Rainer Maria Rilke: Die Sonette an Orpheus. Vollständige Neuausgabe Geschrieben als ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
27.05.2025
Verlag
Liwi Literatur- Und WissenschaftsverlagSeitenzahl
72
Maße (L/B/H)
22.6/16/1.1 cm
Gewicht
276 g
Farbe
Weiß / Grau
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-96542-980-2
Die Sonette an Orpheus, verfasst im Februar 1922, gehören zu den letzten vollendeten Dichtungen Rainer Maria Rilkes. In weniger als drei Wochen schrieb er den gesamten Zyklus in zwei Teilen nieder, inspiriert von der gleichzeitigen Fertigstellung der Duineser Elegien und dem Tod der jungen Wera Ouckama Knoop, der er das Werk im Untertitel als "Grab-Mal" widmete. Der Orpheus-Mythos dient Rilke weniger als erzählerischer Stoff denn als symbolischer Resonanzraum: Der Sänger wird zur Gestalt poetischer Selbstreflexion, zur Chiffre für das dichterische Prinzip an sich. Die Sonette sind formal an die klassische Struktur angelehnt (zwei Quartette, zwei Terzette), doch Rilke weicht wie in diesem Beispiel bewusst von der traditionellen Reim- und Metrikbindung ab: "Ein Gott vermags. Wie aber, sag mir, soll ein Mann ihm folgen durch die schmale Leier? Sein Sinn ist Zwiespalt. An der Kreuzung zweier Herzwege steht kein Tempel für Apoll. Gesang, wie du ihn lehrst, ist nicht Begehr, nicht Werbung um ein endlich noch Erreichtes ; Gesang ist Dasein. Für den Gott ein Leichtes. Wann aber sind wir? Und wann wendet er an unser Sein die Erde und die Sterne? Dies ists nicht, Jüngling, dass du liebst, wenn auch die Stimme dann den Mund dir aufstösst, - lerne vergessen, dass du aufsangst. Das verrinnt. In Wahrheit singen, ist ein andrer Hauch. Ein Hauch um nichts. Ein Wehn im Gott. Ein Wind." (Erster Teil, III. Sonett, S. 9 ) Erstmals erschienen 1923. Hier frisch aufgelegt als gebundene Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgrösse. Mit Lesebändchen. Rainer Maria Rilke. Die Sonette an Orpheus. Geschrieben als ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop. Erstdruck: Insel Verlag, Leipzig 1923. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Insel Verlag, Wiesbaden 1956. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2025. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
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