Der kurzfristige Umzug der Queen of Crime vom idyllischen Devon nach London hält für ihre Haushälterin Phyllida Bright manche Überraschung bereit - unter anderem deutlich weniger Personal. Und sie muss einen temperamentvollen Koch in Schach halten, der aussieht wie ihr Idol Hercule Poirot, aber leider nicht dessen Charme besitzt. Als ein spektakuläres Bühnenstück in einem renommierten Londoner Theater für einen Schauspieler tödlich endet, ist Phyllidas kriminalistischer Spürsinn gleich geweckt. Kurz darauf kommt es zu einem weiteren mysteriösen Todesfall. Phyllida ahnt schnell ein perfides Muster und gerät bei ihren Nachforschungen selbst in tödliche Gefahr ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
aebbies.buechertruhe
5/5
29.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großes Theater
Phyllida Bright muß für einige Zeit das beschauliche Listleigh verlassen und mit ihrer Dienstherrin und Freundin Agatha Christie und einem Teil des Haushaltes nach London umsiedeln. Ein Bühnenstück von Agatha Christie soll im Adolphi Theatre aufgeführt werden, selbstverständlich will die Schriftstellerin dabei sein. Für die Haushälterin Phyllida Bright bedeutet das eine Menge Arbeit, denn sie muß sich zusätzlich mit einem französischen Koch auseinandersetzen, der zwar aussieht wie Hercule Poirot, aber leider nicht so charmant ist. Doch dann wird sie von Agatha Christie zum Adolphi Theatre gerufen, weil auf der Bühne ein toter Schauspieler in einem Sessel sitzt. Der hinzugerufene Inspector Wellbourne ist mit dem Fall sichtlich überfordert. Als kurz darauf zwei weitere Schauspieler ermordet werden, stellt Phyllida Bright Untersuchungen an, bei denen sie feststellt, daß hinter den Kulissen nichts ist, wie es scheint.
In ihrem vierten Band "Das Theatermordgeheimnis" läßt Colleen Cambridge die Haushälterin von Agatha Christie, Phyllida Bright, in einem Londoner Theater ermitteln. Dabei ergibt sich für die Leser die Möglichkeit, ganz besondere Einblicke hinter die Kulissen eines Theaters zu bekommen. Da Schauspieler oft nicht so gute Freunde sind, wie sie in der Öffentlichkeit behaupten, wird es ganz besonders interessant. Deshalb gibt es auch in diesem Krimi viele Charaktere, die als Mörder in Frage kommen, so daß man als Leser lange vollkommen im Dunkeln tappt. Das macht die Handlung so spannend. Wie immer läßt aber die Hauptdarstellerin in diesem Krimi sich nicht in die Irre führen und löst den Fall im Handumdrehen. Das beste aber ist, daß sie dabei immer sehr menschlich bleibt. Diese Krimireihe macht großen Spaß!
Renas Wortwelt
5/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sympathische Hobbydetektivin inmitten zahlreicher Verdächtiger – gelungene Fortsetzung der Reihe
Der inzwischen vierte Band um Agatha Christies Haushälterin Phyllida Bright, die stets nonchalant fiese Mordfälle aufklärt, unterhält bestens, vor allem dank der charmanten und geheimnisvollen Hauptfigur.
Diesmal wird Phyllida fast offiziell zu Ermittlungen gebeten, als es in mehreren Londoner Theatern zu Todesfällen kommt. Ihre Herrin und Freundin Agatha Christie hält sich zusammen mit ihrem Haushalt derzeit in London auf, da einer ihrer Romane als Theaterstück inszeniert werden soll. Da kommt ein Mitarbeiter unter dubiosen Umständen zu Tode.
Und kurz darauf stirbt ein weiteres Opfer an einem anderen Theater, diesmal handelt es sich ganz offensichtlich um Mord. Freunde von Agatha Christie bitten Phillida um Hilfe, der ein besonderer Ruf als erfolgreiche Mordermittlerin vorauseilt.
Das Auffällige an den Todesfällen – es folgen noch weitere – ist die Gemeinsamkeit der Alliteration der Namen der Opfer, was zuerst einem Journalisten auffällt. Phillida beginnt also zu ermitteln, zunächst undercover. Stets hilfreich an ihrer Seite Chauffeur Bradford, immer um sie besorgt und bei ihr ständig für Herzflattern und Schmetterlinge im Bauch sorgend.
Das Personaltableau dieses Krimis ist umfangreich, so dass man recht leicht den Überblick verliert. Motive und Verdächtige gibt es reichlich, viele Spuren führen jedoch in die Irre, wie es bei Krimis so üblich ist. Auch dass Phillida schließlich selbst in Lebensgefahr gerät, ist ein üblicher Plottwist, der die Spannung antreiben soll – was leider meist nicht so recht gelingt, weiß man doch ziemlich sicher, dass die Protagonst:innen stets überleben.
Überhaupt bleibt die Spannung in diesem Roman eher auf sehr niedrigem Niveau. Das Spannendste an der Handlung ist fast die Frage, ob und wann Phillida und Bradford sich endlich in die Arme sinken.
Spaß macht bei dieser Reihe vor allem der leise, typisch englische Humor, der vor allem in den gelungenen Dialogen zutrage tritt. Wenn Phillida mal wieder ihre doch recht spitze Zunge wetzt, sich so ihre eigenen Gedanken über die Menschen im Allgemeinen und ihre Mitbewohner macht, das unterhält und trägt dazu bei, dass ich diese Reihe so gerne lese. Zwar ist auch diesmal die Auflösung wenig nachvollziehbar, die Art der Verkündung unglaubwürdig, aber wen stört es. Das gehört zum Agatha-Christie-Style dieser Serie.
Daher eine Empfehlung auch für diesen vierten Band, der auf weitere Fortsetzungen hoffen lässt.
Colleen Cambridge - Das Theatermord Geheimnis
Originaltitel „Murder Takes The Stage“
aus dem Englischen von Angela Koonen
Lübbe, Juni 2026
Gebundene Ausgabe, 382 Seiten, 18,00 €
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
18.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Phyllida
Es geht weiter mit Phyllida und der Familie Mallowan.
Dieses Mal begleiten wir Agatha’s Haushälterin nach London, wo die Familie mit einigen Bediensteten ein paar Wochen verbringen wird. Und wie könnte es anders sein: der ein oder andere Mord passiert. Diesmal ermitteln wir zusammen mit Phyllida - Deckname Penny - an verschiedenen Theatern in London. Und wieder einmal ist sie die Einzige, die am Ende Zusammenhänge richtig deutet und nach dem Vorbild von Hercule Poirot alle Beteiligten zur Auflösung zusammenruft.
Aber es gibt auch etwas ganz Neues: denn das Verhältnis zu Bradford, dem Chauffeur der Familie, wird nun wirklich zu einem richtigen Verhältnis. Frei nach dem Motto: was sich liebt das neckt sich. Auch an dieser Front bin ich neugierig, wie es weitergeht.