Hilflosigkeit, irgendetwas daran zu ändern. Die Sprache ist einfach und geradlinig, schnörkellos, lakonisch, dicht, leise, präzise. Dennoch erreicht einen die Erzählung, lässt einen mitschwingen, ohne jegliche Larmoyanz, getragen durch die Stärke der Bilder. In wenigen Zeilen oft nur gelingt es der Autorin, komplexe Gefühlslagen vor Augen zu führen: große Kunst.  In kurzen Kapiteln gelingt Lena Schütte ein intensives Familienporträt, das unter die Haut geht. Leseempfehlung! © Parden

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Das Schwarz an den Händen meines Vaters

von Lena Schätte

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Meinung aus der Buchhandlung

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Livia Dengler

Orell Füssli Schaffhausen

Zum Portrait

5/5

Beeindruckend und aufwühlend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich ab der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Lena Schätte gelingt es durch ihre fast schon nüchterne Erzählweise, eine Nähe zwischen Leser und Protagonistin zu erzeugen, die man so eher selten findet. Die Art und Weise, wie die ambivalente Beziehung zwischen dem alkoholkranken Vater zu seiner Tochter beschrieben wird, ist schonungslos ehrlich und erschütternd. Immer wieder wird man beim Lesen Zeuge der inneren Zerrissenheit von Motte, die zwischen Liebe und Enttäuschung balanciert und viel zu früh mit Dingen konfrontiert wird, die kein Kind je erleben sollte. Das Buch zeigt auch eindrücklich auf, wie Alkoholismus sich häufig über viele Generationen erstreckt und dass Kinder, die innerhalb derartiger Strukturen aufwachsen, auch im Erwachsenenalter noch stark vom Erlebten geprägt werden. Für mich ganz klar eine grosse Leseempfehlung. Das Buch liest sich wie eine Art Tagebuch und ist schmerzlich authentisch geschrieben. Eine Geschichte, die nachhallt.
  • Livia Dengler
  • Buchhändler/-in

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5/5

Beeindruckend und aufwühlend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich ab der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Lena Schätte gelingt es durch ihre fast schon nüchterne Erzählweise, eine Nähe zwischen Leser und Protagonistin zu erzeugen, die man so eher selten findet. Die Art und Weise, wie die ambivalente Beziehung zwischen dem alkoholkranken Vater zu seiner Tochter beschrieben wird, ist schonungslos ehrlich und erschütternd. Immer wieder wird man beim Lesen Zeuge der inneren Zerrissenheit von Motte, die zwischen Liebe und Enttäuschung balanciert und viel zu früh mit Dingen konfrontiert wird, die kein Kind je erleben sollte. Das Buch zeigt auch eindrücklich auf, wie Alkoholismus sich häufig über viele Generationen erstreckt und dass Kinder, die innerhalb derartiger Strukturen aufwachsen, auch im Erwachsenenalter noch stark vom Erlebten geprägt werden. Für mich ganz klar eine grosse Leseempfehlung. Das Buch liest sich wie eine Art Tagebuch und ist schmerzlich authentisch geschrieben. Eine Geschichte, die nachhallt.

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Andri Herger

Orell Füssli Bahnhof Aarau

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4/5

Eine Familiengeschichte über Alkoholsucht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ geht es um eine Familie, die mit der Alkoholsucht des Vaters leben muss. Die Ich-Erzählerin, die jüngere Tochter, erlebt ihn wie zwei Personen: den liebevollen, zugewandten Vater und den trinkenden, unberechenbaren Mann. Mit der Zeit verblasst das Bild des fürsorglichen Vaters immer mehr, und zurück bleibt eine Familie, die versucht, mit den Folgen seiner Sucht irgendwie weiterzumachen. Das Buch ist in sehr kurze Kapitel aufgeteilt und umfasst nicht einmal zweihundert Seiten. Normalerweise mag ich kurze Kapitel, hier haben sie meinen Lesefluss aber eher gestört. Die Szenen springen stark in der Zeit, sodass ich mich immer wieder neu orientieren musste: Sind wir gerade in der Kindheit oder in der Gegenwart? Oft wollte ich mehr über die aktuelle Situation erfahren und genau in dem Moment war das Kapitel zu Ende, was mich unangenehm aus der Geschichte herausgerissen hat. Vielleicht hat es mich auch deshalb emotional nicht so sehr erreicht, wie ich es mir bei diesem Thema gewünscht hätte. Sprachlich ist es dafür sehr zugänglich. Die Autorin erzählt in kurzen, einfachen Sätzen und schafft damit eine stille, aber eindringliche Atmosphäre. Beeindruckt hat mich, wie offen in der Familie mit der Sucht des Vaters umgegangen wird. Alle wissen, dass er trinkt, und trotzdem wird der Alltag irgendwie weiterfunktioniert. Besonders nahe war mir der Bruder, der viel zu früh Verantwortung übernehmen musste. Er zieht seine jüngere Schwester quasi mit gross und kümmert sich um alles, was liegen bleibt. „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ ist ein stilles, eindringliches Buch über Sucht und das Erwachsenwerden in einem unsicheren Zuhause. Inhaltlich hat mich die Geschichte berührt, formal bin ich mit dem Buch aber nicht ganz warm geworden. Die sehr kurzen Kapitel und Zeitsprünge haben meinen Zugang eher erschwert und mich emotional auf Distanz gehalten.
  • Andri Herger
  • Buchhändler/-in

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4/5

Eine Familiengeschichte über Alkoholsucht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ geht es um eine Familie, die mit der Alkoholsucht des Vaters leben muss. Die Ich-Erzählerin, die jüngere Tochter, erlebt ihn wie zwei Personen: den liebevollen, zugewandten Vater und den trinkenden, unberechenbaren Mann. Mit der Zeit verblasst das Bild des fürsorglichen Vaters immer mehr, und zurück bleibt eine Familie, die versucht, mit den Folgen seiner Sucht irgendwie weiterzumachen. Das Buch ist in sehr kurze Kapitel aufgeteilt und umfasst nicht einmal zweihundert Seiten. Normalerweise mag ich kurze Kapitel, hier haben sie meinen Lesefluss aber eher gestört. Die Szenen springen stark in der Zeit, sodass ich mich immer wieder neu orientieren musste: Sind wir gerade in der Kindheit oder in der Gegenwart? Oft wollte ich mehr über die aktuelle Situation erfahren und genau in dem Moment war das Kapitel zu Ende, was mich unangenehm aus der Geschichte herausgerissen hat. Vielleicht hat es mich auch deshalb emotional nicht so sehr erreicht, wie ich es mir bei diesem Thema gewünscht hätte. Sprachlich ist es dafür sehr zugänglich. Die Autorin erzählt in kurzen, einfachen Sätzen und schafft damit eine stille, aber eindringliche Atmosphäre. Beeindruckt hat mich, wie offen in der Familie mit der Sucht des Vaters umgegangen wird. Alle wissen, dass er trinkt, und trotzdem wird der Alltag irgendwie weiterfunktioniert. Besonders nahe war mir der Bruder, der viel zu früh Verantwortung übernehmen musste. Er zieht seine jüngere Schwester quasi mit gross und kümmert sich um alles, was liegen bleibt. „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ ist ein stilles, eindringliches Buch über Sucht und das Erwachsenwerden in einem unsicheren Zuhause. Inhaltlich hat mich die Geschichte berührt, formal bin ich mit dem Buch aber nicht ganz warm geworden. Die sehr kurzen Kapitel und Zeitsprünge haben meinen Zugang eher erschwert und mich emotional auf Distanz gehalten.

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Das Schwarz an den Händen meines Vaters

von Lena Schätte

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