»Humanisierung? «entstand aus dem Seminar, das die Autorin jährlich am ›Klinischen Kolleg‹ des Lacanschen Feldes in Paris hielt. 2013-2014 ging es um die Wirkungen des Unbewussten auf den menschlichen Körper, die in Begriffen wie Wiederholung, Symptom, Begehren, Fragmentierung der Triebe und vielen anderen gefasst werden. Es scheint, dass die kapitalistische Lebenswelt diese Auswirkungen heute exzessiv verstärkt. Gewalt gegen sich und andere ist so universell geworden, dass sich die Frage nach der Humanisierung dieses denaturierten Tieres stellt. Schon Freud hatte die betrübliche Einsicht übernommen, dass der Mensch des Menschen Wolf ist. Wie aber lässt sich eine ›Humanisierung‹ psychoanalytisch denken, da die Psychoanalyse doch den Ruf nach Normen jeglicher Art ausschliesst?
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