Ein totes Baby, eine verschwundene Mutter, eine Polizistin am Limit Mitten in der Nacht fliehen zwei Frauen in Panik durch die schwedischen Wälder. Beide sind hochschwanger, die Verfolger ihnen dicht auf den Fersen. Kurz darauf wird Polizistin Hannah Wester mit einem neuen Fall konfrontiert: Im Unterholz hat man ein totes Baby entdeckt, die Mutter ist verschwunden. Hannah, die vor einem Jahr ihren Mann verloren hat und gerade erst im Dienst zurück ist, stürzt sich mit aller Energie in die Ermittlungen. Und sie stösst auf einen Fall, der über alles hinausgeht, was sie sich je hätte vorstellen können.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
05.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rasante Fortsetzung
Zwei Frauen auf der Flucht, beide sind hochschwanger, sie laufen durch den Wald, um ihren Verfolgern zu entkommen. Kurz darauf wird ein totes Baby entdeckt, von der Mutter aber fehlt jede Spur. Die Polizistin Hannah Wester, die nach einer einjährigen Abwesenheit zurück im Dienst ist, stürzt sich in die Ermittlungen. Bald gibt es Parallelen zu einem zurückliegenden Fall, die einen ungeheuerlichen Verdacht aufkommen lassen.
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Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Buchreihe mit der Polizistin Hannah Wester, den ersten Band mit dem Titel »Wolfssommer« fand ich phänomenal gut. Obwohl ein Jahr vergangen ist, schließt dieses Buch fast nahtlos an die zurückliegenden Ereignisse an, sodass ich empfehlen würde, die Reihenfolge einzuhalten. Wer dies nicht möchte, profitiert von den beiläufig erwähnten Erklärungen, ein vollständiges Bild aber bekommt nur, wer den Reihenauftakt gelesen hat. Es lohnt sich!
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Endlich durfte ich die Fortsetzung lesen, endlich gab es ein Wiedersehen mit Haparanda in Schweden, Hannah und ihren Kollegen sowie auch zwielichtigen Personen, allen voran die Auftragskillerin, die bereits im ersten Teil eindrucksvoll bewiesen hat, wie eiskalt und empathielos sie agiert. Viel zu schnell war ich mit dem Buch durch, gefühlt in wenigen Stunden war es zu Ende, und ich bin begeistert, wie spannend, komplex und wendungsreich auch dieser Thriller gewesen ist. Der Fall wurde abgeschlossen, geht aber weiter, und wer wissen möchte, wie das gemeint ist, macht sich am besten selbst ein eigenes Bild. Ich genieße noch ein wenig den Rausch der letzten Stunden und koste die Vorfreude aus darauf, was da noch kommen wird. Dies ist ein unbeschreibliches Gefühl!
Recensio
Thalia Book Circle Community
5/5
04.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beklemmend, vielschichtig und psychologisch intensiv
Ein einsames Baby, tot im kalten Wald. Eine Mutter, spurlos verschwunden. Eine Ermittlerin, innerlich zerrissen und bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. Was wie ein klassischer Krimianfang wirkt, entpuppt sich rasch als tiefgreifendes, verstörendes Puzzle über Verzweiflung, Schuld und skrupellose Machenschaften.
Hans Rosenfeldt, bekannt als Drehbuchautor düsterer TV-Serien, bringt auch in seinem neuesten Roman sein Gespür für komplexe Figuren und dichte Spannung ein. Polizistin Hannah Wester kehrt nach dem Tod ihres Mannes in den Dienst zurück und sieht sich plötzlich mit einem Fall konfrontiert, der nicht nur kriminalistisch, sondern auch menschlich erschüttert.
Zitat S. 32:
“Sie blutete. Heftig. Weinte die ganze Zeit. Wegen der Schmerzen, aber auch wegen des Kleinen. Sie wollte ihn nicht hergeben, bestand darauf, ihn mitzunehmen. Es dauerte lange, sie davon zu überzeugen, dass es unmöglich war. Der Junge war tot. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als ihre Flucht zu zweit fortzusetzen.”
Was als scheinbar lokales Verbrechen beginnt, entwickelt sich zu einem aufwühlenden Drama, das Abgründe offenlegt, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Menschenhandel, Angst, Verzweiflung – Themen, die Rosenfeldt nicht beschönigt, sondern mit beklemmender Intensität schildert.
Die Handlung ist vielschichtig, die Figuren facettenreich, und es gibt zahlreiche Ebenen, die ineinandergreifen. Wer nicht aufmerksam liest, verpasst womöglich entscheidende Hinweise. Einige Passagen im Mittelteil wirken zunächst langatmig, sind aber notwendig, um das große Ganze zu erfassen.
Ob es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, bleibt offen, doch vieles deutet darauf hin, dass Hannahs Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.
Fazit: Beklemmend, vielschichtig und psychologisch intensiv. “Die Farm der Mädchen” ist nichts für nebenbei, sondern eher für Leser geeignet, die sich in komplexe Thriller mit Tiefgang fallen lassen wollen. Ein beeindruckender Roman, der nachhallt.
Harakiri
aus Ostalb
5/5
27.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Super
„Kein Hinweis darauf, wer sie war oder woher sie kam“
Die Farm der Mädchen ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Hans Rosenfeldt. Zusammen mit Michael Hjorth hat er die Erfolgsreihe um Sebastian Bergmann geschrieben. Was er jetzt alleine vorlegt hat allen Respekt verdient. Von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Im Mittelpunkt stehen Tatjana und Dadana, zwei schwangere Mütter, die zu Beginn des Buches hilflos und gejagt durch einen Wald irren.
Nach einem schweren Trauma gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist Hannah Wester – und die bekommt es gleich mit dem Fall ihres Lebens zu tun. Dabei hat sie doch noch massiv private Probleme.
Ja, es passiert viel in diesem Buch, aber man hat nie das Gefühl, sich dabei zu verlieren. Rosenfelds Erzählweise ist flüssig und auf den Punkt und auch wenn manche Dinge etwas weit hergeholt scheinen schadet das dem allgemeinen Ganzen der Handlung in keiner Weise.
Sehr erschreckend ist die Handlung rund um die Frauen und die organisierte Kriminalität und Rosenfeld hat die Probleme und Befindlichkeiten der Frauen sehr gut beschrieben. Nicht nur einmal kann man beim Lesen Gänsehaut bekommen. Zu anschaulich sind die Szenen erzählt und zu erschütternd die Vorstellung.
Viele Rückblenden machen neugierig auf die Vergangenheit und werden nur teilweise aufgelöst. Das Ende ist abgeschlossen, deutet aber durch gewisse Signale gleich Hinweise auf den nächsten Band an.
Fazit: Tolle Charaktere, eine spannende Handlung und eine erschütternde Story machen das Buch überaus lesenswert.
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
27.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein echter Pageturner
Der neue Schweden-Thriller “Die Farm der Mädchen” von Hans Rosenfeldt kann auf ganzer Linie überzeugen. Mit einer top-spannend aufgebauten Story, die bis zur letzten Seite packend erzählt ist. Und mit einem punktgenauen Switchen zwischen mehreren Erzählperspektiven, die peu à peu aufeinander zusteuern. Dazu viel Privates aus dem Leben der 50-jährigen Ermittlerin Hannah Wester, die so einige Päckchen in ihrem Leben zu tragen hat. Das Ganze lässt Rosenfeldt in der nordschwedischen Grenzstadt Haparanda spielen, die eine besondere geografische Lage zu Finnland hat. Einzig der Titel ist im schwedischen Original mit “Sködebarn” (Pflegekind) etwas treffender gewählt. Dennoch: “Die Farm der Mädchen” von Hans Rosenfeldt ist ein echter Pageturner, der Lust auf mehr macht.
angi_molly
aus Karlsruhe
5/5
26.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für ein geniales Buch
Meinung: Ich lese die Bücher von Hans Rosenfeldt unglaublich gern, deshalb war meine Erwartung an dieses Buch entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Zwei hochschwangere Frauen fliehen mitten in der Nacht durch die schwedischen Wälder. Man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung und gleichzeitig weiß man lange nicht, vor wem oder was sie eigentlich fliehen. Genau diese Ungewissheit hat mich von Anfang an nicht mehr losgelassen und wie ein dunkler Schleier durch die ganze Geschichte begleitet. Kurz darauf wird im Unterholz die Leiche eines Neugeborenen gefunden, die Mutter ist verschwunden. Der Fall landet bei Hannah Wester, die erst seit Kurzem wieder im Dienst ist, nachdem sie vor einem Jahr ihren Mann verloren hat. Was zunächst wie ein einzelnes, tragisches Verbrechen wirkt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas viel Größerem zu einem erschreckenden Geflecht aus Gewalt, Manipulation, Abhängigkeit und Machtmissbrauch. Besonders der schonungslose Blick auf den kriminellen Handel mit Babys hat mich beim Lesen immer wieder schlucken lassen.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und extrem fesselnd. Die Seiten sind bei mir nur so dahingeflogen, während sich gleichzeitig ein immer stärkeres Gefühl von Bedrohung aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist düster, kalt und beklemmend, Angst und Verzweiflung sind nahezu greifbar und begleiten einen auf jeder einzelnen Seite. Die Spannung reißt dabei kein einziges Mal ab.
Hannah mochte ich sofort. Sie ist keine unnahbare Ermittlerin, sondern eine Frau mit Brüchen, Verlusten und inneren Kämpfen. Ihre Ermittlungen fühlen sich deshalb sehr persönlich an, nicht nur als Polizeiarbeit, sondern als Kampf gegen das eigene Zerbrechen und gegen eine Welt, die immer wieder ihre grausamsten Seiten zeigt.
Das Ende passt für mich sehr gut zur Geschichte. Es wirkt stimmig, nicht überladen und vor allem bleibt dieses Gefühl zurück, dass Hannahs Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Ich würde sie sehr gern in weiteren Fällen begleiten.
Absolute Leseempfehlung.