Welche Geschichten sind es wert, geteilt und bewahrt zu werden?
Als die Studentin Monica von dem Geheimnis erfährt, das ihre Grossmutter mit einer alten Bleistiftfabrik in Shanghai verbindet, will sie alles wissen. Was geschah damals wirklich in der Phoenix Pencil Company? Welcher Zauber liegt in den Bleistiften verborgen? Je tiefer Monica in die Vergangenheit ihrer Familie eintaucht, umso schmerzlicher werden die Erinnerungen und umso schwerer die Worte, die ausgesprochen werden müssen, um den Fluch der Vergangenheit zu brechen.
Ein ergreifendes Romandebüt über Familie, Liebe und Verlust und über die magische Kraft von Geschichten - mit dem Allison King von Reese Witherspoon entdeckt und in ihrem Book Club gefördert wurde.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sara
aus Köln
1/5
26.05.2026
eBook (ePUB)
Grauenhafte Übersetzung
Der 1 Stern ist ausschließlich für die deutsche Übersetzung. Spätestens als aus „matcha Frozen yoghurt“ ein „grüner Tee Joghurteis“ wurde und ich mehrere Male „Großmutter“ und „Großvater“ lesen musste, bereute ich es bitterlich, nicht die englische Originalversion gekauft zu haben. Jeder, der kein Problem mit englischer Sprache hat, sollte das bei diesem Buch tun!
Bewertung
aus Leipzig
5/5
14.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine emotionale Familiengeschichte
Eine emotionale Familiengeschichte
Ich traue mich in letzter Zeit immer mal wieder an Geschichten, die im asiatischen Bereich spielen. So wie auch hier. Denn “Die Manufaktur der magischen Worte” ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Sie verbindet Familiengeheimnisse, Zeitgeschichte und einen kleinen Hauch Magie.
Es geht um Monica, die zu ihren Großeltern zurückkehrt, als ihre Großmutter an Demenz erkrankt ist. Während sie versucht, alte Erinnerungen und Geschichten zu bewahren, stößt sie auf ein spannendes Familiengeheimnis. Wir lesen eine Handlung, die die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft.
Besonders beeindruckt hat mich die historische Ebene. Die Schilderungen von Shanghai, dem Krieg, der Flucht und den politischen Umbrüchen in China und Taiwan wirken lebendig, atmosphärisch und als wäre man dabei gewesen.
Die magische Idee rund um die Bleistifte fand ich originell und faszinierend. Sie verleiht dem Roman etwas Märchenhaftes und passt wunderbar zu den Erinnerungen und Geschichten. Dabei steht die Magie nie im Vordergrund, sondern unterstützt die emotionale Wirkung der Handlung.
Sehr berührt hat mich die Beziehung zwischen Monica und ihren Großeltern. Die Fürsorge, die Liebe und der Wunsch, Erinnerungen festzuhalten, ziehen sich durch das gesamte Buch. Auch die Auseinandersetzung mit Demenz, Verlust und familiären Wurzeln wird sensibel erzählt. Ich hatte zudem nie das Gefühl, dass es plakativ ist, sondern wurde gut in die gesamte Geschichte eingewoben.
Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam. Trotz schwerer Themen strahlt die Geschichte Wärme und Hoffnung aus. Sie lädt dazu ein, über die eigene Familiengeschichte nachzudenken und darüber, welche Erinnerungen wir bewahren möchten.
Leseflamingo
aus Dinslaken
5/5
11.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch zum Entschleunigen
Meine Meinung zu dem Buch:
Wer meinen Blog verfolgt, weiß natürlich sofort, dass ich durch und durch ein Thriller-Girl bin und es meistens gar nicht düster und packend genug sein kann. Aber kennt ihr das, wenn ihr zwischen all dem Nervenkitzel plötzlich eine Geschichte braucht, die euch komplett entschleunigt? Ich habe eine absolute Schwäche für Bücher, die sich um die Magie von Worten drehen oder in Buchhandlungen spielen. Mit diesem Roman habe ich genau so eine wunderbare Auszeit gefunden, die mich emotional richtig tief berührt hat.
Die Autorin entführt uns hier auf eine unglaublich intensive Reise, die auf zwei Zeitebenen spielt. Auf der einen Seite begleiten wir die junge Programmiererin Monica in der Gegenwart. Sie ist eine so sympathische und liebevolle Protagonistin, dass ich mich ab der ersten Seite wahnsinnig gut mit ihr identifizieren konnte. Als ihre Oma an Demenz erkrankt, lässt sie ohne zu zögern alles stehen und liegen, um in ihr Kindheitszuhause zurückzukehren und für ihre Großeltern da zu sein. Genau dort, im Haus ihres Großvaters Wong, stößt sie auf ein faszinierendes Familiengeheimnis, das mit dem alten, fast vergessenen Handwerk der Bleistiftrestaurierung zu tun hat. Dieses Wissen hat Wong zusammen mit seiner Cousine Meng über Jahrzehnte gerettet.
Und genau das führt uns zur zweiten Zeitebene: dem Shanghai der 1940er Jahre. Ich muss sagen, dieses historische Setting hat mich komplett umgeblasen. Die Beschreibungen sind dermaßen atmosphärisch und bildhaft, dass beim Lesen sofort das ganz große Kopfkino anspringt. Ich war streckenweise so tief in der Kulisse versunken, dass ich echt das Gefühl hatte, selbst ein Teil der Geschichte zu sein und mitten im damaligen Geschehen neben den Charakteren zu stehen. Man spürt die ständige Bedrohung unter der japanischen Besatzung, die Angst auf der Flucht und die politische Überwachung richtig intensiv.
Richtig genial fand ich auch den Kontrast zwischen unserer modernen, digitalen Smartphone-Welt und der entschleunigten, nostalgischen Welt der handgemachten Bleistifte. Ganz nebenbei verknüpft der Roman die Meilensteine der Geschichte von China und Taiwan mit der Frage, wie sehr unsere eigenen Wurzeln uns eigentlich prägen.
Obwohl das Buch voller dramatischer Schicksalsschläge und Verlust steckt, verliert es nie seine tröstliche Wärme und Zuversicht. Für mich war diese Familiensaga eine perfekte, tiefgründige Auszeit fürs Herz. Wenn ihr also mal eine Pause von der ganzen Spannung sucht, solltet ihr hier unbedingt zugreifen.
Eine absolute Empfehlung meinerseits.
geheimerEichkater
aus Essen
5/5
11.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
fesselnd und vielschichtig erzählt
Monica ist bei ihren Großeltern in den USA aufgewachsen, studiert, bemerkt aber beim Besuch ihrer Großeltern, dass ihre Großmutter ein Geheimnis bewahrt. Da ihre Großmutter an Demenz leidet, unterbricht Monica ihr Studium, zieht wieder bei ihren Großeltern ein um zu helfen und die Geschichte ihrer Großmutter erfahren und zu bewahren. Sie weiß, dass die Familie ihrer Großmutter eine Bleistiftfabrik besaß….
Allison King verknüpft in ihrem Roman „Die Manufaktur der magischen Worte“ verschiedene Erzählstränge, die Generationen übergreifend in einander verwoben erzählt werden. So erfährt man über einen Zeitraum von ungefähr acht Jahrzehnten Familien- und persönliche Geheimnisse und Erlebnisse. Zudem wird die Realität des Krieges durchleuchtet. Interessante Themen wie: was opfert oder macht man im Krieg um zu überleben, welche Konsequenzen können sich daraus ergeben und wie geht man in seinem weiteren Leben damit um? Sehr interessant fand ich die Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes der beschriebenen Zeit in China: von Krieg, Besetzung durch die Japaner, Bürgerkrieg und Kampf der Kommunisten gegen die Kapitalisten, von Hungersnot, Verrat, Verteibung, Verlust, Opfern, Migration nach Taiwan samt Kriegsrecht in Taiwan um 1948…. ; zudem begegnen wir auch anderen Personen, die es wichtig finden, Worte einzusammeln und Geschichten zu bewahren. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten.
Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt; Zeitgeschichte und Fiktion sind spannend und schlüssig miteinander verwoben, viele verschiedene Themen, wie auch Demenz, ansprechend betrachtet. Der Erzählstil fällt immer wieder emotional aus, lässt gut in die Geschichte, auch in andere Orte und Zeiten, eintauchen und eindeutig erkennen, dass sich Geschichte immer wiederholt, es eigentlich keine alten Themen gibt, denn Fragen wie „Wie überzeugt kann man von einer Sache sein?“, vom Ausspionieren und Enthüllen, von Machtmissbrauch oder der Suche danach, wie man einer Person eine Nachricht schicken kann, die außer ihr niemand lesen kann, sind heutzutage, auch durch die moderenen Medien, haben nicht an aktueller Relevanz verloren. Die hier erzählte Geschichte erklärt viel, lässt einiges verstehen, auch, wie wichtig der Erhalt von Geschichten, auch in er eigenen Familie, ist.
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
02.06.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Ein emotionales und spannendes Familiengeschichtsdrama
Mit “Die Manufaktur der magischen Worte” erzählt Allison King eine aufwühlende und gefühlsgeladene, mit einer kleinen feinen Portion Magie gewürzte Familiengeschichte. Immer wieder switcht sie dabei in die Vergangenheit und entführt uns ins Shanghai der 1940er Jahre, als die Metropole nach Jahrzehnten unterschiedlicher Kolonialherrschaft unter japanischer Besatzung stand und zum Fluchtort für zahlreiche Verfolgte aus Europa wurde. Sie erzählt von Krieg, Verzweiflung und neuer Hoffnung, von behördlicher Überwachung und illegaler Migration. Im Mittelpunkt steht die junge Programmiererin Monica, die mehr über ihre Familiengeschichte wissen möchte und dabei viel über sich selbst erfährt. Das wird manchmal etwas rührselig erzählt, und so ist “Die Manufaktur der magischen Worte” von Allison King ein ziemlich emotionales, aber auch spannendes Familiengeschichtsdrama über verschlungene Biografien und mühsame Erinnerungsarbeit, über alte Schicksale und modernen Datenschutz, das uns zugleich einiges über die Geschichte Chinas und die Entstehung Taiwans verrät.