Englands Wirtschaftskrieg gegen Deutschland Britische Blockade, Welthandel und politische Ökonomie im Ersten Weltkrieg
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.02.2023
Verlag
E-artnowSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
22.9/15.2/0.3 cm
Gewicht
64 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-273-6830-3
Englands Wirtschaftskrieg gegen Deutschland untersucht die britische Strategie, den Ersten Weltkrieg nicht allein militärisch, sondern durch Blockade, Kreditpolitik und Kontrolle des Welthandels zu entscheiden. Stresemann verbindet ökonomische Statistik mit publizistischer Polemik und zeichnet ein Bild von England als Seemacht, die Deutschlands industrielle Entfaltung systematisch eindämmen wolle. Der Stil ist argumentativ, dicht und zeitgebunden; im Kontext der Kriegs- und Wirtschaftsliteratur des Kaiserreichs steht die Schrift zwischen Analyse internationaler Märkte und politischer Mobilisierung. Gustav Stresemann, ausgebildeter Nationalökonom und erfahrener Interessenvertreter der sächsischen Industrie, schrieb aus unmittelbarer Nähe zu Handel, Export und Verbandspolitik. Als nationalliberaler Reichstagsabgeordneter beobachtete er die Verwundbarkeit der deutschen Wirtschaft im globalen Machtgefüge und deutete sie im Licht imperialer Konkurrenz. Seine spätere Rolle als Aussenminister und Friedensnobelpreisträger verleiht der Schrift rückblickend besondere Spannung: Sie zeigt den jungen Stresemann vor seiner Politik der Verständigung. Empfehlenswert ist das Buch für Leser, die die geistigen Voraussetzungen deutscher Kriegsziele, die Wahrnehmung britischer Seemacht und die ökonomische Dimension des Weltkriegs verstehen wollen. Man sollte es nicht als neutrale Studie, sondern als historisches Dokument lesen: aufschlussreich in seinen Daten, bezeichnend in seinen Feindbildern und unverzichtbar für die Erforschung politischer Ökonomie im Krieg.
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