Er ist der Panther im Massanzug. Elegant, lautlos, tödlich ... Er hat sie zu seinem Eigentum erklärt, um sie zu beschützen. Doch jetzt muss er sie loslassen oder endgültig für sich beanspruchen.
Evangeline ist die Ziehtochter eines der gefürchtetsten Mafiabosse von Washington. Damit sie unbehelligt Kriminalpsychologie studieren kann, spielt sie die Verlobte des einflussreichen Cassiel, eines Geschäftspartners ihres Vaters. Als ein Anschlag ihre Familie erschüttert, wird ausgerechnet Evangeline in die Geschäfte hineingezogen. Um ihrer Sicherheit Willen muss sie zu Cassiel ziehen. Gemeinsam versuchen die beiden herauszufinden, wer Evangelines Vater nach dem Leben trachtet. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwerer fällt es ihnen, ihren Gefühlen füreinander zu widerstehen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
LuckyLuck
5/5
15.10.2026
eBook (ePUB)
Überaus spannende und undurchsichtige Mafiaromance
Das Cover von Katelyn Eriksons >Claimed< ist mir sofort ins Auge gefallen und hat mich neugierig gemacht. Es ist unglaublich liebevoll gestaltet und ich liebe dieses Design einfach.
Der Schreibstil von Katelyn Erikson ist sehr flüssig, spannungsgeladen, detailliert und emotional. Schon nach den ersten Seiten war ich in der Geschichte gefangen und konnte sie nicht mehr aus der Hand legen. Sie ist aus der Sicht von verschiedenen Hauptcharakteren geschrieben, sodass man sich in ihre Gefühlswelt hineinversetzen kann und versteht, was sie antreibt, allerdings auch, wovor sie sich fürchten. Besonders ein Charakter hat dabei dafür gesorgt, dass der Spannungsfaden nie abgerissen ist.
In der Geschichte geht es um Evangeline, die als Ziehtochter eines Mafiabosses nicht gerade in einer rosaroten Welt aufwächst. Doch als ihr eigenes Leben bedroht wird, ist sie gezwungen zu dem Mann zu ziehen, der vor Jahren aus eigennützigen Interessen vorgegeben hat, ihr Verlobter zu sein, obwohl sie zuvor nicht einmal etwas davon wusste.
Obwohl sie sich zuvor erst wenige Male kurz begegnet sind, steht sie plötzlich unter seinem Schutz, was ihm zunächst nicht wirklich gefällt. Doch schon bald ändert sich etwas zwischen ihnen und aus Fake wird so viel mehr. Allerdings ist die Gefahr allgegenwärtig und die Geheimnisse, die sie umgeben werden immer mehr.
Ich habe die Story verschlungen, weil sie von der ersten Seite an spannend war. Besonders gefallen hat es mir, dass sie aus so vielen Perspektiven geschrieben war, die allerdings bis zum Schluss dennoch geheimnisvoll geblieben sind.
Wer also auf der Suche nach einer überaus spannenden, aber auch emotionalen Mafiaromance ist, ist hier definitiv genau an der richtigen Stelle. Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieser Autorin.
Jürg K.
5/5
25.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Undurchsichtiger Krimiroman
Dieses Buch trägt eine gefährliche Eleganz in sich genau wie Cassiel selbst. Er wirkt wie jemand, der einen Raum nicht betritt, sondern ihn einnimmt: kontrolliert, lautlos, mit dieser Raubtierruhe, die mehr sagt als Worte. Und Evangeline, die Ziehtochter eines Mannes, den man lieber nicht zum Feind hat, bewegt sich zwischen zwei Welten. Der akademischen, in der sie Kriminalpsychologie studiert, und der düsteren Realität ihres Vaters, die sie nie wirklich verlassen konnte. Was mich sehr berührt hat, ist ihre stille Stärke. Sie spielt die Verlobte, um geschützt zu sein doch je näher sie Cassiel kommt, desto deutlicher spürt man, dass sie nicht nur Schutz braucht, sondern auch gesehen werden will. Cassiel wiederum ist dieser Mann, der sich selbst verleugnet, um sie nicht zu gefährden, und gerade darin liegt seine Tragik. Der Anschlag reisst beide aus ihren Rollen. Plötzlich ist Nähe nicht mehr Tarnung, sondern Notwendigkeit. Und genau dort beginnt die Spannung zu glühen. Zwei Menschen, die sich nicht lieben dürfen, aber nicht mehr wegsehen können. Für mich eine Geschichte über Macht, Loyalität und das gefährliche Ziehen zwischen Pflicht und Verlangen, intensiv, düster, und überraschend zärtlich unter der Oberfläche.
Bewertung
aus Hamburg
4/5
27.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Kontrolle, Gefahr und verbotener Nähe
„Claimed“ von Katelyn Erikson ist eine düstere Mafia-Romance, die mit einer Mischung aus gefährlichen Machtstrukturen, familiären Verbindungen, Geheimnissen und einer intensiven Liebesgeschichte arbeitet. Für so etwas bin ich definitiv immer zu haben und mochte das Buch sehr gern lesen.
Was den Schreibstil für mich bei „Claimed“ besonders macht, ist vor allem die Kombination aus flüssigem Erzähltempo und einer angespannten Grundstimmung. Die Geschichte lässt sich leicht lesen, ohne dass die Atmosphäre dabei verloren geht. Das Buch konzentriert sich stark auf die Figuren und ihre Dynamik. Mir gefällt außerdem, dass der Schreibstil nicht versucht, die Geschichte unnötig kompliziert wirken zu lassen. Die Handlung steht im Vordergrund und man kommt relativ schnell voran. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für die emotionale Entwicklung der Figuren.
Evangeline hat mir als Hauptfigur besonders gefallen, weil sie nicht einfach bereit ist, ihre Entscheidungen anderen zu überlassen.
Sie ist eigensinnig, intelligent, selbstbewusst und unabhängig. Gleichzeitig merkt man ihr an, dass sie sich in einer Welt befindet, deren Regeln sie nicht vollständig selbst bestimmen kann. Besonders interessant ist ihr Wunsch, sich ein Leben außerhalb der unmittelbaren Mafiawelt aufzubauen. Sie hat eigene Interessen und Ziele und möchte nicht ausschließlich über ihre familiäre Verbindung definiert werden. Man kann sich gut mit ihrem Wunsch identifizieren, selbst über das eigene Leben bestimmen zu dürfen.
Cassiel ist dagegen eine völlig andere Art von Charakter. Er wirkt selbstsicher, kontrolliert, dominant und beschützend, wobei gerade seine Vorstellung davon, was Schutz bedeutet, immer wieder für Konflikte sorgt.
Er ist kein klassischer romantischer Held, bei dem man sofort denkt: Das ist der perfekte Mann. Und genau das macht ihn interessant.
Cassiel bewegt sich moralisch in einer deutlich dunkleren Welt. Er trifft Entscheidungen, die aus seiner Sicht nachvollziehbar sein mögen, die aber nicht automatisch richtig oder gesund wirken.
Seine besitzergreifende Art dürfte sehr unterschiedliche Reaktionen auslösen. Für Dark-Romance-Fans kann genau diese Intensität einen großen Reiz ausmachen. Gleichzeitig sollte man sie nicht mit einer realistischen Vorstellung einer gesunden Beziehung verwechseln.
Zwischen ihnen beiden stehen Macht, Erwartungen, Vertrauen und unterschiedliche Vorstellungen von Nähe.
Die Anziehung ist vorhanden, aber gleichzeitig müssen beide erst herausfinden, wie sie miteinander umgehen wollen. Dadurch entstehen viele Momente, in denen man sich fragt, ob die beiden sich gerade näherkommen oder sich eigentlich noch weiter voneinander entfernen.
Für mich funktioniert die Romance deshalb vor allem dann gut, wenn man Geschichten mag, in denen nicht alles unkompliziert und romantisch verklärt ist.
Das Buch wird als Dark Mafia Romance eingeordnet. Der Dark-Anteil entsteht vor allem durch die kriminelle Umgebung, Gewalt und Bedrohung sowie durch die teilweise sehr dominante Beziehungsdynamik. Wer Dark Romance liest, sollte deshalb wissen, dass Cassiels Verhalten nicht unbedingt den Maßstäben einer klassischen Wohlfühlromance entspricht. Das Buch spielt bewusst mit Themen wie Besitz, Kontrolle, Gefahr und Macht. Genau das macht für mich einen Teil seiner Spannung aus – gleichzeitig sollte man diese Elemente kritisch betrachten und nicht als Vorlage für eine gesunde Beziehung verstehen. Und bitte vorher unbedingt Triggerwarnungen checken. Wer mit Gewalt, Mafia-Themen oder stark kontrollierenden Beziehungsdynamiken Schwierigkeiten hat, sollte sich dessen vor dem Lesen bewusst sein.
„Claimed“ ist definitiv eine Geschichte, die unterschiedliche Emotionen hervorrufen kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass man beim Lesen gleichzeitig Nervenkitzel, Neugier, romantische Spannung und gelegentlich auch Frustration empfindet. Gerade Cassiel kann dabei für sehr unterschiedliche Reaktionen sorgen. Seine dominante Art kann faszinierend sein, gleichzeitig aber auch Grenzen berühren, bei denen man als Leser darüber nachdenkt, wie weit Kontrolle und Beschützen gehen dürfen. Und genau diese Ambivalenz finde ich interessant.Man möchte wissen, was hinter den Figuren steckt, wem man vertrauen kann und wie sich die Beziehung zwischen Evangeline und Cassiel weiterentwickelt.
Eine kleine Schwäche des Buches sehe ich darin, dass die emotionale Entwicklung der Figuren stellenweise noch etwas mehr Tiefe hätte vertragen können. Gerade bei einer so intensiven Beziehung hätte ich mir an einigen Stellen noch mehr Raum für die Gedanken und Gefühle der beiden gewünscht. Auch die starke Dominanz von Cassiel dürfte nicht jedem gefallen. Für Fans von Dark Romance gehört sie wahrscheinlich zum Reiz der Geschichte; Leserinnen und Leser, die eine gleichberechtigte und weniger problematische Romance bevorzugen, könnten sich daran eher stören. Für mich gehört diese Ambivalenz allerdings zum Konzept des Buches.
Für mich ein spannender, düsterer Romance-Titel mit interessanten Charakteren, einer Menge emotionaler Spannung und genug Konflikt, um nach dem Zuklappen noch ein bisschen über Evangeline und Cassiel nachzudenken.