• Produktbild: Die kleinste größte Welt
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Die kleinste größte Welt Roman | Zwei Hebammen, ein kleines Mädchen und ein ostfriesisches Dorf im Strudel der Zeit. Über die großen Themen im Leben einer Frau. Sinnlich, nachdenklich, atmosphärisch

7

Fr. 36.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23891

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19.4/12.2/2.7 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28519-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Ein eindrucksvoller Roman über Kindheit, Heimat und den Wandel einer ganzen Generation.
Eine berührende und atmosphärische Zeitreise. ("Für Sie")
Ein stiller Roman über eine Kindheit, in der die "kleine Welt" plötzlich riesig wird. ("NDR Kultur, Neue Bücher")

Produktdetails

Verkaufsrang

23891

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19.4/12.2/2.7 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28519-3

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Schoko_und_Buch

    aus Friedberg

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise und sanft. Und voller Veränderung

    Ein kleines Dorf in Ostfriesland. Die Geschichte beginnt 1959 mit der Geburt von Greta, die durch die Hebamme Geeske auf die Welt begleitet wird. Fortan werden kleine Episoden aus Gretas Alltag erzählt, die viel Zeit bei den Großeltern verbringt. Die Mutter muss schnell wieder arbeiten. Die Oma ist liebevoll streng, der Opa einfach liebevoll. Gleichzeitig erleben wir Geeske im Austausch mit ihrer Hebammenfreundin Käthe. Der Fortschritt macht im Dorf nicht Halt. Die Technik zieht ein, die Frauen gehen zur Geburt eher in Kliniken, Hausgeburten werden seltener und damit auch weniger Dorfhebammen benötigt. Manchmal braucht es nicht viel und doch taucht man tief ein. So ging es mir bei diesem Buch. Es ist kein Roman mit einer großen Geschichte und emotionalen Spannungsbogen. Ganz leise wird aus dem Leben der beiden, Geeske und Greta, erzählt, alltägliches und doch auch Fragen der Gesellschaft. Es gibt einen Blick zurück, in eine Zeit, die ich nicht mehr kenne. Der erste Fernseher, die erste Wäscheschleuder, Mopeds und Autos. Durch Geeskes Augen können wir miterleben, wie sich die Welt verändert hat. Insbesondere auch, wie sich der Fortschritt auf die Geburt auswirkt. Wie ist es, wenn statt dem heimischen Umfeld in aller Ruhe, plötzlich sterile, weiße Wände in einem Kreißsaal auf die Gebärende warten, gleichzeitig weitere 5 Mütter nur durch Laken getrennt die Schmerzen der Geburt erleben. Oder wenn die erfahrene Zweitgebärende zwingend 9 Tage ans Bett „gefesselt“ wird, während das Kind allein im Säuglingszimmer liegt? Sicher hat sich seitdem wieder viel verändert. Aber zum einen prägt es eine ganze Generation und zum anderen war es für mich einfach interessant, auf diesem Weg in die Vergangenheit einzutauchen. Daher von meiner Seite aus eine Empfehlung, die durch die leise Erzählweise besticht.

  • Bewertung

    aus Oschersleben

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar

    Die Einblicke in ein kleines friesisches Dorf haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte beginnt in den 60iger Jahren und mit Hilfe der kleinen Greta erleben wir, wie auch hier der Fortschritt nach und nach Einzug hält. Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist detailreich und flüssig. Die Figuren sind interessant angelegt und auch die Geschichte selbst fesselt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    04.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam

    Katrin de Vries führt uns in ihrem Roman „Die kleinste größte Welt“ in das Leben zweier Hebammen in den sechziger Jahren in einem Dorf in Ostfriesland. 1959 wird Greta geboren, die Mutter ist noch jung. Die Dorfhebamme hilft ihr. Die Autorin erzähl gekonnt über diese Zeit und wie sich viel ändert. Greta wächst erst bei den Großeltern auf und später wechselt sie zwischen den Eltern und den Großeltern. Das ist toll gemacht. Die Hebammen Geeske aus dem Dorf und Käthe aus der Stadt haben sich bei ihrer Ausbildung kennen gelernt, jetzt sind sie über siebzig. Es ist interessant ihre Eindrücke in ihren Briefen und Dialogen mitzuerleben. Die Autorin schreibt mit Raffinesse und viel Einfühlung diese Geschichte. Da konnte sie mich mit ihrer Kunst überzeugen.

  • Bewertung

    4/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines feines Buch

    Wir erleben die ersten Jahre von Greta in ihrem Dorf. Von der Hebamme Geeske die mit 70 Jahren als Dorfhebamme noch immer arbeitet. Manchmal mit dem Leben hadert. Die altes Wissen anwendet, welches nach und nach verloren geht. Ihre Hebammenfreundin Käthe die aufhört in der Stad als Hebamme zu arbeiten, weil die Frauen alle in die Klinik gehen. Ihr Traum ist es damals nach einer Kreißsaal-Besichtigung mit ihrer Freundin, dass die Frauen in ein Geburtshaus gehen können. Wo es ruhiger, gemütlicher und heimliger ist. Ihr Traum wird sich erfüllen. Vom Arzt der stolz auf seine Wochnerinnenstation ist. Der Zweifel an der Pille hat und dennochahnt, dass es kein aufhalten gibt. Sein Bruder der der seinen Kühe besamen lässt und so die Arbeit mit den Bullen nicht mehr hat. Auch hier bewahrheiten sich seine Vermutung im Nachhinein, dass dies auch mal bei Menschen möglich sein wird. Auch wenn der Arzt selbst Zweifel hat. Greta die zu junge Eltern hat und bei ihren Großeltern die ersten Jahre aufwächst, bis die Eltern genügend für ein eigenes Zuhause haben. Ein liebenden Großvater der für Greta da ist. Anfangs erschien mir die Geschichte etwas zäh flüssig. Dochman hat sich an das kleine Dörfchen und ihre Menschen an der Nordsee hinein gelesen und fand sie liebenswert menschlich einfach. Humorvoll erfährt man Dinge die für uns heute Alltäglich normal sind. Ein bisschen Hintergrundgeschichte. Zum Schluss war ich traurig, dass das Buch schon zu Ende ist.

  • Buchbesprechung

    aus Bad Kissingen

    4/5

    26.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dorfleben im Wandel der Sechziger

    REZENSION – Eine liebevolle, zugleich wehmütige Zeitreise in die Vergangenheit eines kleinen ostfriesischen Dorfes an der Grenze zu den Niederlanden mit Schilderung des tiefgreifenden wirtschaftlichen und damit verbundenen sozialen Wandels ist „Die kleinste größte Welt“, der im Mai bei der dtv Verlagsgesellschaft veröffentlichte Debütroman von Katrin de Vries (67). Es ist die autofiktionale Kindheitsgeschichte der wie die Autorin im Jahr 1959 in einem solchen abgeschiedenen Dorf gleich hinter dem Deich geborenen Greta während der Umbrüche der 1960er-Jahre, erzählt von der alternden Hebamme des Ortes. Die kleine Greta wird nicht im Krankenhaus geboren, sondern wird – wie früher über Generationen auf dem Land üblich – im kleinen Landarbeiterhäuschen ihrer Großeltern, den Eltern der Mutter, von der Dorfhebamme entbunden. Das noch junge Elternpaar, Gretas Mutter ist gerade 17 Jahre alt, lebt noch getrennt jeweils bei den eigenen Eltern. Erst später bekommt das Paar eine enge Dachgeschosswohnung im Haus des Schwiegervaters, eines Malermeisters. In ihren ersten sechs Kindheitsjahren erlebt Greta ihre Welt mit kindlicher Neugier: Alltägliche Dinge, Menschen und Orte haben eine außergewöhnliche Bedeutung. Ihr kleines Dorf ist in den Augen des Mädchens die „größte Welt“. Gerade zu jener Zeit hält die Moderne schrittweise Einzug: Die Dorfstraßen werden geteert, die ersten Fernsehgeräte sind im Schaufenster des kleinen Ladens ausgestellt, die elektrische Wäscheschleuder soll das Leben der Hausfrauen erleichtern. Statt auf dem Fahrrad sieht man die ersten Männer auf einem Moped. Schon bald stehen auch die ersten Autos vor den Häusern. Lebte man als Dorfbewohner früher am Ende der Welt, ist dank der Busverbindung und der Autos die Stadt nähergerückt – und mit ihr auch der modernere Alltag. Alles wandelt sich, vor allem das Rollenbild der Frauen als Mutter und Hausfrau. Kinder werden zunehmend im Kreißsaal des städtischen Krankenhauses geboren. Nach der erfahrenen Dorfhebamme, die in Jahrzehnten ganze Familien zur Welt brachte, wird kaum noch verlangt. „Nicht wissenschaftlich, so nennt man das in der modernen Medizin“, hadert die Hebamme mit dieser Entwicklung. „Erfahrungswissen gilt nicht mehr viel in unseren Zeiten. Wir vergessen das Alte. Sind Gefangene eines dauernden Vorwärtshastens geworden.“ Im brieflichen Gedankenaustausch mit ihrer in der Stadt lebenden Berufskollegin und in der Beschreibung ihrer eigenen Beobachtungen im Dorf erleben wir diesen Übergang von der alten in die neue Zeit, der für viele Dorfbewohner Fortschritt und Erleichterung, aus Sicht der Dorfhebamme aber auch Verlust und Abschied bedeutet – Abschied von liebgewordenen Gewohnheiten, von überlieferten Traditionen und von einer langsam schwindenden Lebensweise des dörflichen Miteinanders. Diese Schilderungen, die sicher bei so manchem älteren Leser Erinnerungen an die eigene Jugend wecken, geben dem Roman seine emotional berührende Tiefe. Aus offensichtlich eigenem Erleben schafft es Katrin de Vries, den entschleunigten Alltag dieses ostfriesischen Dorfes in den Jahren des nachkriegsdeutschen Wirtschaftswunders genauestens zu beschreiben. Ihr Roman lebt nicht von großen Konflikten, sondern von seiner Atmosphäre, von Stimmungen und kleinen Beobachtungen. Mit ihrer bildhaften Sprache und ihren fein gezeichneten Figuren verdeutlicht die Autorin, dass selbst die kleinste Welt voll großer Geschichten stecken kann. Diese in vielen Details spürbare Authentizität in der Verbindung aus persönlicher Geschichte, regionaler Kultur und historischem Wandel macht diese wunderschöne Erzählung zu einer eindrucksvollen, zugleich besinnlichen Zeitreise. Wer ruhige, literarisch eindrucksvolle Familien- und Zeitgeschichten liebt, dem sei „Die kleinste größte Welt“ empfohlen.

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