Produktbild: Kornblumenblau

Kornblumenblau Der geheimnisvolle Tod meines Großvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte. Eine Spurensuche - Mit vielen Tipps für die Recherche und den Umgang mit den Ergebnissen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

58967

Erscheinungsdatum

01.05.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3490 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641330996

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Verkaufsrang

58967

Erscheinungsdatum

01.05.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3490 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641330996

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Alte Geheimnisse, neue Fragen – und ein bisschen Gänsehaut

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 07.10.2025

Bewertungsnummer: 2618481

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Familiengeschichten kleben an einem wie alter Kellergeruch – man kann noch so oft lüften, ganz verschwindet er nie. „Kornblumenblau“ ist genau so ein Buch, das einem diesen muffigen Vorhang wegreißt und plötzlich wird’s ziemlich hell, ehrlich und unangenehm auf die beste Art. Susanne Beyer geht der Frage nach, wer ihr Großvater eigentlich war – ein Opfer, ein Mitläufer oder gar ein Täter? Und was das alles mit ihr selbst zu tun hat. Was mich richtig gepackt hat, war diese Mischung aus journalistischer Präzision und emotionaler Wucht. Beyer schreibt nicht trocken oder belehrend, sondern zieht einen mitten rein in ihre Spurensuche. Ich hatte mehrmals das Gefühl, selbst in alten Akten zu wühlen oder in vergilbten Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei gelingt ihr das Kunststück, Geschichte so lebendig zu erzählen, dass sie plötzlich ganz nah wird – nicht als etwas, das „damals“ passierte, sondern als etwas, das bis heute in uns weiterwirkt. Klar, an ein paar Stellen hätte ich mir etwas weniger Wiederholungen gewünscht – manchmal dreht sich das Thema Schuld ein bisschen im Kreis. Aber das ist wohl der Preis, wenn man sich in den Nebel der Vergangenheit wagt. Dafür gibt’s viele kluge Gedanken über Verantwortung, Erinnerung und wie man mit den dunklen Schatten seiner Familie leben kann, ohne selbst darin zu versinken. Unterm Strich: ein bewegendes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken bringt – über Geschichte, Familie und sich selbst. Kein leichter Stoff, aber genau das Richtige für alle, die wissen wollen, was in den stillen Ecken ihrer eigenen Familiengeschichte so alles schlummert. Und ja – danach guckt man alte Familienfotos garantiert mit anderen Augen an.

Alte Geheimnisse, neue Fragen – und ein bisschen Gänsehaut

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 07.10.2025
Bewertungsnummer: 2618481
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Familiengeschichten kleben an einem wie alter Kellergeruch – man kann noch so oft lüften, ganz verschwindet er nie. „Kornblumenblau“ ist genau so ein Buch, das einem diesen muffigen Vorhang wegreißt und plötzlich wird’s ziemlich hell, ehrlich und unangenehm auf die beste Art. Susanne Beyer geht der Frage nach, wer ihr Großvater eigentlich war – ein Opfer, ein Mitläufer oder gar ein Täter? Und was das alles mit ihr selbst zu tun hat. Was mich richtig gepackt hat, war diese Mischung aus journalistischer Präzision und emotionaler Wucht. Beyer schreibt nicht trocken oder belehrend, sondern zieht einen mitten rein in ihre Spurensuche. Ich hatte mehrmals das Gefühl, selbst in alten Akten zu wühlen oder in vergilbten Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei gelingt ihr das Kunststück, Geschichte so lebendig zu erzählen, dass sie plötzlich ganz nah wird – nicht als etwas, das „damals“ passierte, sondern als etwas, das bis heute in uns weiterwirkt. Klar, an ein paar Stellen hätte ich mir etwas weniger Wiederholungen gewünscht – manchmal dreht sich das Thema Schuld ein bisschen im Kreis. Aber das ist wohl der Preis, wenn man sich in den Nebel der Vergangenheit wagt. Dafür gibt’s viele kluge Gedanken über Verantwortung, Erinnerung und wie man mit den dunklen Schatten seiner Familie leben kann, ohne selbst darin zu versinken. Unterm Strich: ein bewegendes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken bringt – über Geschichte, Familie und sich selbst. Kein leichter Stoff, aber genau das Richtige für alle, die wissen wollen, was in den stillen Ecken ihrer eigenen Familiengeschichte so alles schlummert. Und ja – danach guckt man alte Familienfotos garantiert mit anderen Augen an.

Die Suche

wal.li am 14.05.2025

Bewertungsnummer: 2490742

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Über den Großvater der Autorin wurde immer die seltsame Geschichte seines Todes erzählt. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges starb er. Die Familie erhielt die Mitteilung erst Monate später. Die Mutter der Autorin war erst etwas über drei Jahre alt. Sie vermisste ihren Vater immer. Achtzig Jahre nach seinem Tod beginnt seine Enkelin sich Gedanken zu machen. Kann die Erzählung überhaupt so stimmen? Und spielte der Großvater bei den Nazis oder für diese eine Rolle? So viel ist nicht bekannt. Nur ein Lebenslauf bietet der Autorin erste Hinweise. Es ist mehr als nur einen Gedanken wert. Wie erlebten die Vorfahren die Nazizeit. Die Autorin macht sich auf einen spannenden, aber auch beschwerlichen Weg. Sie versucht jeden kleinen Hinweis zu ergreifen und jeder Spur nachzugehen. Dabei stößt sie auf überraschende Informationen, die ein anderes Bild ihres Großvaters zeichnen, aber doch eines, welches zu den Informationen passt. Und dennoch, hat er sich in der Nazizeit schuldig gemacht? Die Autorin will sich dem Ergebnis stellen und sie merkt, dass es sie mehr anfasst als sie am Anfang ihrer Recherche gedacht hat. Auch man selbst hat natürlich Vorfahren, die in der Nazizeit gelebt haben und auch jung waren. Eine Zeit, über in den meisten Familien nicht viel gesprochen wurde. Und als Nachkomme kann es schon in einem rumoren. Wie war das damals? Muss man sich damit befassen, dass Verwandte in der Nazizeit Schuld auf sich geladen haben? Irgendwie hat jeder einen aus dem Widerstand in der Familie.Doch, wenn es so viel Widerstand gab, wieso gab es diese Zeit dann überhaupt? Das kann irgendwie nicht sein. Und so nimmt man das Buch der Autorin mit großen Interesse in die.Hand. Wie ist sie vorgegangen? Was hat sie herausgefunden? Hat sie eine Antwort bekommen? Überraschend viel findet sie nach der langen Zeit noch über ihren Großvater heraus. Doch auch schwer wird ihr die Untersuchung. Ja, man muss auch mit dem Ergebnis leben. Vielleicht sollten noch mehr Menschen sich auf die Suche machen, damit so eine dunkle Zeit nie wieder heranbricht.

Die Suche

wal.li am 14.05.2025
Bewertungsnummer: 2490742
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Über den Großvater der Autorin wurde immer die seltsame Geschichte seines Todes erzählt. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges starb er. Die Familie erhielt die Mitteilung erst Monate später. Die Mutter der Autorin war erst etwas über drei Jahre alt. Sie vermisste ihren Vater immer. Achtzig Jahre nach seinem Tod beginnt seine Enkelin sich Gedanken zu machen. Kann die Erzählung überhaupt so stimmen? Und spielte der Großvater bei den Nazis oder für diese eine Rolle? So viel ist nicht bekannt. Nur ein Lebenslauf bietet der Autorin erste Hinweise. Es ist mehr als nur einen Gedanken wert. Wie erlebten die Vorfahren die Nazizeit. Die Autorin macht sich auf einen spannenden, aber auch beschwerlichen Weg. Sie versucht jeden kleinen Hinweis zu ergreifen und jeder Spur nachzugehen. Dabei stößt sie auf überraschende Informationen, die ein anderes Bild ihres Großvaters zeichnen, aber doch eines, welches zu den Informationen passt. Und dennoch, hat er sich in der Nazizeit schuldig gemacht? Die Autorin will sich dem Ergebnis stellen und sie merkt, dass es sie mehr anfasst als sie am Anfang ihrer Recherche gedacht hat. Auch man selbst hat natürlich Vorfahren, die in der Nazizeit gelebt haben und auch jung waren. Eine Zeit, über in den meisten Familien nicht viel gesprochen wurde. Und als Nachkomme kann es schon in einem rumoren. Wie war das damals? Muss man sich damit befassen, dass Verwandte in der Nazizeit Schuld auf sich geladen haben? Irgendwie hat jeder einen aus dem Widerstand in der Familie.Doch, wenn es so viel Widerstand gab, wieso gab es diese Zeit dann überhaupt? Das kann irgendwie nicht sein. Und so nimmt man das Buch der Autorin mit großen Interesse in die.Hand. Wie ist sie vorgegangen? Was hat sie herausgefunden? Hat sie eine Antwort bekommen? Überraschend viel findet sie nach der langen Zeit noch über ihren Großvater heraus. Doch auch schwer wird ihr die Untersuchung. Ja, man muss auch mit dem Ergebnis leben. Vielleicht sollten noch mehr Menschen sich auf die Suche machen, damit so eine dunkle Zeit nie wieder heranbricht.

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Kornblumenblau

von Susanne Beyer

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