Verkork(s)t. Verliebt. Verzaubert – Sommerträume am Bodensee
Nachdem Leonie ihren Mann Adrian in der gemeinsam geführten Berliner Bar beim Seitensprung erwischt hat, steht sie vor den Scherben ihrer Lebensplanung. Mitten in ihrem Herzschmerz erreicht sie die Nachricht, dass ihre verstorbene Grossmutter ihr ein kleines Weinlokal inklusive Weinberg vermacht hat. Kurz entschlossen reist Leonie nach Meersburg am Bodensee. An dem Ort ihrer Kindheit will sie die romantisch in die Jahre gekommene Erbschaft unter die Lupe nehmen. Auf einmal hat Leonie eher zu viele als zu wenige Möglichkeiten: Das Lokal könnte sie in eine moderne Bar verwandeln – oder Haus und Weinberg verkaufen. Und bei der Rebernte steht ihr nicht nur der attraktive Winzer Max zur Seite − auch der reumütige Adrian taucht plötzlich wieder auf. Lässt Leonie ihren Verstand entscheiden – oder ihr Herz?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
20.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Neuanfang am wunderschönen Bodensee
Das Cover mit dem Bodensee, den Weinbergen, Meersburg und den Alpen im Hintergrund finde ich unglaublich schön, es erinnert mich an viele schöne Momente am Bodensee. Die kleinen liebevollen Details an jedem Kapitelanfang finde ich genauso schön wie die kurzen Kapitel.
Bei „Liebe auf den ersten Seeblick“ von Silke Neumayer handelt es sich um einen absolut gelungenen Sommerroman in der traumhaften Kulisse des Bodensees. Man fühlt sich direkt in die Geschichte hinein versetzt, was nicht zuletzt dem bildhaften und lockern Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Trotz der teilweise schwereren Themen ist das Buch leicht und humorvoll, auch wenn ich zwischendurch feuchte Augen bekam. Man erlebt die Gedanken, Träume, Ängste und Sorgen der Protagonistin mit, die sehr authentisch wieder gegeben sind. Ich konnte mich stellenweise sogar damit identifizieren.
Fazit: Eine unterhaltsame, stimmungsvolle Liebesgeschichte mit einigen unerwarteten Wendungen. Für mich ein gelungenes leichtes Sommerbuch!
Bewertung
5/5
11.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Wunderbare Urlaubslektüre - Zwischen Gefühlschaos und Weinbergen
Ich habe gerade "Liebe auf den ersten Seeblick" von Silke Neumayer ausgelesen und es war für mich eine wunderbare Urlaubslektüre.
Die 37-jährige Leonie betreibt in Berlin eine Bar, die "WunderBar". Leonie ist mitten in der Familienplanung und erwischt ihren Ehemann Adrian mit einer Angestellten. Ihre beste Freundin Suse ist sofort für sie da und mochte Adrian noch nie besonders. Dann meldet sich ein Notar aus Meersburg und plötzlich steht ein Erbe im Raum. Leonie ihre Oma ist verstorben, zu der sie seit Kindheitstagen keinerlei Kontakt hatte. Zwischen all dem Gefühlschaos möchte Leonie ihre Ehe aber nicht aufgeben. Um das Erbe anzutreten, muss Leonie nach Meersburg an den Bodensee fahren, soll hier ein in die Jahre gekommenes Weinlokal für ein halbes Jahr führen und sich zudem noch um einen Weinberg kümmern. Dort angekommen, lernt Leonie die hilfsbereite Nachbarin Hanna kennen. Die beiden freunden sich an. Doch der Cousin von Hanna, der Winzer Max, hat ein Auge auf den Weinberg geschmissen - doch nicht nur auf den Weinberg. Durch die Tagebücher der Oma, kommt Leonie an Informationen aus ihrer eigenen Vergangenheit. Dann reist auch noch der reumütige Adrian an den Bodensee hinterher und möchte sie unbedingt zurückerobern. Es kommt zu einigen Wendungen, mit denen man eventuell nicht unbedingt rechnen würde.
Lässt Leonie ihren Verstand oder ihr Herz entscheiden?
Das Buch liest sich so gut und ich bin wieder mal nur durch die Seiten geflogen. Der Roman ist emotional und unterhaltsam zugleich. Ich habe mehrmals über die Charaktere, die einem auch ans Herz wachsen, lachen müssen.
Das Cover ist so schön gestaltet, dass man sich sofort an das wunderschöne Setting träumen kann.
Bewertung
5/5
11.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Perfekte Sommerlektüre
Schon das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen und der Klappentext hat mich so richtig neugierig gemacht. Und ich wurde auch nicht enttäuscht! Die Charaktere sind so toll beschrieben, dass man sich sehr gut einfühlen kann und mit Leonie richtig mitfühlt. Die Geschichte ist so schön angenehm locker, leicht und flüssig zu lesen, dass man direkt mitgerissen wird und das Buch gar nicht mehr weglegen mag. Außerdem ist es einfach ein perfektes Wohlfühl-Buch um es an gemütlichen Sommertagen zu lesen! Was ich zusätzlich toll fand, war die Bodenseeregion... Ich war selbst schon mehrmals dort und es war einfach schön, eine Geschichte zu lesen, die dort spielt! Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
05.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Mehr als verdiente fünf Sterne!
Das ist das erste Buch, das ich von Silke Neumayer gelesen habe – und ganz sicher nicht das letzte.
Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort verzaubert. Der Blick auf den Bodensee, die Weinberge und der kleine Tisch mit den Köstlichkeiten versprühen pures Urlaubsfeeling und machen direkt Lust, in die Geschichte einzutauchen.
Leonie erwischt ihren Mann beim Seitensprung – ausgerechnet in ihrer gemeinsamen Bar „WunderBar“ in Berlin. Mit gebrochenem Herzen flüchtet sie zu ihrer Freundin Suse und erfährt dort, dass sie das Erbe ihrer Oma in Meersburg am Bodensee antreten kann. Zu diesem Erbe gehören ein kleines Haus mit einem gemütlichen Weinlokal sowie ein Weinberg – allerdings ist die Erbschaft an eine Bedingung geknüpft. Eigentlich möchte Leonie so schnell wie möglich zurück nach Berlin, denn sie hofft, mit dem Erbe ihre finanzielle Situation rund um die Bar zu lösen. Also setzt sie alles daran, die Bedingung zu erfüllen. Dabei lernt sie viele liebenswerte Menschen kennen, entdeckt ihre alte Heimat neu und erlebt einige Höhen und Tiefen sowie jede Menge Gefühlschaos.
Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich habe die 382 Seiten an nur einem Tag verschlungen. Die Sprache ist unglaublich flüssig, bildhaft und mitreißend. Ich hatte ständig das Gefühl, selbst durch Meersburg und die Weinberge zu schlendern, den Bodensee vor Augen zu haben und die besondere Atmosphäre zu genießen.
Für mich war dieses Buch pure Wohlfühlunterhaltung. Eine wunderschöne Geschichte mit sympathischen Figuren, viel Herz, einer guten Prise Emotionen und einem rundum gelungenen Ende. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Ich freue mich schon jetzt darauf, weitere Bücher von Silke Neumayer zu lesen, denn dieses wird ganz sicher nicht mein letzztes von ihr gewesen sein.
Fünf von fünf Sternen – und wenn ich könnte, würde ich sogar noch mehr vergeben.
Bewertung
5/5
03.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Vom schmerzhaften Verlust der Illusionen zur echten Emanzipation
„Liebe auf den ersten Seeblick“ von Silke Neumayer ist die perfekte Mischung aus humorvoller Unterhaltung, moderner Tragikomödie und absolutem Wohlfühlroman.
Die Story legt direkt mit einem Knall los: Die 37-jährige Leonie erwischt ihren Ehemann Adrian in flagranti mit einer Jüngeren – und das ausgerechnet im Lager ihrer eigenen Bar. Leonie sieht rot und bewirft ihn mit Gläsern. Die Quittung folgt prompt: Das Video der Aktion geht viral, der feige Adrian zeigt sie wegen häuslicher Gewalt an und Leonie fliegt hochkant aus ihrer Wohnung und dem gemeinsamen Laden. Mitten in diesem absoluten Scherbenhaufen meldet sich ein Notar. Ihre verstorbene Oma hat ihr eine alte, geschlossene Weinstube im idyllischen Meersburg am Bodensee vererbt. Die Bedingung: Leonie muss den Laden ein halbes Jahr lang selbst führen, um das Erbe überhaupt antreten zu dürfen. Was folgt, ist ein grandioser, chaotischer Neuanfang zwischen Bodensee-Idylle, alten Tagebüchern, einer schlagfertigen Nachbarin und Max – einem verdammt attraktiven, aber anfangs sehr unhöflichen Winzer.
Die Geschichte lebt von ihren zwei Schauplätzen: Auf der einen Seite das pulsierende, laute Berliner Großstadtleben, auf der anderen Seite die entschleunigte Bodensee-Region, die einen wunderbaren Kontrast dazu bildet.
Warum mir das Buch besonders gut gefallen hat? Ganz klar: wegen der Charaktere und ihrer Dynamik. Die Hauptprotagonistin Leonie ist keine perfekte, unfehlbare Heldin. Ich habe beim Lesen oft den Kopf geschüttelt, weil sie ihrer alten Ehe so extrem hinterherweint. Trotz des heftigen Betrugs ist sie immer wieder bereit, Adrian noch eine Chance zu geben. Genau das macht sie aber so menschlich. Die Autorin zeigt hier richtig gut, wie schwer es ist, ein Lebensprojekt wie eine Ehe aufzugeben. Vor allem, wenn man jahrelang alles investiert hat und eigentlich gerade die Pille absetzen wollte, um eine Familie zu gründen. Das ist keine naive Blindheit, sondern ein echter, schmerzhafter Selbstbetrug, den wohl viele von uns nachvollziehen können. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Leonie krampfhaft an ihrem alten Leben festhält. Erst als sie Geheimnisse über ihre Herkunftsfamilie erfährt, beginnt sie, ihre eigene Situation ernsthaft zu hinterfragen. An dieser Stelle gibt es auch einen spannenden Wendepunkt – den ich hier natürlich nicht spoilere!
Der absolute Höhepunkt in Sachen Situationskomik ist aber definitiv die Szene, in der Leonie in Berlin auf einer stinkenden Mülltonne balanciert, um ihren Ex zu bespitzeln, und natürlich prompt abstürzt. Dieser wortwörtliche Absturz fängt die tragische Komik des Buchs perfekt ein. Er bricht die schmerzhafte Realität mit so einem erlösenden Slapstick-Humor auf, dass man gleichzeitig weinen und laut lachen möchte.
Gleichzeitig verknüpft die Autorin Leonies aktuelle Identitätskrise geschickt mit der Vergangenheit ihrer Familie. Die Erkenntnis, dass schon die Generationen vor ihr mit dem Kontrast zwischen Berliner Dynamik und der Ruhe des Bodensees gerungen haben, spiegelt ihr Innenleben perfekt wider.
Silke Neumayer arbeitet auch bei den Nebencharakteren mit großartigen Kontrasten: Suse ist Leonies beste Freundin aus Berlin. Sie vertritt eine radikale „Auge-um-Auge“-Mentalität. Hanna, die geerdete Fischerin vom Bodensee. Sie sieht eher die Grauzonen des Lebens und bringt Leonies starres Weltbild komplett ins Wanken. Max ist der urige Winzer, der Leonie endlich das Gefühl zurückgibt, eine begehrenswerte Frau zu sein. Er bewundert sie für ihren Mut und das neue Design der Weinstube, was für Leonie eine enorme berufliche Bestätigung ist.
Max bringt sie auch dazu, wieder ihren eigenen Sinnen zu vertrauen und echte Gefühle zuzulassen. Er zertrümmert ihr starres Selbstbild der stets funktionierenden, betrogenen Ehefrau. Einerseits schenkt er ihr Lebendigkeit und Leidenschaft, andererseits stürzt er sie in ein moralisches Chaos. Doch erst durch diese Erschütterung wird Leonie gezwungen, sich ihren eigenen Schwächen zu stellen und eine reifere, unabhängigere Version ihrer selbst zu entwickeln.
Adrian bildet dazu das perfekte Gegenstück. Er ist der geborene Großstadtmensch, der das Rampenlicht braucht. Als Mitbetreiber der Berliner Bar blüht er im direkten Kundenkontakt auf und sorgt für den Umsatz. Das ländliche Leben am Bodensee ist ihm ein Graus, denn er braucht einfach den Trubel und die Dynamik der Metropole. Sobald Probleme auftauchen, ergreift er die Flucht; wird der Druck zu groß, weicht er aus oder bricht komplett aus.
Für Leonie stellt Adrian das konventionelle Lebensmodell dar. Er war es, der ihr den romantischen Heiratsantrag im Park gemacht hat. Bei ihm sucht sie den sicheren Hafen und auch das Versprechen „in guten wie in schlechten Zeiten“. In der Realität bedeutete seine Nähe für Leonie jedoch oft, die Last der Verantwortung alleine zu tragen, während er den charmanten Part übernahm.
Die Spannungskurve bleibt durchgehend auf einem hohen Niveau. Als Leserin habe ich richtiggehend mitgefiebert und darauf gehofft, dass Leonie endlich erkennt, wie toxisch Adrian für sie ist. Die Geschichte wirft immer wieder packende Fragen auf, wie zum Beispiel: Was steckt wirklich hinter Adrians plötzlichem Auftauchen in Meersburg? Meint er es diesmal ehrlich? Und woher kommt dieses ständige Wechselspiel aus Nähe und Distanz bei Max? Vor allem die Frage, wie sich diese Dreieckskonstellation auflöst und ob Leonie eine echte Chance auf eine glückliche Zukunft hat, hält einen bis zum Schluss in Atem.
Fazit: Mit „Liebe auf den ersten Seeblick“ ist Silke Neumayer eine wunderbar spritzige Tragikomödie über einen chaotischen Neuanfang gelungen. Auch wenn die Story ein paar klassische Wohlfühl-Klischees bedient, ist das Buch eine absolute Leseempfehlung mit viel Biss und jeder Menge Urlaubsflair!