Martin Kasboom verlässt sein Elternhaus in Mecklenburg, um dem kulturell und wirtschaftlich abgehängten Dorf Klockow zu entfliehen. Er meldet sich freiwillig zum Wehrdienst in Berlin, wo er gegen seinen Willen zu einem politischen Spion ausgebildet werden soll. Doch durch die aufkommenden Unruhen kurz vor der Wende, kommt es nicht dazu. Er absolviert, zusammen mit seinem Freund Freddie, seinen Wehrdienst, und beide kehren anschliessend zurück in die Heimat. Nach der Wende erwirbt die Familie Kasboom als Wiedereinrichter Land und gründet einen Milchbetrieb mit 350 Kühen. Martin bringt sich im Familienbetrieb ein, engagiert sich für Modernisierungen und Instandhaltungen in seiner Gemeinde und heiratet schliesslich seine Kindheitsfreundin Alice, der er in Berlin, auf einer der Montagsdemonstrationen, wiederbegegnet war. Doch der ehemalige Grossgrundbesitzer, Freiherr von Schlottmann, kehrt aus Lübeck zurück und macht Ansprüche auf seine angestammten Ländereien geltend. Er steigt zum grössten landwirtschaftlichen Produzenten der Region auf und konkurriert mit den Kasbooms.Der Roman beschreibt sehr eindrücklich das einfache Landleben in der ehemaligen DDR und wie sich die politischen Umbrüche teils eklatant und absurd auf die Menschen ausgewirkt haben. Er beleuchtet hierdurch auch die Hintergründe des aufkommenden Konflikts zwischen „Ossis“ und „Wessis“, die sich nach der Wende, nach anfänglicher Euphorie, mit teils grossem Unverständnis gegenüberstanden.
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