Privatdetektiv Maxim Volkov schwimmen gerade die Felle davon.
Sein Lover, Anwalt Lukas Evers, hat ihn eiskalt abserviert und Aufträge bleiben aus. Und ausgerechnet Lukas ist es, der auf einmal mit einer prominenten Mandantin in sein Büro spaziert. Die Inhaberin des queeren Berliner Fernsehsenders Pride TV erhält kryptische Hassnachrichten.
Maxim und sein Assistent Timmy sollen herausfinden, wer sie sendet und was sie bedeuten.
Für Timmy, der eigentlich Geschichte studiert, ist Maxim die heimliche, grosse Liebe. Doch der steht nicht auf Jungs. Zumindest behauptet er das.
Ihre teils illegalen Ermittlungen führen die beiden in einen Sportklub, zu einem verfallenen Landgut und zu einer angesehenen Professorin, die Extremismus erforscht. Doch rasch geraten sie selbst ins Visier jener Leute, deren Spuren sie aufnehmen. Dabei stellt sich Maxim endlich seinen wahren Gefühlen für Timmy. Sie werden leichtsinnig und beschwören damit eine Katastrophe herauf.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
07.05.2025
eBook (ePUB)
Batman und Robin bekämpfen den Hass
Privatdetektiv Maxim Volkov (Der Wolf) steht vor einer Auftragsflaute. Bis auf den Automechaniker Ronny, mit dem er sich zu gelegentlichen sexuellen Abenteuern einlässt, und seinem jungen Assistenten Timmy, der praktischer Weise samt Oma die Wohnung über der Detektei bewohnt und Maxim quasi als Familienmidglied aufgenommen haben, scheint das Leben für den Wolf gerade am beruflichen Scheideweg zu stehen.
Doch als Maxim unerwartet mit einem Fall von Queerfeindlichkeit gegen die Inhaberin von Pride TV betraut wird, nimmt das Leben plötzlich rasant Fahrt auf. Je tiefer Maxim und Timmy in ihren Nachforschungen vorankommen, desto bedrohlicher wird die Situation für das Ermittlerteam. Nicht zuletzt, weil sich auch zwischen Timmy und Maxim eine Romanze mit starken Gefühlen entwickelt.
Orlando Stein hält auf jeder Seite die Spannung kontinuierlich hoch, sowohl was die Recherchen angeht, in denen bald nicht mehr klar ist, ob die Verfolger nicht bereits zu Verfolgten geworden sind, als auch bei der Anziehung zwischen den beiden Freunden, die sich allmählich zu einer tiefen Liebe entwickelt. Der Autor spielt mit unserer Neugier und macht mit seiner signifikant klaren Sprache, gut recherchierten Details und einem topaktuellem Thema unserer Zeit, diesen Fall zu einem wahren Pageturner.
Shadow Sphere ist mehr als ein Ermittlungskrimi. Für mich war er ein packender Thriller, bei dem auch herzerwärmende Kapitel voller liebevoller Queerness zurecht ihren Platz darin verdient hatten. Es geht um Weltansichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und um den ewigen Kampf Gut gegen Böse.
Batman und Robin gegen Hass und Hetze.
Ich kann nur hoffen, dass eine Fortsetzung von Maxim dem Wolf und Assistent Timmy bereits in Planung ist. Gerne mehr von diesem liebenswerten Ermittlungsteam.
Ben @Buchkomet
5/5
26.03.2025
eBook (ePUB)
Tolle Kombination
Ich bin ein großer Fan von Krimis mit Tiefgang und aktuellen gesellschaftlichen Themen – genau deshalb hat mich „Maxim – der Wolf: ShadowSphere“ von Orlando Stein wirklich begeistert. Der Roman verbindet einen spannenden Kriminalfall mit einer authentischen und wichtigen Auseinandersetzung rund um LGBTQ+-Themen und Hasskriminalität.
Im Mittelpunkt steht der Privatdetektiv Maxim Volkov, der sich nicht nur mit seinem eigenen Liebeschaos, sondern auch mit gefährlichen Ermittlungen rund um Hassnachrichten gegen einen queeren Fernsehsender herumschlagen muss. Maxim ist herrlich mürrisch, aber gleichzeitig sympathisch und verletzlich. Besonders gut gefallen hat mir sein Zusammenspiel mit seinem Assistenten Timmy, dessen charmante, leicht naive Art einen wunderbaren Kontrast bildet und für humorvolle und romantische Momente sorgt.
Die Story ist toll erzählt, mit authentischen Figuren, spannendem Erzähltempo und einem gelungenen Mix zwischen Krimi, Romantik und ernster Gesellschaftskritik. Der Schreibstil ist flüssig und überzeugend, die Liebesgeschichte entwickelt sich realistisch und ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Die Spiceszenen sind gut geschrieben und geben dem Buch die gewisse Note.
Fazit: Ein richtig gelungener LGBTQ+-Krimi, der mit Spannung und Humor bestens unterhält und Lust auf mehr macht. Orlando Stein zeigt eindrucksvoll, dass Unterhaltung und Relevanz kein Widerspruch sein müssen – bitte mehr davon!
10/10 – Toller Krimi, mit sympathischen Figuren und einer ordentlichen Portion Spice.
CleoBe
aus Berlin
5/5
04.02.2025
eBook (ePUB)
Sehr toller Krimi, der anders ist
Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.
Manchmal schleichen sich Bücher an uns heran, packen uns mit einer Intensität, die wir nicht erwarten, und lassen uns am Ende nach Atem ringen. „Maxim – Der Wolf: ShadowSphere“ von Orlando Stein, erschienen im Deadsoft Verlag, ist genau so ein Roman – ein fesselnder, düsterer und zutiefst emotionaler Thriller, der mit starken Charakteren, einem mitreißenden Erzählstil und einer vielschichtigen Geschichte überzeugt. Ein Roman, der sich nicht in einfache Genre-Schubladen pressen lässt. Ein queerer Krimi mit Noir-Vibes, eine emotionale Liebesgeschichte mit unerwarteten Wendungen und ein fesselnder Thriller, der tief in die Abgründe von Hass und Extremismus blickt. Wenn Du jetzt neugierig geworden bist, dann komm doch einfach wieder mit! Berlin ist immer eine Reise wert! Auf geht’s…
Ein düsterer Privatdetektiv, eine unerwartete Bedrohung und die Suche nach sich selbst – Maxim Volkov ist ein Mann, der gelernt hat, sich durchzuschlagen. Als Privatdetektiv hat er es nicht leicht – die Aufträge bleiben aus, und gerade erst hat ihn sein Liebhaber Lukas, ein erfolgreicher Anwalt, eiskalt abserviert. Doch ausgerechnet Lukas taucht eines Tages mit einer neuen Klientin auf: Die Inhaberin von Pride TV, einem queeren Berliner Fernsehsender, erhält bedrohliche und kryptische Hassnachrichten. Sie will wissen, wer dahintersteckt – und Maxim soll genau das herausfinden.
Unterstützt wird er dabei von seinem jungen Assistenten Timmy, der insgeheim tiefere Gefühle für ihn hegt. Doch Maxim – ein Mann, der sein eigenes Herz kaum versteht – glaubt nicht an die Möglichkeit einer Liebe zwischen ihnen. Oder will er es einfach nicht wahrhaben?
Die Ermittlungen führen die beiden an erschreckende Orte: Ein zwielichtiger Sportclub, ein verfallenes Landgut mit dunkler Vergangenheit und schließlich zu einer angesehenen Professorin, die sich mit Extremismusforschung beschäftigt. Doch je tiefer sie graben, desto mehr geraten sie selbst ins Visier. Aus der Rolle der Ermittler werden sie zu Gejagten – und plötzlich steht nicht nur der Fall, sondern ihr eigenes Leben auf dem Spiel.
Maxim – ein Wolf, der seinen Platz in der Welt sucht – Maxim ist einer jener rauen, kantigen und gebrochenen Männer, die einen von der ersten Seite an fesseln. Er gibt sich als harter Kerl, als jemand, der die Kontrolle nie verliert – und doch spürt man mit jeder Zeile, wie viel Schmerz und Zweifel in ihm brodeln. Sein Verhältnis zu Timmy ist von dieser inneren Zerrissenheit geprägt. Er sieht ihn als Freund, als Verbündeten – doch da ist mehr. Viel mehr. Orlando Stein beschreibt diese emotionale Spannung mit einer solchen Feinfühligkeit, dass man sie regelrecht atmet.
Timmy dagegen bringt einen ganz anderen Ton in die Geschichte. Er ist jung, voller Hoffnung und naiv genug, um an das Gute zu glauben. Doch gerade diese Unschuld macht ihn umso verletzlicher – denn in der Welt, in die Maxim ihn mitzieht, gibt es keine einfachen Antworten. Sein bedingungsloser Glaube an Maxim wird auf die Probe gestellt, und mit ihm auch sein eigenes Herz.
Maxim ist überzeugt, dass er nicht auf Männer steht – oder redet er sich das nur ein? Timmy ist die heimliche große Liebe des Detektivs, doch seine Gefühle bleiben jahrelang unerwidert. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, oft schmerzhaft und voller unausgesprochener Emotionen. Und dann ist da noch Lukas, der Ex-Liebhaber, der eine ständige Schattenfigur bleibt. Seine Motive sind schwer zu greifen – will er Maxim wirklich nur den Fall bringen? Oder steckt mehr dahinter?
Spannung, queere Themen und ein Hauch von Noir – Orlando Stein verbindet in „Maxim – Der Wolf: ShadowSphere“ eine fesselnde Krimihandlung mit einer intensiven Liebesgeschichte, die unter der Oberfläche brodelt. Der Roman hat etwas von einem Noir-Thriller, geprägt von düsteren Schauplätzen, zwielichtigen Gestalten und der ständigen Frage, wem man trauen kann. Gleichzeitig werden aktuelle Themen wie Queerfeindlichkeit, Extremismus und persönliche Identität auf eine packende Weise verarbeitet.
Besonders beeindruckend ist der Stil des Autors. Er schreibt mit einer Direktheit, die unter die Haut geht, und doch finden sich immer wieder poetische, fast melancholische Momente. Es gibt Szenen, die voller leiser Melancholie sind, aber auch Szenen, die das Adrenalin durch die Adern jagen. Sehr beeindruckend ist auch die atmosphärische Dichte des Romans. Berlin ist nicht nur Kulisse, sondern ein lebendiger, atmender Organismus. Die dunklen Straßen, die Clubs, die Begegnungen – alles fühlt sich echt an, als würde man Maxim und Timmy durch die Stadt folgen, den Herzschlag der Metropole spüren und gleichzeitig die Gefahr in der Luft wittern.
FAZIT: Ein mitreißender, tiefgründiger und emotional intensiver Roman – Dieser Roman bekommt von mir eine 100%ige Leseempfehlung. Manche Geschichten lassen einen nicht so schnell los. Orlando Stein hat mit „Maxim: Der Wolf: Shadow Sphere“ ein Werk geschaffen, das unter die Haut geht. Dieser Roman ist düster, roh und intensiv, aber auch zutiefst menschlich und emotional. Er erzählt von Verlust, Sehnsucht, Angst und Mut – und davon, dass man manchmal erst in größter Gefahr erkennt, was man wirklich will. Es ist nicht nur ein Thriller, es ist eine Geschichte über Identität, über Ängste und über die Frage, wie weit man gehen muss, um sich selbst zu finden. Maxims Reise ist die eines Mannes, der sich lange als Wolf gesehen hat – einsam, unantastbar, auf sich allein gestellt. Doch am Ende erkennt er, dass es nicht die Einsamkeit ist, die ihn stark macht, sondern die Menschen an seiner Seite. Die Krimi-Handlung ist nervenaufreibend, die Charaktere tiefgründig und komplex, die Atmosphäre greifbar und bedrückend realistisch. Zugleich punktet der Roman mit einer dichten, düsteren Atmosphäre, die das Gefühl vermittelt, mitten in der brodelnden Stadt Berlin zu stehen – mit all ihren Schattenseiten, Geheimnissen und Gefahren. Die Bedrohung, die über Maxim und Timmy schwebt, ist greifbar und entwickelt sich mit jeder Seite weiter, bis sie schließlich in einem mitreißenden Finale explodiert. Wer spannende Krimis mit einer intensiven emotionalen Ebene mag, wer Protagonisten liebt, die nicht perfekt, sondern zutiefst menschlich sind, und wer sich auf eine Geschichte einlassen will, die fesselt, berührt und mitreißt – der sollte diesen Roman nicht verpassen. Ein Buch, das fesselt, berührt und nachhallt. Unbedingt lesen! Mir bleibt jetzt nur noch dir eine schöne Lesereise zu wünschen. Es lohnt sich wirklich!!!
Bewertung
5/5
11.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Beklemmend aktuell, trotzdem wohltuend
„Maxim – der Wolf: ShadowSphere“ ist für mich ein sehr interessanter Thriller, der lange nachwirkt, weil er sich unangenehm real anfühlt. Nicht die unmittelbare Action hat mich am meisten gefesselt, sondern die Idee dahinter: wie leicht Strukturen wirken können, als wären sie „normal“ – und wie erschreckend plausibel es ist, dass sie längst von rechtsradikalen Netzwerken unterwandert sein könnten.
Besonders beklemmend fand ich den Blick auf Bereiche wie Sicherheitsdienste und Medien/Presse sowie die Vorstellung einer Gruppe, die sich gezielt „kampfbereit“ macht – das ist kein Grusel aus dem Nichts, sondern etwas, das man nach dem Zuklappen unweigerlich weiterdenkt.
Was den Roman für mich so wirkungsvoll macht, ist der harte Kontrast: Es gibt eine Oma, die jeder von uns sich wünschen würde, einen Ausflug in die Geschichte, diesen Lost-Places-Vibe – und Maxim und Timmy sind dermaßen süß ineinander verliebt, dass man beim Lesen fast Karies bekommt. Die warme Lovestory steht dabei in starkem Kontrast zur unsichtbaren Bedrohung.
Ein tolles Buch und eine klare Leseempfehlung.