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Reichskanzlerplatz Roman | Ein intensives Porträt der Frau, die Magda Goebbels wurde

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34033

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

297

Maße (L/B/H)

18.8/11.7/2.7 cm

Gewicht

285 g

Farbe

Mauve

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47510-2

Beschreibung

Rezension

»... schon nach wenigen Seiten konnte ich kaum aufhören zu lesen. Ja, es braucht dringend dieses kluge, mitreissende Buch.« ("DER SPIEGEL")
»Nora Bossong traut sich was.« ("DIE WELT")
»... schon deshalb lesenswert, weil er packende Einblicke in eine ebenso rätselhafte wie spannende Epoche zu geben weiss.« ("Berliner Zeitung")
»Wie Leuchtraketen platziert sie Sätze.« ("Frankfurter Rundschau")
»Was ich an diesem Buch so faszinierend finde [...]: Es ist ein Buch, das bleibt streng in der Zeit [...], und trotzdem musste ich bei jedem Kapitel, bei jeder Seite an heute denken. « ("ZDF - Das Literarische Quartett")
»Ein Meisterwerk poetischer Schauerlichkeit.« ("FOCUS")
»Unbeschadet der beeindruckenden Sensibilität, mit der Bossong immer wieder die menschliche Fähigkeit zu verletzen und verletzt zu werden, literarisch herausgearbeitet hat: Ihr Werk ist eben auch von einer trotzigen Hoffnung durchzogen.« ("Zeitzeichen")
» Reichskanzlerplatz ist deshalb nicht nur eine literarische Aufarbeitung des Nationalsozialismus, sondern mehr noch ein bedeutsamer Beitrag zu aktuellen politischen Debatten in Deutschland und Europa.« ("Kulturabdruck")

Produktdetails

Verkaufsrang

34033

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

297

Maße (L/B/H)

18.8/11.7/2.7 cm

Gewicht

285 g

Farbe

Mauve

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47510-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenswert

    Nach dem Ersten Weltkrieg kommt Hellmut Quandt in die Klasse von Hans Kesselbach. Die beiden Jungen freunden sich an. Hans ist vom Reichtum der Quandts eingeschüchtert und fühlt sich nie dazugehörig. Besonders beeindruckt ist Hans von der jungen Stiefmutter Magda Quandt, die nur wenig älter ist als ihre Stiefsöhne. Als Hellmut viel zu früh verstirbt, finden Hans und Magda in ihrer Trauer zueinander. Hans ahnt noch nicht, was die Zukunft für sie bereit hält. Denn Magda wird eines Tages die erste Frau im nationalsozialistischem Reich sein und Hans wird um sein Leben bangen müssen. Der fiktive Charakter Hans Kesselbach ist der Erzähler dieser Geschichte, die Fakten und Fiktives gekonnt vermischt. Als sehr junge Frau heiratet Magda den Industriellen Günther Quandt, doch dieser interessiert sich mehr für seine Geschäfte als für seine junge Frau. Sie wiederum findet Trost in Affären. Nach der Scheidung lernt Magda Quandt Joseph Goebbels kennen und heiratet ihn. Hans berichtet von der ersten Begegnung mit der jungen Frau, deren Ausstrahlung er sich trotz seiner homosexuellen Neigungen nicht entziehen kann. Zwischen ihnen gibt es eine Verbindung, die über die Jahre bestehen bleibt. Hans ist Einzelkind, sein Vater ein verdienter Soldat, er genießt eine gute Schulbildung und soll in den diplomatischen Dienst eintreten. All das erfüllt Hans, ohne jemals zu hinterfragen, ob es wirklich sein Weg ist. Er erfüllt einfach die Erwartungen, die an ihn gestellt werden. Er dient der Weimarer Republik ebenso wie dem Dritten Reich. Nur eine Erwartung erfüllt er nicht, er weigert sich zu heiraten, obwohl es ihm immer wieder Nahe gelegt wird. Hans ist ein typischer Mitläufer, der aufgrund seiner Stellung genau weiß, was vor sich geht und doch wegschaut und darauf hofft, dass es bald ein Ende hat. Nur am Schluss kann man erahnen, dass Hans wohl doch Rückgrat bewiesen und aufbegehrt hat. Für mich ist Hans Kesselbach die zentrale Figur des Romans, weitaus mehr als Magda Goebbels. Er ist ein Kind seiner Zeit, gehorsam, hat seine Emotionen im Griff und ist unauffällig. Die einzigen Ausbrüche aus diesem Leben sind die kurzen Liebschaften mit Männern und die Liaison mit Magda. Mich hat der Roman überzeugt, weil er anhand von seinen Charakteren sehr gut diese Zeit zwischen den Weltkriegen beschreibt. Und weil Nora Bossong einfach wunderbar intensiv erzählen kann.

  • Juti

    aus HD

    5/5

    18.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    die Lebensgeschichte eines…

    die Lebensgeschichte eines Liebenden Eigentlich könnte es ein harmloses Buch sein, eine Geschichte, die wir unendlich oft gehört haben, eine Dreiecksbeziehung. Doch selten ist zum einen, dass der Liebende schwul ist und dies in der Nazi-Zeit verbergen will und zum anderen ist es außergewöhnlich, dass die Geliebte Magda Quandt heißt. Quandt ist bis heute eine der reichsten Unternehmerfamilien Deutschlands, was auch problematisiert wird, da das Unternehmen während der Nazi-Zeit von Zwangsarbeitern profitierte. Noch viel brisanter wird die Geschichte, wenn man weiß, dass Magda Quandt sich scheiden ließ und Josef Goebbels heiratete. Die beiden waren die Vorzeigefamilie der Nazis, obwohl der Mann etliche Seitensprünge machte. Da zählt der eine Liebhaber Magdas ja nur als Vergeltung. In Wikipedia steht das der Führer selbst die Ehe retten musste, hier wird das eher am Rande erwähnt, weil in den Kriegsjahren die Hauptfigur in der italienischen Botschaft arbeitet und den direkten Kontakt zu Marta verliert. Ein Buch über die existentiellen Dinge des Lebens, auch weil Magdas und Quandts Sohn Helmut stirbt, was historisch nicht stimmt. Dieser Sohn leitete mit seinem Halbbruder die Firma. Ich habe das Buch schnell und gerne gelesen. Selbst wenn, wie die Zeit schreibt, der Wikipedia- Artikel von Magda Quandt ausreichen würde, man muss ihn erstmal finden. Und dieses Werk ist viel emotionaler. 5 Sterne für ein Buch der Longlist, die im letzten Jahr viele gute Bücher hatte. Ich hoffe, dass ich die drei von mir noch nicht gelesenen Bücher der Shortlist genauso gut finde. Zitate: Haben Sie schon Charlotte gesehen? […] In ihrem Dekolleté könnte man Fledermäuse verstecken! (76) Die Weimarer Republik mit ihren kleinteiligen Parteien und Anliegen hatte sich nicht bewährt in dieser Zeit, in der eine Wirtschaftskrise auf die nächste folgte und die Menschen sich am Abend ins Bett legten, das schon verpfändet war, ehe sie wieder aufwachten. Weimar war etwas Gutes, solange die Suppenküche nur die drei, vier Verlorenen des Viertels bediente, die die Köchin beim Vornamen kannte, und nicht die Massen, die straßauf, straßab anstanden, Großfamilien, Kleinfamilien, einsame Alte, zuversichtliche Junge, die jeden Morgen auf die Straße traten, dass es auch wieder besser werden würde. (146)

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    02.10.2024

    eBook (ePUB)

    Wer war Magda Göbbels?

    Als Hellmut als neuer Schüler in die Klasse kam, wird zunächst der Tod seiner Mutter bekanntgegeben. Hans ist ein Klassenkamerad und weiß nicht, wie er seine Anteilnahme an diesem Verlust ausdrücken soll. Der Vater Hellmuts blieb nicht lange alleine. Er heiratete ein sehr junge Frau. Sie war ausgesprochen hübsch und noch nicht einmal 7 Jahre älter als Hellmut. Der Ich-Erzähler Hans ist sein guter Freund und lebt mit seinem kriegsversehrtem Vater sowie der Hausfrau und Mutter zusammen. Die junge Stiefmutter von Hellmut gefällt nicht nur ihm. Auch Hans mag sie sehr und es dauert nicht lange, bis die beiden sich ineinander verlieben. Magda, so heißt die junge Frau, fühlt sich von ihrem Ehemann vernachlässigt und Hans will seine Zuneigung zu Männern verbergen. Beide haben also einen triftigen Grund für ihre Beziehung. Dass Reichskanzlerplatz es bis auf die Longlist des #dbp24 schaffte, ist nachvollziehbar. Es gibt zwar etliche Bücher zum Thema, aber nur wenige, die wirklich gut sind. Magda Göbbels war eine Frau, die es an der Seite ihres Ehemanns zu blamabler Berühmtheit brachte. War sie tatsächlich so naiv und wusste nicht, wie Joseph tickte? Welche Macht er hatte? Für mich nicht zu glauben, dass sie ein ahnungsloses Frauchen war. Der Klappentext zeigt nicht wirklich das, was in dem Buch geschrieben steht. Es sind zwar einige Kapitel der Frau des Propagandaministers gewidmet. Viel mehr gibt es allerdings über Hans zu lesen. Der junge Mann hatte Einblick in die Familie des Herrn Göbbels. Gleichzeitig beschreibt er sein Leben im Schatten der NSDAP. Für mich ein Buch, das ich ausdrücklich empfehle.

  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesetip

    Das Buch hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Es ist keine Biographie über Magda Goebbels, sondern ein Roman, der zeigt, wie Menschen sich unter dem Druck der Gesellschaft verändern und anpassen: Magda, in dem sie glühende Hitler-Anhängerin wird; Hans, der etwas ziellos durch sein Leben mäandert, weil er nicht offen zu seiner Homosexualität stehen kann, damals völlig unmöglich. Die Weimarer Republik und das 3. Reich sind dabei eigentlich eine Art von Kulisse. Eine Kulisse, die nur zu leicht wieder Realität werden kann, und so ist der Roman auch eine Geschichte über das unterschiedliche Verhalten, das Menschen an den Tag legen werden, sollte es je wieder zum Äußersten kommen. Dabei war mir die Frage immer im Kopf: Wie hätte ich mich verhalten, wie würde/werde ich mich verhalten? Der Stil ist relativ distanziert, was sicher auch der Stimmung vor ca. 100 Jahren entspricht. Mir hat die Sachlichkeit sehr gut gefallen. Lesetip von mir!

  • SiWel

    aus Mönchengladbach

    5/5

    12.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Name Magda Goebbels und…

    Der Name Magda Goebbels und der Reichskanzlerplatz waren mir noch Begriffe aus den Erzählungen von meinen Großeltern, deswegen fiel mir das Buch sofort ins Auge. Es ist ein Roman von Nora Bossong, erschienen im Suhrkamp Verlag. Der lose Buchumschlag dazu wirkt schrill, bunt, kalt und auch explosiv. Der Roman zeichnet das intensive Porträt der Frau, die Magda Goebbels wurde, die Vorzeigemutter und First Lady des Dritten Reichs. Vieles davon, was Nora Bossong hier recherchiert hat, kenne ich noch aus den Erzählungen meiner Großeltern bzw. Eltern. Ich begegne hier Charakteren, denen ich heute so nicht mehr begegnen möchte, die in der Vergangenheit aber bekannte Größen waren. Nora Bossong hat einen mitreißenden Schreibstil, hier wurde gekonnt historisches mit fiktiven Geschehnissen in Szenen gesetzt. Ich bin mit über den Kurfürstendamm flaniert, habe an Festessen teil genommen, Walzer getanzt, habe aber zusätzlich noch viel über die damalige Zeit erfahren können. Die Charaktere Magda und Hans sind sehr lebendig gezeichnet. Auch die Ortschaften hat man stets vor Augen. Es macht total Spaß den Roman zu lesen und durch die Zeit von 1919 - 1944 zu reisen. Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.

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Bewertungen (22)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia Stärk

    Claudia Stärk

    Orell Füssli Bahnhof Zürich Stadelhofen

    Buchhändler*in

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    4/5

    21.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr differenziertes Buch...

    Ein sehr differenziertes Buch über eine schwierige Zeit. Mit viel Interesse habe ich die Menschen wahrgenommen, welche versuchen, sich den politischen Herausforderungen zu stellen und ihren Weg zu gehen. Sehr dankbar, nicht an ihrer Stelle zu sein mein Kompliment an die Autorin.

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