Aus transnationaler Perspektive wendet sich die von Jürgen Dick verfasste Biografie, die als zweiter Band der Schriftenreihe „Europa transnational“ erscheint, der Revolutionsgeschichte des 19. Jahrhunderts zu. In dem von ihm nachgezeichneten Lebensweg des badischen Revolutionärs und Berufsoffiziers Franz Sigel (1824–1902) verdichtet sich eines der zentralen grenzüberschreitendenden Charakteristika dieser Zeit, der gewaltsam ausgetragene Widerstreit zwischen dem Aufbruch demokratischer Kräfte und dem Beharrungsvermögen alter Eliten. Zum einen schloss Sigel sich aus demokratischer Überzeugung der Revolution der Jahre 1848/49 an. Zum anderen kämpfte er nach seinem erzwungenen Exil auf Seiten der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Wie sich durch diese transatlantischen Verflechtungen der Wandel von Franz Sigel vom 48er zum Forty-Eighter vollzogen hat, legt diese Biografie offen.
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