The Sound of Rebellion. Zur politischen Ästhetik des Jazz Das Standardwerk über Rassismus und Jazz von den Anfängen bis heute
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Verkaufsrang
60216
Erscheinungsdatum
16.07.2025
Verlag
Reclam VerlagSeitenzahl
752 (Printausgabe)
Dateigröße
15500 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783159624860
»Es ist ein Fehler zu glauben, dass nur Schwarze über Black Music schreiben können. Der Diskurs zu diesen Fragen sollte so vielfältig wie möglich sein.«
Archie Shepp
Der Musikjournalist Peter Kemper geht in seinem umfassenden Werk davon aus, dass Jazz schon immer in die Auseinandersetzung um Rassismus und soziale Ausgrenzung verstrickt war. Und schreibt ein Jazzbuch, wie es noch keines gab: Erstmals wird die Emanzipationsgeschichte der Afroamerikaner in den letzten hundert Jahren anhand der Geschichte des Jazz nachgezeichnet.
Archie Shepp
Der Musikjournalist Peter Kemper geht in seinem umfassenden Werk davon aus, dass Jazz schon immer in die Auseinandersetzung um Rassismus und soziale Ausgrenzung verstrickt war. Und schreibt ein Jazzbuch, wie es noch keines gab: Erstmals wird die Emanzipationsgeschichte der Afroamerikaner in den letzten hundert Jahren anhand der Geschichte des Jazz nachgezeichnet.
Kundinnen und Kunden meinen
Wenn ein Buch swingt wie eine Jam-Session
Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 25.09.2025
Bewertungsnummer: 2606834
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kaum schlägt man dieses Buch auf, klingt es schon, als hätte jemand den Verstärker direkt ins Hirn gestöpselt. Kein seichtes Gedudel, kein „easy listening“ für Sonntagmorgen – hier rummst es, hier zischt es, hier rebelliert der Jazz. Peter Kemper nimmt einen mit auf eine Tour durch hundert Jahre Musikgeschichte, die eigentlich gar nicht nur Musikgeschichte ist, sondern pure Zeitgeschichte mit Trompete, Saxophon und einem Haufen Energie. Wer dachte, Jazz sei bloß eine schräge Begleitung zum Rotwein-Schwenken, der sollte sich anschnallen.
Kemper schreibt, als säße er mitten in einer verrauchten Kellerbar, während Archie Shepp mit dem Saxophon die Wände zum Wackeln bringt. Leidenschaft tropft aus jeder Seite, man spürt förmlich, wie eng Jazz mit der Geschichte der Afroamerikaner verwoben ist – mit all ihrem Schmerz, Widerstand und der ewigen Suche nach Freiheit. Und ja, manchmal ist das Buch so intensiv, dass man es fast wie eine Jam-Session lesen muss: mal langsam, mal voller Speed, immer mit der Gefahr, den Faden zu verlieren, nur um dann an einer ganz anderen Stelle wieder mitten reinzuschlittern.
Die vielen Abbildungen und Fotos sind nicht nur Beiwerk, sondern wirken wie kleine visuelle Bassläufe, die den Text aufpeppen. Ein „Jazzbuch, wie es noch keines gab“? Könnte man sagen. Ich sage: Es ist ein Manifest, das aufzeigt, warum Jazz nie einfach nur Musik war, sondern immer auch ein Aufschrei, eine Geste, ein rebellischer Beat gegen Ungerechtigkeit.
Am Ende klappt man das Buch zu und hat das Gefühl, gerade selbst auf einer Bühne gestanden zu haben – verschwitzt, euphorisiert, mit wummerndem Herzen. Und denkt sich: Verdammt, das war keine Lektüre, das war ein Solo. Standing Ovations von meiner Seite.