Produktbild: Prekäre Liberalisierung
Band 83

Prekäre Liberalisierung Sexuelle Arbeit von Frauen in der Schweiz (1950–1990)

Fr. 68.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.11.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

374

Maße (L/B/H)

23/15/2.4 cm

Gewicht

536 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-52140-4

Beschreibung

Rezension

»Die Arbeit verdeutlicht: Moral, Werte, Stigma sind gesellschaftliche Normen, die das Feld der Prostitution durchziehen. Und auch wenn sich Gesetze liberalisieren, bleiben Normen bestehen. Das Feld der sexuellen Arbeit ist durchzogen von unterschiedlichen Zuschreibungen, Hierarchien, Körper- und Geschlechterbildern – und es ist politisch aufgeladen. [...] Mit ›Prekäre Liberalisierung‹ hat Sarah Baumann diese Dynamiken anschaulich und fundiert auch für die Schweiz aufgezeigt.« Mareen Heying, H-Soz-Kult, 04.05.2026

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.11.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

374

Maße (L/B/H)

23/15/2.4 cm

Gewicht

536 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-52140-4

Herstelleradresse

Campus Verlag GmbH
Werderstraße 10
69469 Weinheim
DE

Email: vertrieb@campus.de

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  • Produktbild: Prekäre Liberalisierung
  • Einleitung ...........................................................9 1. Ökonomien der sexuellen Liberalisierung. Neue Perspektiven für die historische Erforschung von sexueller Arbeit .....................12 2. Sexuelle Arbeit, Sexarbeit, Prostitution. Definitionen und Begriffsbestimmungen ........................................21 3. Im Spannungsfeld von Geschlecht, Sexualität und Arbeit. Theoretische Zugriffe ..........................................28 4. Forschungsfragen und Untersuchungsebenen ....................38 5. Quellen und Aufbau der Arbeit ..................................46 I. Erlaubt und doch verboten. Staatliche Regulierungspraktiken ........55 1. Sexarbeit und Frauenarbeit. Soziale und ökonomische Rahmung ..56 Registrierte Sexarbeiterinnen. Umrisse eines sozialen Profils ......57 Eine Frage des Lohns. Zur ökonomischen Wertschätzung von Frauenarbeit ..................................................61 2. Im Rechtskorsett. Sexarbeit im Strafrecht .......................66 Die »gewerbsmäßige Unzucht«. Rechtsnormen zum Schutz der Sittlichkeit ....................................................67 Von der Sittlichkeit zur sexuellen Selbstbestimmung. Das Sexualstrafrecht im Wandel ....................................70 3. Polizeiposten, Arztpraxis, Erziehungsanstalt. Im Netz der Behörden .....................................................71 Die »Dirnenkartei«. Der offizielle Lebenslauf einer »Prostituierten« 72 Die »Dirnenhaft«. Vom Straßenstrich in die Arztpraxis ...........79 »Liederlich« und »arbeitsscheu«. Der Devianzdiskurs im Wirtschaftsboom ..............................................81II. Toleranz in Grenzen. Anordnungen im urbanen Raum ...............89 1. Der Straßenstrich im Fadenkreuz. Antworten auf eine moralische Panik .........................................................93 Sexualität, Konsum und die Sehnsucht nach »Normalität«. Geschlechter- und Sexualitätspolitik in der Nachkriegszeit ........94 Zwingli wendet sich ab. Das Zürcher Bellevue als Sündenbabel .....99 Langsamer Gang und auffällige Blicke. Sexualisierung und Disziplinierung von Frauen in der Öffentlichkeit .................105 2. Quietschende Reifen. Nachtleben und Nachtruhe im Wohnquartier 111 Von der Moral zum Lärm. Diskursverschiebung im Kontext der Motorisierung ................................................112 Das »Freier-Register«. Konsumenten im Fokus der Behörden ......114 Nachbarschaft in Aufruhr. Quartiervereine mobilisieren sich ......117 3. Sperr- und Toleranzzonen. Städtische Praktiken der Ein- und Ausgrenzung ..................................................123 Sperrzonenverordnungen. Regimeverlagerung vom Strafrecht auf die Städte .....................................................123 Niederlage in Zürich, Sieg in Genf. Sexarbeiterinnen ziehen vor Gericht .......................................................128 4. Domestizierung und Diversifizierung. Zur Verhäuslichung der Sexarbeit .....................................................132 »Dirnenwohnheime« und »Eroscenter«. Die Aufhebung des Bordellverbots ................................................133 »Massagesalons«, »Zupfstuben« und »Folterkeller«. Der Aufschwung der Salonprostitution ..........................................140 III. Mitverdienende. Sexarbeit als sozioökonomisches Beziehungsgeflecht 149 1. Tumult der Männlichkeit. Arbeitende Frauen und Männer, die von ihnen profitieren ..............................................152 Von »echten« und »genommenen« Zuhältern. Kriminologische Typenbildung .................................................154 Cadillac und Ledermantel. Maskeraden der Männlichkeit .........159 Das Unzuchtsgeld in der Haushaltskasse. Sexuelle Arbeit als Familienökonomie ............................................165 2. Ambivalente Freiwilligkeit. Die Handlungs(ohn)macht der Sexarbeiterinnen ..............................................173 Große Versprechen. Liebe und Abhängigkeit .....................173 Brutale Begleiter. Gewalt und Selbstermächtigung ................1753. Vermitteln und Vermieten. Kuppelei als Gewerbe .................180 Sex auf Bestellung. Der Aufschwung der »Rufmädchen« ...........182 Ökonomien des Notbehelfs. Das Sexgewerbe als Rente ............189 »Kapitalisten der Unzucht«. Hausbesitzer und Salonbetreiber .....195 IV. Politisieren, skandalisieren, entmystifizieren. Perspektiven von Frauen auf käuflichen Sex ................................................205 1. Unterdrückung und Befreiung. Sexualität und Arbeit in der Frühphase der neuen Frauenbewegung ..........................207 Neue Freiheiten und alte Zwänge. Die »sexuelle Revolution« als Ansporn und Lüge .............................................209 Nonkonforme Realität. Figurationen des käuflichen Sex in der Ausstellung »Frauen sehen Frauen« .............................212 2. Bürgerinnenrechte, Hausarbeit, Zwang. Diskursive Erweiterung und Verengung ................................................221 Frauen wie andere auch. Die Mobilisierung der internationalen Prostituiertenbewegung .......................................222 Bezahlte Hausarbeit oder Sklaverei. Die Anfänge einer Aporie .....231 Kein Brennpunkt der Frauenfrage. Feministische Debatten um Sexarbeit in der Schweiz .......................................240 3. Abseits der Politisierung. Das alltägliche Arbeiten ................245 (Aus-)Wege in die Sexarbeit. Geld und Unabhängigkeit ............248 Der soziale Bann. Angst, Stigma und Risiken .....................251 Inszenieren, fürsorgen, befriedigen. Praktiken der Sexarbeit ......255 V. Spannungsreiche Solidarität. Die ersten Fachberatungsstellen für Prostitution, Frauenhandel und Frauenmigration ...................269 1. Die Pionierinnen. Der Verein Aspasie ............................271 Eine antike Kurtisane in Genf. Entstehungsgeschichte ............272 Zwei verschiedene Welten. Spannungs- und Konfliktlinien ........282 2. Ein Leumundszeugnis für Sexarbeiterinnen. Der Kampf um Gleichbehandlung .............................................289 Das »Certificat de bonne vie et moeurs«. Eine sozialpolitische Sackgasse .....................................................290 Rechtsgleichheit oder Reintegration? Die Petition von Aspasie .....293 Die soziale Fixierung »der Prostituierten«. Die politischen Behörden nehmen Stellung ..............................................297 3. Der entwicklungspolitische Blick. Das Zürcher Fraueninformationszentrum (FIZ) .................................304Der Fall »Mimi«. Die Gründung des Dritte-Welt-Frauen- Informationszentrums ...........................................309 Irritation der Freiwilligkeit. Der Diskurs um »Frauenhandel« ......314 Der politische Unwille. Sexarbeitspolitik als Migrationspolitik .....322 Schlussbetrachtungen ................................................331 Literatur .............................................................347 Ungedruckte Quellen .............................................347 Archivbestände ................................................347 Audiovisuelle Quellen ..........................................349 Interviews ....................................................350 Gedruckte Quellen ...............................................350 Zeitschriften ..................................................350 Zeitungen ....................................................351 Amtliche Publikationen ........................................352 Zeitgenössische Literatur ......................................353 Sekundärliteratur ................................................354 Wörterbücher .................................................354 Monografien, Artikel ...........................................355 Abbildungsnachweise .................................................367 Abkürzungen ........................................................369 Dank ................................................................371