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  • Produktbild: Der brennende Garten
  • Produktbild: Der brennende Garten

Der brennende Garten Roman | Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2026

119

Fr. 36.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

24732

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21.4/15/3.7 cm

Gewicht

641 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Brotherless Night

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50278-7

Beschreibung

Rezension

»›Der brennende Garten‹ fächert komplexe Loyalitäts- und Wertekonflikte auf und macht die Verwüstungen, die Krieg im Zwischenmenschlichen verursacht, spürbar.«
Michael Huber, Kurier, 07. Januar 2026

Produktdetails

Verkaufsrang

24732

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21.4/15/3.7 cm

Gewicht

641 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Brotherless Night

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50278-7

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Turbulenzen.und.so

    aus Berlin

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Junge Ärztin in den Worten des Bürgerkrieges

    >>"Du warst mein Bruder, bevor du ein wurdest.", sagte ich.<< Sri Lanka war für mich bisher hauptsächlich ein Ziel für Urlaub oder ayurvedische Kuren. Irgendwo in meinem Hinterkopf hatte ich von einem Bürgerkrieg und der tamilischen Minderheit gehört, aber mich nie näher damit befasst. Umso bedrückender für mich zu erfahren, dass dieser Krieg erst 2009 beendet wurde. Habe ich meine Augen so sehr verschlossen? 'Der brennende Garten' hat meine Augen geöffnet und mir einen Teil der Geschichte näher gebracht, der mir so in seiner Gänze nicht bewusst war. Es ist ein fiktiver Roman, der Fakten einfließen lässt und damit zu einem sehr eindrücklichen Leseerlebnis werden lässt. Es ist die Geschichte Sashikalas, genannt Sashi. Sie berichtet aus ihrer Perspektive und mit Hilfe ihrer Familie, was sich in den 80er Jahren in Sri Lanka, speziell in Jaffna im Norden Sri Lankas abspielt. Die Geschichte setzt zum Ende von Sashis Schulzeit ein..Wir erfahren von ihrem Wunsch Ärztin zu werden, einem Wunsch, dem sie konsequent aber doch mit einigen Hürden nachgeht. Sie lebt mit ihrer Familie in Jaffna und gehört den Tamilen an. Sie hat vier Brüder, denen sie sich eng verbunden fühlt. Außerdem ist da K, ein Freund aus der Nachbarschaft, zu dem Sashi mehr als freundschaftliche Gefühle hegt und ich als Lesenden hoffe allen politischen Umstürzen zum Trotz, lange auf mehr. Dann gründen sich die Tamil Tigers. Eine Bewegung, die einen eigenen tamilischen Staat fordert. Sashi gerät in die politischen Mühlen und sieht sich vielen Herausforderungen gegenüber. Sie ist zerrissen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und familiären Verbindungen. Ich möchte hier inhaltlich nicht mehr vorwegnehmen, aber dieses Buch fordert auch mich. Es ist vollgepackt mit Wissen aber auch mit dramatischen Wendungen, die mich tief erschüttern. Es ist kein leichtes Lese-Erlebnis, aber ein um so mehr bereicherndes. Ich bin tief in die Geschichte der Tamilen eingetaucht und mochte sehr, dass hier nicht nur schwarz und weiß gemalt wird. Nicht zuletzt dank der Protagonistin Sashikala, die ich manches Mal nicht verstanden, aber oft bewundert habe, für die Wege, die sie einschlägt und deren Schicksal und das ihrer Familie und ihrer Wegbegleiter:innen mir oft die Tränen in die Augen treibt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tolle Geschichtsstunde

    V. V. Ganeshananthan: Der brennende Garten Dieser Roman erzählt die Geschichte von der jungen Tamilin Sashi, die in den 80ger Jahren des 20. Jahrhunderts in Sri Lanka aufwächst und so gemeinsam mit ihrer Familie mitten in den sehr langen Bürgerkrieg des Landes gerät. Das Buch macht sehr deutlich was dieser Krieg für die Tamilen bedeutete und wie sehr er ganze Familien zerriss und für viele Menschen die Zukunft zerstörte oder sogar den Tod brachte. Sehr bewegend schildert die Autorin auch den Konflikt zwischen berechtigten Widerstand gegen eine ungerechte Regierung und der Radikalisierung und Verrohung der Widerstandskämpfer, die für die eigene Bevölkung und sogar die eigenen Familien bald genauso gefährlich sind wie die Gegenseite. Sashi versucht lange Zeit sich aus dem Konflikt herauszuhalten und trotzdem den Menschen ungeachtet ihrer Herkunft zu helfen, doch dies ist nur im begrenzten Maße möglich. Ein packender und sehr berührender Roman über einen Konflikt, der mir vorher sehr wenig sagte. Große Leseempfehlung!

  • seitenmusik

    5/5

    10.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblick in die Geschichte Sri Lankas anhand einer tamilischen Familie erzählt

    „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan (aus dem Englischen übersetzt von Sophie Zeitz, erschienen beim Verlag Tropen) ist ein Roman, an dem die Autorin 18 Jahre (!) gearbeitet hat. Gut Ding braucht Weile und in diesem Fall hat sich diese Geduld definitiv ausgezahlt. Erzählt wird die Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die im Bürgerkrieg Sri Lankas erwachsen wird, während ihr Umfeld zerbricht. Zwischen Jaffna und New York, zwischen Medizin, Widerstand und Verlust sucht sie nach einem Weg, Mensch zu bleiben. Meine Meinung Ich bin ohne große Erwartungen in dieses Buch gegangen und wollte es zunächst auch gar nicht lesen. Erst die sympathische Vorstellung der Autorin auf der Buch Wien und der sanfte Schubs einer Bookstagram-Freundin haben mich schließlich überzeugt. Zum Glück. Denn Ganeshananthan schreibt mit einer Klarheit, die nicht vereinfacht, sondern Komplexität aushält. Meiner Meinung nach etwas, das man nicht in vielen Büchern findet. Besonders deutlich wird das an der Art, wie sie Begriffe wie „Terrorist“ hinterfragt: „Das Wort Terrorist ist zu einfach für die Geschichte, die wir erlebt haben“ (S. 13). Der Roman zwingt uns damit, genauer hinzusehen auf das vermeintlich Klare: auf Ideologien, auf Schuld und auf die Grauzonen dazwischen. Auf den ersten Blick nicht explizit feministisch, spielen Frauen dennoch eine entscheidende Rolle im Roman. Mütter, Aktivistinnen, Professorinnen, deren Solidarität eine eigene Kraft entfaltet: „Jetzt erkannte ich, dass meine Mutter eine Wildheit besaß … eine Kraft, die von den Frauen um uns herum exponentiell vervielfacht wurde“ (S. 162). Feminismus wird hier nicht theoretisch, sondern existenziell verhandelt: Wer darf sprechen? Wer widerspricht? Und was kostet das? Neben all dem findet auch die Liebe ihren Platz, wenn auch leise, zart und tragisch: „Alles war vollkommen, und alles war unerträglich, weil es enden würde“ (S. 303). Und immer wieder kehrt der Roman zu der zentralen Frage zurück, welche Bedeutung Geschichte(n) und die Berichterstattung über Gräueltaten selbst haben können. In diesem Fall auch als Überlebenstechnik, als Halt wie an diesem Zitat deutlich wird: „Die Worte nahmen den Nächten das Grauen“ (S. 261). Fazit "Der brennende Garten" ist kein leichtes Buch, aber ein notwendiges. Ein Roman über Krieg, der sich weigert, Menschen auf Rollen zu reduzieren. Für alle, die literarische Tiefe, politische Komplexität und emotionale Wahrhaftigkeit suchen. Von mir gibts eine klare Leseempfehlung.

  • SimoneF

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvoll und bewegend

    V.V. Ganeshananthan schreibt in „Der brennende Garten“ über den jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Sri Lanka. Aus der Sicht von Sashi, einer jungen Frau einer privilegierten Kaste, erlebt man als Leser:in die 1980er Jahre in Jaffna. Sashi ist zu Beginn 16 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und drei älteren sowie einem jüngeren Bruder. Die Familie ist wohlhabend, gebildet und eher progressiv, das Familienleben ist harmonisch. Die Kinder bereiten sich auf die Universität vor, schätzen Musik und Literatur und möchten Ärzte bzw. Ärztin oder Ingenieur werden. Als der Bürgerkrieg ausbricht, verändert das Sashis Leben radikal, und sie ist plötzlich mitten im Geschehen. Zwei ihrer Brüder schließen sich der LTTE an, und der Nachbarsjunge, in den Sashi verliebt ist, nimmt eine ranghohe Stellung bei den Tamil Tigers ein. Auch wenn Sashi Gewalt verabscheut und mit vielem bei den Tamil Tigers nicht einverstanden ist, findet sie sich doch immer wieder zwischen den Fronten wider. Eindrucksvoll schildert Ganeshananthan, wie aus normalen jungen Menschen Mitglieder einer Terrormiliz werden. Die wechselseitigen Kriegsverbrechen von Singhalesen, verschiedenen tamilischen Rebellengruppen, den Regierungstruppen Sri Lankas und den indischen Friedenstruppen vertiefen die Gräben und verschärfen das Leid der Zivilbevölkerung. Junge Männer werden von den Rebellen zwangsrekrutiert, wahllose Hinrichtungen sind an der Tagesordnung und Frauen sind sexueller Gewalt ausgesetzt. Die Autorin erzählt eindringlich und berührend aus der Ich-Perspektive, wobei sie immer wieder den Leser bzw. die Leserin mit „Ich will, dass Du verstehst (…)“ bzw. „Du musst verstehen (…)“ direkt anspricht. Auch wenn ich grundsätzlich nachvollziehen kann, warum sie dies tut, wirkt es aufgrund der Häufigkeit aufgesetzt und von oben herab. Das hat mich beim Lesen leider etwas gestört. Da immer wieder tamilische Begriffe fallen, wäre ein Glossar wünschenswert gewesen. Auch ein einordnendes Nachwort, bei dem die Autorin darauf eingeht, welche Figuren oder Ereignisse real sind oder fiktiv, hätte ich sehr hilfreich gefunden. Ganeshananthan erwähnt im Nachwort, dass sie ein kompliziertes Verhältnis zu Erklärungen hat. Das ist schade, denn sie hätte zB klarer darstellen können, dass Rajani Thiranagama als reales Vorbild für die Figur Anjali Premachandran diente. Ungeachtet dieser kleinen Kritikpunkte ist „Der brennende Garten“ ein sehr lesenswertes und bewegendes Buch, das einen jahrzehntelangen Konflikt, der hier im Westen eher am Rande wahrgenommen wurde, in den Mittelpunkt rückt.

  • Niko

    aus Austria

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der brennende Garten

    Der Roman „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan wurde 2024 mit dem Women's Prize for Fiction und dem Carol Shields Prize geehrt. „Der brennende Garten“ erzählt die bewegende Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die in den 1980er Jahren in Jaffna, Sri Lanka, lebt und davon träumt, Ärztin zu werden. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka bricht aus und reißt ihre Familie auseinander, zwei ihrer Brüder und ihr Jugendfreund schließen sich den Tamil Tigers an. Sashi kämpft auf ihre eigene Weise für Gerechtigkeit und muss schließlich ins Exil nach New York. V. V. Ganeshananthan schreibt mit einer ruhigen Stimme und mit viel Tiefgang. Man lernt aus dem Buch sehr viel über die Geschichte Sri Lankas, aber gleichzeitig vergießt V. V. Ganeshananthan nicht die Geschichte mit viel Empathie zu erzählen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sashi erzählt, was dem Roman eine besondere Intimität und emotionale Tiefe verleiht. Das Buch behandelt viele ernsten Themen. Es wird thematisiert, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie sie in politische Bewegungen geraten und was das für ihre Angehörigen bedeutet. Es wird sehr gut beleuchtet und was Migration bedeutet, wie das Leben zwischen zwei Welten möglich ist. „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan ist ein meisterhaftes Werk, das keine leichte Lektüre ist. Der Roman ist bewegend, literarisch stark und von großer gesellschaftlicher Relevanz.

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    Tori

    Orell Füssli Winterthur

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    4/5

    30.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch für Geschichtsnarren und Selbstkritiker

    Der brennende Garten ist eine Empfehlung von mir an alle, die Geschichtsinteressiert sind oder gerne etwas lernen, was ihnen noch nicht bekannt war. Für diesen Roman sollte man Geduld und Taschentücher mittbringen. Im Gegenzug erhält man einen spannenden Roman bei welchen es um mehr geht, als "nur" den Krieg geht. Zum Beispiel fordert es einen heraus die eigene Perspektive auf Moral zu hinterfragen oder aber auch wie man mit gewissen Situationen umgeht und ob diese Umgehens Art korrekt ist. Dieses Buch hat mir ausserdem einen sehr guten Einblick in den Bürgerkrieg von Sri-Lanka gegeben, welcher ich sonst nie gekriegt hätte. Zudem gefällt mir der Schreibstiel der Autorin sehr, da er einem Memoir ähnelt. Jedoch fand ich die Zeitsprünge und Perspektivenwechsel manchmal verwirrend. Zu letzt finde ich, dass der Autorin der Spagat zwischen historischem Aspekt und persönlicher Geschichte der Hauptfigur Sashi sehr gut gelungen ist.

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