Aus soziolinguistischer Perspektive beleuchtet dieses Werk die Faktoren und Elemente, die die Zukunft des Französischen in der Elfenbeinküste unvorhersehbar machen. Das Französische befindet sich heute nämlich in einer Dynamik, die durch Veränderungen der Sprachpraktiken und das Entstehen verschiedener Varianten geprägt ist. Dieses Werk stützt sich auf die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die wir an ivorischen Sekundarschulen durchgeführt haben, und hat gezeigt, dass im ivorischen Bildungssystem, vom Kindergarten bis zur Universität, Französisch - das einzige Unterrichtsmedium - unter pädagogischen Gesichtspunkten unterrichtet wird, ohne die Muttersprachen der Lernenden zu berücksichtigen. Diese Allgegenwart des Französischen führt zu sehr widersprüchlichen Haltungen. In diesem Kontext erscheint Nouchi für viele Schüler als Alternative zum Französischen. Die Analyse der Funktionen, die die Schüler dieser Sprachform zuschreiben, zeigt einerseits ein sehr komplexes Bild der ivorischen Sprachlandschaft, in der Standardfranzösisch und seine anderen Varianten nebeneinander existieren, und andererseits die Gründe, die den Gebrauch, das Erlernen und die Weitergabe einer Sprache bestimmen.
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