Band 125
Gespenstische Technologie Neoromantische Technik- und Medienreflexionen um 1900
Aus der Reihe
Film – Medium – Diskurs
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 46.00
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.10.2025
Herausgeber
Raphael StübeVerlag
Königshausen & NeumannSeitenzahl
458 (Printausgabe)
Dateigröße
20317 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783826085871
Das kulturelle Leben um 1900 ist geprägt von einer Medienrevolution:
Kino, Fernsprecher, Phonographen und Röntgenbilder verändern die
alltägliche Wahrnehmung. Zugleich kehren in Kunst und Literatur
die Gespenster zurück: Während Körper erstmals medizinisch durchleuchtet
und dem Auge Unsichtbares photographisch reproduzierbar
wird, experimentieren literarische Texte mit einer »Romantik der Nerven
« (H. Bahr) und erkunden grelle Effekte und subjektive Wahrnehmungsmuster
auf ästhetische Weise. Eine gesteigerte Mobilität (u.a.
durch das Automobil) verlagert Sehnsuchtsorte in ferne und schwerer
zu erreichende Sphären (Orient, Afrika, Weltall), was auch Kunst und
Literatur um 1900 zunehmend mit Exotismen anreichert. Darüber
hinaus provozieren neue Erkenntnisse zur Physiologie vielfältige Medienkrisen
(Subjekt-Krise, Sprach-Krise), die jeweils infrage stellen,
was hinter den neuartigen Möglichkeiten der Wahrnehmung noch
schlummern könnte. Phantastik und Mediengeschichte finden sich in
diesem Zeitraum paradigmatisch miteinander verschränkt, sodass die
zeitgenössisch viel diskutierte >Neuromantik< zum literarhistorischen
Ort wird, um über Möglichkeiten und Hoffnungen technologischen
Fortschritts zu reflektieren. Der Band kartographiert, wie vielfältig
gerade eine Neoromantik um 1900 die Wechselwirkung zwischen
Technologie und Tradition verhandelt.
Kino, Fernsprecher, Phonographen und Röntgenbilder verändern die
alltägliche Wahrnehmung. Zugleich kehren in Kunst und Literatur
die Gespenster zurück: Während Körper erstmals medizinisch durchleuchtet
und dem Auge Unsichtbares photographisch reproduzierbar
wird, experimentieren literarische Texte mit einer »Romantik der Nerven
« (H. Bahr) und erkunden grelle Effekte und subjektive Wahrnehmungsmuster
auf ästhetische Weise. Eine gesteigerte Mobilität (u.a.
durch das Automobil) verlagert Sehnsuchtsorte in ferne und schwerer
zu erreichende Sphären (Orient, Afrika, Weltall), was auch Kunst und
Literatur um 1900 zunehmend mit Exotismen anreichert. Darüber
hinaus provozieren neue Erkenntnisse zur Physiologie vielfältige Medienkrisen
(Subjekt-Krise, Sprach-Krise), die jeweils infrage stellen,
was hinter den neuartigen Möglichkeiten der Wahrnehmung noch
schlummern könnte. Phantastik und Mediengeschichte finden sich in
diesem Zeitraum paradigmatisch miteinander verschränkt, sodass die
zeitgenössisch viel diskutierte >Neuromantik< zum literarhistorischen
Ort wird, um über Möglichkeiten und Hoffnungen technologischen
Fortschritts zu reflektieren. Der Band kartographiert, wie vielfältig
gerade eine Neoromantik um 1900 die Wechselwirkung zwischen
Technologie und Tradition verhandelt.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung