Ein neuer Fall für die Geisterhelfer Leo Helsing Krüger hat einen siebten Sinn für Geister - leider, denn gruselig ist die Sache schon. Als ihn das hübscheste Mädchen der Schule um Hilfe bittet, weil es bei ihr zu Hause spukt, sagt Leo trotzdem zu. Aber seine Geisterhelferpartnerin Antonia ist wenig begeistert. Schliesslich haben die beiden noch mit einem anderen Fall zu tun: Eine besorgte Geisterdame hat sie beauftragt, ihren Hund Rex zu finden. Ohne Antonia ist Leo jedoch nur ein halbes Team und will es auf keinen Fall mit einem Poltergeist aufnehmen ...
»Ein Knochen kommt selten allein« ist der zweite gruselig-lustige Fall für die Geisterhelfer Leo und Antonia.
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Spannend bis zur letzten Seite
tines_chamber_of_books aus Bad Berleburg am 24.08.2025
Bewertungsnummer: 2575610
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meine Tochter war auf der Suche nach einer spannenden Geschichte ohne Prinzessinnen, Einhörner, Elfen, oder Pferden. Das Cover zu diesem Buch stach mir sofort ins Auge. Schön gruselig und nach Spannung aussehend. Abgerundet wird dieses durch den Leuchteffekt einzelner Figuren. Das Vorsatzpapier rundet dann das Cover und die Illustrationen im Buch selbst wunderbar ab.
Die ersten Kapitel waren schnell gelesen und während ich noch Bedenken hatte, ob dieses Buch nicht noch etwas früh für sie ist, hat sie sich vor Lachen fast weggeschmissen. Leo ist aber auch einfach zu lustig. Hat Angst im Dunklen und hat unfreiwillig einen siebten Sinn für Geister. Sprich, er sieht sie...
Antonia ist der perfekte Gegenpart zum ihm. Sie liebt sie Nacht und findet, dass Geister auch Probleme haben, um die sich gekümmert werden muss.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und spielt mit ein paar Klischees aus Gruselfilmen, aber immer mit viel Humor. Die Geschichte ist aus Leo's Sicht geschrieben und so bekommt man seine Angst wunderbar mit. Dennoch bleibt die Spannung nicht auf der Strecke- schließlich gibt es hier einen Fall zu lösen. Natürlich muss man dafür auch in ein Spuckhaus gehen. Aber am Ende geht natürlich alles gut aus. Es wird für uns nicht die letzte Geschichte aus der Reihe sein. Teil zwei konnten wir gut lesen, ohne den Auftakt der Reihe zu kennen. Der ist schon gleich bestellt worden und Teil drei wird auch noch bei uns einziehen.
Leicht gruselige und humorvolle Geschichte
MoMe am 02.07.2025
Bewertungsnummer: 2529529
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Endlich geht es mit den beiden jungen Geisterhelfern Leo Helsing Krüger und Antonia Murkwitz weiter. Dieses Mal benötigt eine grünlich schimmernde Geisterfrau ihre Hilfe. Ihr geliebter Rex ist verschwunden und die beiden sollen ihn für sie finden.
Obwohl die Geisterfrau gruselig aussieht, denn ihr fehlt der halbe Kopf, fasst sich Leo ein Herz. Gemeinsam mit Antonia nimmt er die Herausforderung an.
Ich liebe Leos Erzählperspektive. Seine humorvolle Art, von den schaurigen und zugleich schönen Erlebnissen zu berichten, macht mir große Freude. Selbstverständlich schildert Leo subjektiv, was geschieht, doch er macht das mit genau der richtigen Mischung aus Ironie und Spannung. Dabei ist Leos Sprache sehr lebendig und bildhaft. Durch seine umgangssprachliche und moderne Ausdrucksweise wirkt die Geschichte lockerleicht und bietet besonders der Zielgruppe ab circa acht Jahren einen leichten Zugang zu den Ereignissen.
Ich jedenfalls habe meist ein Lächeln auf den Lippen und finde auch die Dialoge herrlich. Generell besticht die Geschichte durch viele direkte Reden, was das Geschehen noch dynamischer macht.
Ab und zu gibt es Anspielungen auf Ereignisse auf Band 1, die aber nicht zu viel verraten und der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Wer den ersten Band nicht kennt, wird sich trotzdem gut zurechtfinden. Die beiden Hauptcharaktere werden erneut liebevoll porträtiert. Schnell wird deutlich: Leo ist zwar immer noch ängstlich, aber klug und mutig. Durch seine Selbstironie schützt er sich und findet die Kraft, trotz der Furcht zu helfen. Antonia ist das Gegenstück zu ihm. Ruhig, besonnen und fasziniert von der Geisterwelt, die ihr leider verborgen bleibt. Ihre unerschrockene Art macht sie zu einer wichtigen Stütze für Leo.
Mir persönlich gefällt die Mischung aus Grusel und Humor, die wunderbar altersgerecht umgesetzt ist. Das Abenteuer zeigt auf schöne Weise, dass man gemeinsam vieles schaffen kann, auch wenn der Weg schwierig ist.
Der Gruselfaktor bleibt stets kindgerecht, ohne Albträume zu bescheren, denn die Handlung balanciert gekonnt zwischen Geistergeschichte, realen Herausforderungen und cleveren Aufgaben. Die insgesamt vierundzwanzig Kapitel haben eine angenehme Länge und die dazugehörigen Titel finde ich passend. Sie werden eingerahmt von einem Totenschädel mit Flügeln, was sich schön von der eigentlichen Geschichte abhebt.
Themen wie Verantwortung übernehmen, Loyalität, Freundschaft, Konflikte zwischen Eltern und Kindern sowie Identität und Selbstbehauptung werden klug und natürlich in die Szenen eingeflochten. Die Geschichte lebt von einer hohen emotionalen Dichte, die das Innenleben der Jugendlichen glaubwürdig und berührend widerspiegelt. Die Mischung aus Geisterwelt und Realismus macht das Buch besonders faszinierend.
Abgerundet wird die Geschichte durch die gelungenen Illustrationen von Monika Parciak. In regelmäßigen Abständen gibt es herrlich schöne große Zeichnungen, die oft eine halbe Seite oder manchmal eine ganze Doppelseite einnehmen. Zwischendurch lockern kleinere Zeichnungen den Text auf. Alle Illustrationen nehmen direkten Bezug auf die aktuellen Handlungen. Dies unterstützt das Gelesene sehr gut.
Der bildlichen Darstellungen sind im Comic-Stil und manchmal leicht karikierend, doch niemals albern. Die Geistergestalten sind äußerst treffend inszeniert, wie zum Beispiel die Geisterdame mit dem halbierten Kopf, wobei die Illustratorin darauf Wert legt, dass die Illustrationen nicht erschreckend, sondern vielmehr fesselnd wirken. Die anderen Figuren, darunter auch Leo und Antonia, sind ebenfalls hervorragend dargestellt. Die Zeichnungen sind in Schwarz-weiß gehalten und durch die Graustufen entsteht immer eine stimmige Atmosphäre, welche zum Text passt. Zudem werden die Emotionen sichtbar gemacht und hauchen den Figuren zusätzlich Leben ein.
Bis kurz vorm Schluss bin ich mir nicht sicher, ob Leo und Antonia der Geisterfrau wirklich helfen können. Denn die beiden sind mit einem weiteren Geisterfall und Antonias Wunsch nach einem eigenen Haustier beschäftigt. So bleibt es bis zum Ende spannend. Ich kann es kaum erwarten, wenn die Geisterhelfer sich in neue Abenteuer stürzen.
Fazit:
Ein gelungenes Kinderbuch, welches mit Spannung, Humor, Herz und ein bisschen Gruselfaktor zu unterhalten weiß. Perfekt für alle, die es gerne ein bisschen geisterhaft mögen und dabei nicht den Schlaf verlieren wollen.