Studien zu Okra haben sich meist auf die Entwicklung der Schotenproduktion als Gemüse konzentriert und selten auf die Samenproduktion. In unserem Land wird Okra meist nicht speziell für die Samenproduktion angebaut; wenn die Erntezeit zu Ende geht, werden die verbleibenden Schoten zur Samengewinnung zurückgelassen, wobei diese meist von Insekten befallen sind und Samen von geringer Qualität liefern. Den Pflanzen, die für die Okra-Samenproduktion aufbewahrt werden, wird keine angemessene Aufmerksamkeit geschenkt, insbesondere hinsichtlich der Nährstoffe (N.P.K.), da für eine qualitativ hochwertige Samenproduktion 300-1000 kg NPK pro Hektar im Verhältnis 4:12:4 oder 5:10:5 erforderlich sind (Anonym, 1990). Die Samen reifen ungleichmässig, und voll ausgereifte Samen zerfallen leicht. Die Ernte sollte erfolgen, wenn etwa 50 Prozent der Samen in den Köpfen Pappus oder Flaum aufweisen; dabei ist das Schneiden von Hand vorzuziehen, da dies das Zerfallen der Samen minimiert. Die Hülsen werden (im Alter von etwa 35 Tagen) gepflückt, wenn alle Samen trocken sind. Sorten mit eckigen Hülsen, die sich entlang der Naht öffnen, sollten umgehend geerntet werden, um ein Zerfallen zu vermeiden. Hülsen von Sorten mit runden, samtigen Hülsen können mehrere Wochen länger an den Stielen verbleiben.
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