Hanna hofft, in der Abgeschiedenheit der Vulkaneifel ihre Übersetzung afrikanischer Autoren zu Ende zu bringen. Mirijam, ihre Tochter, untersucht im Burgund die Spuren mittelalterlicher Kreuzzüge und hält nebenbei mit frecher Feder so manche Beobachtung fest. Und August Linn, Hannas verstorbener Vater, mit dem sie als Kind jeden Abend Papierkrampen ins Licht der Welt schoss, hat ein Kriegstagebuch hinterlassen. Seine Aufzeichnungen liefern Antworten, werfen für Hanna und Mirijam aber auch beinahe mehr Fragen auf als ihre etwas holprigen Liebesbeziehungen. Drei Generationen einer Familie, verbunden im Drang, Aussen und Innen in Worte zu fassen. Eva Paula Pick erkundet in ihrem Roman die Grenzen zwischen Dichtung und Wahrheit, Erinnern und Beobachten. Nie verliert sie dabei die Lust am Spiel mit der Sprache.
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