Die Kommune der Faschisten Gabriele D'Annunzio und die Republik von Fiume
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Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.04.2025
Verlag
Dittrich VerlagSeitenzahl
400 (Printausgabe)
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783910732551
Dies ist eine aberwitzige, eine absurde Geschichte. Die Geburtsstunde des Faschismus vor 100 Jahren.
Im September 1919 besetzen 2.500 Freischärler unter der Führung des Exzentrikers, Dichters und Kriegshelden Gabriele D'Annunzio eine kleine, kroatische Küstenstadt und errichten dort auf den Trümmern des Habsburgerreichs die Republik von Fiume. Hier führen sie ein bizarres Spektakel antagonistischer Elemente auf: Militärparaden, Fackelzüge und Kriegsverherrlichung, vereint mit einem nicht abreissenden Happening von freier Liebe, Drogen und FKK. Es ist die Geschichte der Marionettenrepublik von Fiume, die von September 1919 bis Dezember 1920 ein bizarres, aus der Zeit gefallenes Fest feiert.
Diese Republik von Fiume bildet den Auftakt zu einem Jahrhundert der Gewalt. Sie wird zum ästhetischen Laboratorium des Faschismus und zu einem frühen Ort der »counter culture« von 1968.
In seinem historischen Essay beschreibt Kersten Knipp, wie sich all diese widersprüchlichen Aspekte zu einem gefährlichen, massenpsychotischen Populismus verbinden, und zeigt auf, wie sich an dieser erstaunlichen Episode der Beginn der Wege und Irrwege des 20. Jahrhunderts abzeichnet.
Im September 1919 besetzen 2.500 Freischärler unter der Führung des Exzentrikers, Dichters und Kriegshelden Gabriele D'Annunzio eine kleine, kroatische Küstenstadt und errichten dort auf den Trümmern des Habsburgerreichs die Republik von Fiume. Hier führen sie ein bizarres Spektakel antagonistischer Elemente auf: Militärparaden, Fackelzüge und Kriegsverherrlichung, vereint mit einem nicht abreissenden Happening von freier Liebe, Drogen und FKK. Es ist die Geschichte der Marionettenrepublik von Fiume, die von September 1919 bis Dezember 1920 ein bizarres, aus der Zeit gefallenes Fest feiert.
Diese Republik von Fiume bildet den Auftakt zu einem Jahrhundert der Gewalt. Sie wird zum ästhetischen Laboratorium des Faschismus und zu einem frühen Ort der »counter culture« von 1968.
In seinem historischen Essay beschreibt Kersten Knipp, wie sich all diese widersprüchlichen Aspekte zu einem gefährlichen, massenpsychotischen Populismus verbinden, und zeigt auf, wie sich an dieser erstaunlichen Episode der Beginn der Wege und Irrwege des 20. Jahrhunderts abzeichnet.
Kundinnen und Kunden meinen
Sehr emotional und lehrreich
Bewertung am 29.06.2025
Bewertungsnummer: 2526786
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mein Fazit:
Wer war Gabriele D'Annunzio und was führte er im Schilde? Er war ein italienischer Schriftsteller des Fin de Siècle und Kriegsheld...Er gilt als eine Leitfigur des italienischen Faschismus und als einer der Mentoren Benito Mussolinis. Die Geschichte von Fiume, dem heutigen Rijeka, einer" Marionettenrepublik" in dem Gabriele D'Annunzio seinen ersten Staat gründete, in dem es um bizarre Ereignisse ging. Die ersten faschistischen Anfänge, Erprobung der freien Liebe, Drogen … und Gewaltexzessen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, sehr modern gehalten, seine Sprache ist leicht verständlich und das Bild, das er dem Leser von G.D' Annunzio aufzeigt, ist sehr beeindruckend. Leider kommt in diesem Buch das Geschichtliche etwas zu kurz, ist aber nicht tragisch. Von der Kommune der Faschisten habe ich vorher noch nichts gehört, obwohl ich auch schon einige Male in Rijeka war …
Die Geschichte von Fiume ist exzellent recherchiert, mit ungewöhnlichen Anekdoten untermalt und sehr lehrreich. Wer sich für die Anfänge des italienischen Faschismus interessiert, für den ist dieses Buch bestimmt eine Herausforderung.