Zahlreiche der heute geltenden verwaltungsrechtlichen Vorschriften sind älter als gemeinhin vermutet und haben ihre Wurzeln im 17. und 18. Jahrhundert. Dies gilt nicht nur für das Baubewilligungsverfahren mit Aussteckungspflicht, die Hundegesetzgebung, das Strassen(bau)recht oder das Forstrecht, sondern für zahlreiche weitere Bereiche unseres Alltagslebens. Das Recht wurde in der Frühen Neuzeit zum zentralen staatlichen Medium, um den sozialen, wirtschaftlichen und technischen Wandel zu gestalten. Die vorliegende Schrift von Benjamin Schindler untersucht den «Mandatierungsschwall» der Frühen Neuzeit und versucht diesen nicht nur als Ausdruck obrigkeitlichen Regulierungseifers zu verstehen, sondern als rechtskulturelle Errungenschaft, die den Weg zum heutigen Verwaltungsrecht bereitet hat.
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