Der Titel von Leander Beils Debütband "captions" ist Programm, denn er befasst sich mit maschinell erzeugten Sprachdaten und dem surreal-parodistischen Moment, das dadurch auf Smartphone & Co. allgegenwärtig ist. Wenn Untertitel normalerweise einen Rahmen, eine Ergänzung zum Film darstellen, nehmen sie in den vorliegenden Gedichten die Hauptrolle ein. Dabei steht die Spontaneität von gesprochener Sprache, die Vielfalt des Situativen und dessen poetische Leichtigkeit im Zentrum, aber auch die Kritik an übermässigem Medienkonsum und die Hingabe an diesen Strom gleichermassen. Ein Trip durch die digitale Groteske - bis ins Intimste.
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