Graphic Novel Ausgabe des Science-Fiction-Klassikers »Die Zeitmaschine« von HG Wells
Ende des 19. Jahrhunderts baut ein Mann eine Maschine, mit der er beabsichtigt, durch die Zeit zu reisen. Seine Freunde schenken ihm keinen Glauben, doch er bricht schliesslich auf, um ein Ereignis in seiner Vergangenheit rückgängig zu machen. Als die Reise gelingt und er begreift, dass Vergangenes nicht zu ändern ist, reist er in die Zukunft und stösst dort auf eine dystopische Welt, in der mit Eloi und Morlocks zwei gänzlich verschiedene Gesellschaftsgruppen existieren. Während die friedliebenden Eloi an der Oberfläche leben, machen die in der Unterwelt hausenden Morlocks Jagd auf die Eloi. Der Zeitreisende sieht sich vor die Frage gestellt, ob die Zukunft der Vergangenheit nicht viel ähnlicher ist, als er gedacht hätte.
Nach »Der Krieg der Welten« sowie »20.000 Meilen unter dem Meer« widmet sich Thilo Krapp mit dieser Graphic Novel dem nächsten Science-Fiction-Meisterwerk. Er entwirft darin eine atmosphärisch ruhige und zugleich dystopische Zukunftsvision.
farbig illustriert in Pastelltönen und wilden Naturdarstellungen
Thilo Krapp bleibt dicht am Ursprungstext »The Time Machine« und überführt ihn in unsere heutige Zeit
Anhang mit Sachteil über Hintergrund des Zeichners und Zeitreisen, mit vielen Skizzen
Die mehrfach verfilmte Geschichte als Graphic Novel
Für Fans von Literaturadaptionen, Science-Fiction und Zeitreisen
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Maggiem
Thalia Book Circle Community
5/5
28.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Zeitmaschine mal anders umgesetzt
Mein erster Eindruck von „die Zeitmaschine“ von H.G. Wells und Zeichner Thilo Krapp war aufgrund des festen Bucheinbands und dem großen fast DIN A4-Format gleich sehr positiv.
Als erstes habe ich den Anhang mit den Goodies gelesen, der mich begeistert hat, weil ich immer es interessant finde, welche Motivation der Zeichner hatte und wie die Figuren der Elois bzw. Morlocks entstanden sind. Ich finde die Wahl des gewählten Buchcovers sehr gut, denn das im Anhang vorgestellte Buchcover hätte mir nicht (so gut) gefallen.
Ich habe diese literarische Umsetzung parallel zum Ursprungstext „die Zeitmaschine“ von H. G. Wells gelesen und miteinander verglichen. Sehr interessant fand ich, dass H.G. Wells seine Elois geschlechtsneutral beschrieben hatte und auch von der Erderwärmung schrieb. Meiner Meinung nach ist die Adaption von Thilo Krapp ausgezeichnet gelungen. Die Abweichungen zur Originalversion fügen sich ausgezeichnet in die Originalgeschichte ein.
Die Zeichnungen sind sehr ausdrucksstark und anhand der Gegenstände konnte ich erkennen, dass diese Graphic Novel Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt wurde. Dies finde ich klasse. Des Weiteren haben mir auch die großformatigen Szenen und die Dialoge sehr gut gefallen.
Fazit:
Ein wunderschönes queeres Weihnachtsgeschenk für H.G. Wells-Fans, die auch gerne Graphic Novels lesen.
rolfi
Thalia Book Circle Community
5/5
26.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Zeitmaschine als Graphic Novel
Als ich das gelungene Buchcover mit dem Buchtitel ‘Die Zeitmaschine’ von H. G. Wells sah, habe ich sofort an die Elois und Morlocks, die in der Zukunft lebten, gedacht und beim Lesen auch immer wieder Parallelen zum Original gezogen.
Die Graphic Novel hat ein sehr großes Format, was ich sehr ansprechend finde. Die Zeichnungen sind somit relativ groß und sehen wunderschön aus. Vereinzelt umfasst eine Szene sogar eine ganze Seite. Die Mimik und die Gestik der Protagonisten fand ich sehr ausdrucksvoll und haben mir ausgesprochen gut gefallen.
Die Dialoge des Zeitreisenden mit seinen Kollegen 1897 in London sowie die Einrichtungsgegenstände und die Kleidung der Protagonisten sind authentisch und gefallen mir sehr gut. Auch die dystropische Zukunft mit den Elois und Morlocks ist nachvollziehbar dargestellt.
Fazit:
Mir hat die Graphic Novel von Thilo Krapp ausgezeichnet gefallen und kann diese uneingeschränkt empfehlen
Lesezauber_Zeilenreise
Thalia Book Circle Community
5/5
25.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Queere Adaption eines Klassikers, wunderschön illustriert...
… dennoch nicht so ganz meins
**Inhaltsangabe Verlag:**
Graphic Novel Ausgabe des Science-Fiction-Klassikers »Die Zeitmaschine« von HG Wells
Ende des 19. Jahrhunderts baut ein Mann eine Maschine, mit der er beabsichtigt, durch die Zeit zu reisen. Seine Freunde schenken ihm keinen Glauben, doch er bricht schließlich auf, um ein Ereignis in seiner Vergangenheit rückgängig zu machen. Als die Reise gelingt und er begreift, dass Vergangenes nicht zu ändern ist, reist er in die Zukunft und stößt dort auf eine dystopische Welt, in der mit Eloi und Morlocks zwei gänzlich verschiedene Gesellschaftsgruppen existieren. Während die friedliebenden Eloi an der Oberfläche leben, machen die in der Unterwelt hausenden Morlocks Jagd auf die Eloi. Der Zeitreisende sieht sich vor die Frage gestellt, ob die Zukunft der Vergangenheit nicht viel ähnlicher ist, als er gedacht hätte.
**Meine Inhaltsangabe:**
Erfinder Henry hat eine Zeitmaschine gebaut und stellt sie seinen Freunden vor. Die halten seine Idee für Hirngespinste. Henry jedoch reist zunächst drei Jahre zurück, um seinen ehemaligen Liebhaber, der sich damals von ihm getrennt hat, umzustimmen. Doch er hat keinen Erfolg und sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr, in dem er seine wahres Ich verstecken muss, in dem er nie eine Familie haben wird und nie so leben können wird, wie er sich das wünscht. Und so entschließt er sich, in die Zukunft zu reisen. Er landet im Jahr 802.701 und trifft auf das Volk der Eloi und auf Jibu, der ihm die Gegend zeigt. Die Eloi sind alle unter 30 Jahren, friedfertig, fast naiv. Doch unterhalb der Oberfläche gibt es die Morlocks, die offensichtlich Jagd auf die Eloi machen und die Henrys Zeitmaschine in ihren Besitz gebracht haben. Henry muss handeln und eine Entscheidung treffen: zurück in sein altes, einsames Leben oder hier bei Jibu bleiben und mit ihm zusammen das einfache, aber gefährliche Leben in der Zukunft verbringen.
Erster Satz: »Verzeihung, Henry – aber das ist mir zu hoch.«
**Mein Eindruck:**
Ich liebe die Geschichte, vor allem die Verfilmung von 1960. Klar, dass ich daher die Graphic Novel lesen wollte. Das Cover ist jetzt tatsächlich nicht so mein Ding, dafür sind die Illustrationen im Inneren umso schöner. Detailreich und in wunderschönen, stimmungsvollen Farben transportieren sie die Geschichte anschaulich. Die Geschichte selbst hat mich dann aber doch ziemlich überrascht, da sie zwar in Zügen natürlich mit dem Original übereinstimmt, der Erfinder Henry aber hier homosexuell ist, einer damals noch verbotenen Liebesbeziehung zu einem Mann nachtrauert und in der Zukunft nicht auf die Eloi Weena trifft und sich in sie verliebt, sondern auf den jungen Eloi Jibu. Das ist künstlerische Freiheit und völlig okay, jedoch hat es mir einfach nicht so gefallen, da ich die Erwartung hatte, eine mit dem Original übereinstimmende Graphic Novel zu lesen. Auch waren mir die Morlocks zu wenig präsent bzw. deren grausame Beziehung zu den Elois. Es ging mir viel zu viel um Henry, seinen Liebeskummer und seine Verliebtheit in Jibu. Insgesamt war es mir zu langatmig und wenig in die Tiefe gehend.
Im Anhang bekomme ich dann noch einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Zeichnungen, ein bisschen was zum Autor/Illustrator selbst und seine Beweggründe, aus der Zeitmaschine eine queere Graphic Novel zu machen und eine kleine Abhandlung zum Thema Zeit bzw. Zeitreisen.
Fazit: rein optisch ein echter Hingucker und wunderschön anzusehen. Inhaltlich hätte ich mir mehr Originalnähe gewünscht. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung, weil ich bei Zeitmaschine immer den 1960er Film im Kopf habe, den ich sehr oft gesehen habe, weil ich ihn einfach unglaublich liebe. ⅗ Sterne.
kindder80er
5/5
21.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Klassiker im neuen, queeren Gewand
Das Hardcover Buch in annähernd DIN A4 Format hat mir sehr gut gefallen. Die Zeichnungen sind nicht übertrieben bunt, dennoch lebhaft und am Anfang eher in Sepia gehalten, was zum Ursprung der Geschichte ja auch wunderbar passt. Später übernimmt die Farbe Grün und die Morlocks sind eher in kalten Tönen dargestellt, was ebenfalls eindrucksvoll und passend ist.
Zeitreisegeschichten haben es mir seit jeher angetan und so ist mir natürlich auch die von H.G. Wells bekannt. Durch die Graphic Novel bekommt man aber gleich nochmal einen anderen Zugang und ist mittendrin im Geschehen. Schön, diese alte Geschichte, die längst ein Klassiker ist, im neuen Gewand zu sehen und sie sich damit vielleicht auch neue Leser erschließen kann.
Der Antrieb, den der Protagonist hat, überhaupt auf Zeitreise zu gehen, ist hier in diesem Buch nicht allein das Streben nach Wissenschaft, sondern queere Liebe, die zu seiner Zeit sehr schwer auszuleben war. Der Zeichner Thilo Krapp lässt eigene Erfahrungen darin einfließen und man spürt ganz deutlich, dass ihm die Geschichte sehr viel bedeutet, denn es steckt sehr viel Liebe und Herzblut darin.
Lesen
5/5
17.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine spannende Zeitreise
Es ist ein sehr detailliertes gezeichnetes Graphic Novel im A4 Format. Bereits auf dem Cover ist eine schöne Zeichnung mit dem Fokus auf die Zeitmaschine. Die Illustrationen finde ich sehr schön und aussagekräftig. Die Farben sind am Anfang nicht zu schrill und passen sehr gut zu der Zeit - London 1897. In der Zukunft wird die Welt der Eloi farbenfroher und bunter dargestellt. Von den Morlocks hingegen ist die Welt düster und dunkel. Ich finde es toll, wenn auf so wichtige Details geachtet wird. Die kleinen Details in den einzelnen Zeichnungen laden zum verweilen ein. Dabei wirken die Texte nicht zu überladen und sind typisch für ein Comic knapp gehalten. Die Sprechblasen haben eine gute und leserliche Größe. Beides zusammen Text und Zeichnungen harmonieren miteinander und machen es alles lebendiger. Im Epilog der Brief hätte etwas leserlicher sein können. Mit der Schriftart viel es mir schwer den Brief zu lesen und zu verstehen. Im hinteren Teil des Buches sind noch sehr vielen Skizzen zum anschauen und spannendes Hintergrundwissen und Informationen zu der Entstehung des Graphic Novel zu finden. Der Haupt Charakter Henry wirkt von Anfang an sympathisch. London 1897 erfindet Henry eine Zeitmaschine. Seine Freunde glaubten nicht an seine Erfindung, auch nicht dann als er der ihnen den kleinen Prototypen vorstellte. Henry war einsam und trauert seiner verlorenen Liebe nach. Ihm gelingt es mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen, wo er bedauerlich feststellen muss, dass er diese nicht mehr ändern kann. Er reist in die Zukunft, in eine dystopische Welt der Eloi und Morlocks. Die Morlocks sehen wirklich gruselig aus. Da beginnt für ihn ein Abenteuer. Ich kenne den Klassiker von H. G. Wells "Die Zeitmaschine" nicht und so mehr wurde ich von der Geschichte als Graphic Novel fasziniert. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Eine klare Leseempfehlung für alle Science-Fiction und Graphic Novel Fans.