Im Zentrum des interdisziplinär ausgerichteten Tagungsbandes steht die Frage, inwiefern Porträts an der Identitätskonstitution des Selbst teilhaben und durch Porträtkulturen Identität nicht nur reproduziert, sondern konstruiert wird. Der Band richtet den Fokus insbesondere auf die Frage nach der Herausbildung kultureller und geschlechtlicher Identitäten und beleuchtet diese Fragestellungen über Zeiträume und Kulturen hinweg. Hiermit verbindet sich das Anliegen, über die longue durée, Kontinuitäten und Brüche von Porträtpraktiken in globaler, kulturvergleichender Perspektive nachzudenken. Mit dem Themenkomplex Porträt und Identitätskonstruktion erweitert er den lebendigen Forschungsdiskurs zum Porträt um gesellschaftsrelevante Fragestellungen und neue Erkenntnisse. Zugleich schärft er den Blick für aktuelle Gegenwartsphänomene und -diskurse und zeigt, welche Bedeutung Porträts und Porträtpraktiken für die Aushandlung von Identität bis in die Gegenwart besitzen.Der Sammelband vereint Beiträge von der römischen Antike bis zur Gegenwart und geht zurück auf eine vom 30. März bis 1. April 2023 am Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn veranstaltete internationale Tagung zum Thema "Portraiture and the Construction of Identity".
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