Musik machen und hören als Akt des Widerstands in unserer Zeit: Milosz Sroczynski setzt mit seiner Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen ein bewusstes Zeichen der Verlangsamung. In einem Essay zur Einspielung reflektiert er über Musik als Widerstand gegen den 24/7-Rhythmus spätkapitalistischer Gesellschaften. Seine Interpretation - mit der er 2024 am Davos Festival erfolgreich debütierte - zeichnet sich durch filigrane Leichtigkeit und lange, durchgehörte Bögen aus: glasklar, leicht und von tiefer Konzentration durchdrungen. Ein denkender Pianist, der uns Zeit zum Hören schenkt und einlädt, Variation für Variation in diese Musik einzutauchen.
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