Die Pränatalpsychologie wird als Grundlage für eine bio-psycho-soziale Medizin sowie eine aktualisierte und umfassende Psychosomatik vorgestellt. In dieser Psychosomatik ergänzen sich Genetik, transgenerationale familien-systemische Psychologie und Psychotherapie sowie die Epigenetik der Schwangerschaft und die Pränatale Psychologie. Der Erkenntnisgewinn und der Fortschritt der pränatal fundierten Psychotherapie liegen in der genauen Differenzierungsmöglichkeit zwischen transgenerationalen, pränatalen und postnatalen Traumata.In einer interdisziplinären Herangehensweise thematisiert Klaus Evertz eben diese bio-psycho-sozialen Zusammenhänge sowie die historischen und kulturellen Aspekte der Pränatalpsychologie. Damit wendet er sich an ein breites Fachpublikum und bietet Neueinsteiger*innen einen ersten, grundlegenden Einblick in die Pränatalpsychologie.
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10.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Lehrbuch oder als zusammenfassendes Standardwerk auf aktueller Grundlage
Die Pränatalpsychologie wird als Grundlage für eine bio-psycho-soziale Medizin sowie eine aktualisierte und umfassende Psychosomatik vorgestellt. In dieser Psychosomatik ergänzen sich Genetik, transgenerationale familien-systemische Psychologie und Psychotherapie sowie die Epigenetik der Schwangerschaft und die Pränatale Psychologie. Der Erkenntnisgewinn und der Fortschritt der pränatal fundierten Psychotherapie liegen in der genauen Differenzierungsmöglichkeit zwischen transgenerationalen, pränatalen und postnatalen Traumata.
In einer interdisziplinären Herangehensweise thematisiert Klaus Evertz eben diese bio-psycho-sozialen Zusammenhänge sowie die historischen und kulturellen Aspekte der Pränatalpsychologie. Damit wendet er sich an ein breites Fachpublikum und bietet Neueinsteiger*innen einen ersten, grundlegenden Einblick in die Pränatalpsychologie.
In der Einleitung werden grundlegende Konzepte der Pränatalen Psychologie vorgestellt. Danach kommen die historische Entwicklung der Pränatalen Psychologie ausgehend von Ferenczi und ihre wichtigsten Veröffentlichungen zur Sprache. Weiter geht es mit naturwissenschaftlicher Forschung wie die transgenerationale Programminerung, perikonzeptionelle und pränatale Programmierung bis hin zur fötalen Programmierung. Im einzelnen werden danach grundlegende Konzepte wie das bio-psycho-soziale Modell oder die pränatale Entwicklungs- und Bindungstheorie dargelegt.
Weiter geht es mit der chronologischen Systematik der Pränatalen Psychologie, bevor die pränatale Wahrnehmung und Sinnesentwicklung in der Blick genommen wird. Die emotionale Entwicklung im Mutterleib und Schwangerschaftambivalenzen folgen danach. Psychosoziale Interventionen in der Schwangerschaft und pränatal fundierte Psychotherapie werden dann präsentiert.
Im Fazit werden Bedeutungszusammenhänge dargestellt: Erstens die medizinisch-psychologisch-therapeutische und zweitens die bevölkerungspolitische-kulturpsychologische, philosophische und anthropologische Bedeutung.
Hinter jedem Kapitel finden sich Literaturhinweise, ein Glossar fehlt.
Das Buch ist gut strukturiert und mit vielen Praxisbeispielen bespickt. Es ist auch didaktisch gut aufgebaut: Die Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels geben zentrale Thesen wider. Die Bilder sind leider nur in schwarz-weiß zu sehen, dafür gibt es immer wieder Übersichten oder Diagramme.
Es kann somit als Lehrbuch oder als zusammenfassendes Standardwerk auf aktueller Grundlage verstanden werden.