Als Problemverhalten wird bei Hunden vieles bezeichnet: Vom gefährlichen Beisser bis hin zum netten, aber unerzogenen 40-kg-Wirbelwind. Über 10 Millionen Hunde gibt es in Deutschland und der Anteil an Hunden, die auffällige Verhaltensweisen zeigen, steigt stetig. Die Ursachen für Problemverhalten bei Hunden sind vielfältig. Ob ein Hund tatsächlich eine krankhafte Verhaltensstörung hat oder ob sein Verhalten problematisch ist, weil Vorurteile herrschen, ist das, was sich viele Menschen fragen, die einen solchen Hund halten. Der Leidensdruck ist gross, denn immer noch herrscht die Ansicht vor, der „beste Freund des Menschen“ müsse immer lieb sein. Wie ist es also einzuordnen, wenn der Hund etwas tut, was auffällig ist? In diesem Übersichtswerk bilden wir das breite Spektrum des als problematisch empfundenen und des tatsächlich problematischen Verhaltens ab und erläutern, welche Aspekte es zu beachten gilt. Wir erörtern verschiedene Ursachen, bieten Fachwissen aus Forschung und Praxis zur Einordnung und zum Umgang. Fallbeispiele und grundsätzliche Praktiken zur Sicherung helfen bei den ersten Massnahmen – mitsamt allem Wissenswerten über Maulkörbe als Hilfsmittel. Kernthemen sind grundsätzliche Herausforderungen im Training von Problemverhalten, allgemeine Herausforderungen in der Erziehung, Probleme mit Ruhe und Erregung, Jagen, Aggressions- und Angstverhalten, sowie Verhaltensstörungen. Zusätzlich bieten wir Orientierung zu Themen rund um die Verantwortung in der Haltung solcher Hunde, die Einordnung von Rassemerkmalen und hilfreiche erste Schritte im Alltag und Notfall.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
aebbies.buechertruhe
5/5
28.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hier wird Klartext geredet
Mit ihrem Buch "Problem Hund" greifen die Autorinnen und Hundetrainerinnen Nora Brede und Ute Heberer ein unbequemes Thema auf. Wer gibt schon gern zu, daß er einen Problemhund an seiner Seite hat? Dabei kann man etwas dagegen machen. Dazu muß man sich allerdings erst einmal mit dem Tvema beschäftigen. Und dazu ist dieses Buch hervorragend geeignet. Man wird vertraut gemacht mit den Themen Sicherheit und Selbstschutz, Konflikte, erzieherische Defizite, Über-Probleme, Jagdverhalten, Aggressionsverhalten, Angstverhalten, Verhaltensstörungen, Problemrassen, Rechte und Pflichten der Hundehaltung und was man im Fall der Fälle zu tun hat. Dabei bleiben die Autorinnen in leicht verständlicher Sprache, schreiben für jedermann verständlich, so daß man dies Buch auch ohne Fachkenntnisse lesen und vor allem auch verstehen kann. Eindringlich, aber ohne erhobenen Zeigefinger, machen sie dem Hundehalter klar, daß er auf Jahre die Verantwortung für seinen vierbeinigen Partner trägt und diese Verantwortung erfüllt werden muß. Anhand von Fallbeispielen wird deutlich gemacht, was passieren kann, wenn man dem Hund keine gute Führungsperson bietet. Es gibt Lösungsvorschläge - jedoch stets mit dem Hinweis, daß man hier keine allgemeingültige Lösung erhält, sondern jeder Hund individuell behandelt werden muß. Denn jeder Hund ist vom Charakter her anders, sowohl rassebedingt, als auch von seinem Individuum her. Hunde sind Lebewesen und was bei einem funktioniert, funktioniert beim anderen nicht und hat fatale Folgen. Dieses Buch hat die gewohnte hochwertige Kosmos-Qualität. Ein Text, der Fachwissen für alle verständlich vermittelt und wunderbare Farbfotos, die den Text anschaulich ergänzen. Für mich ein perfektes, lehrreiches Fachbuch über unsere vierbeinigen Kameraden!
Alrik Gerlach
aus NordWestMecklenburg
5/5
22.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein Vierbeiner und ich – zwischen Wahnsinn und Weisheit
Manchmal denke ich, mein Hund hätte heimlich einen Vertrag mit dem Chaos geschlossen. Während andere Spaziergänger stolz ihre braven Vierbeiner präsentieren, renne ich meinem pelzigen Tornado hinterher, der mit der Begeisterung eines Rockstars auf Welt-Tournee durch den Park fegt. Wer mir da noch erzählt, Hunde seien von Natur aus entspannt und lieb, der hat vermutlich maximal einen Goldfisch zu Hause.
Das Buch Problem Hund hat mir eine völlig neue Sicht auf das Theater eröffnet, das ich täglich erlebe. Und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen gibt’s Fachwissen, Praxis-Tipps und eine ordentliche Portion Klartext, die mich beim Lesen öfter zum Schmunzeln gebracht hat. Besonders cool: Es wird nicht so getan, als gäbe es die eine Zauberformel. Aggression, Angst, Jagen, Ruhe- oder Erregungsprobleme – alles wird differenziert beleuchtet. Endlich mal ein Buch, das erklärt, warum ein Hund nicht automatisch „gestört“ ist, nur weil er nicht ins Bild vom permanent grinsenden Familienfreund passt.
Richtig hilfreich fand ich die Fallbeispiele. Da konnte ich mich direkt wiederfinden (leider zu oft ). Dazu die klaren Ratschläge zum Thema Maulkorb – endlich mal ohne das Drama, das viele drum machen. Statt Panik oder Schönreden gibt’s ehrliche Einschätzungen. Und genau das brauche ich, wenn ich mit 25 Kilo Energie auf vier Beinen durch den Alltag stolpere.
Am Ende bleibt hängen: Problemverhalten ist nicht gleich Problemhund. Oft liegt es an uns Menschen, Erwartungen, Erziehung und Haltung realistisch zu sehen. Dieses Buch macht Mut, Verantwortung zu übernehmen, ohne den Spaß am Leben mit Hund zu verlieren. Für mich absolute Pflichtlektüre – und ich wette, mein Vierbeiner würde es genauso sehen… wenn er nicht gerade die Fernbedienung zerlegt hätte.