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Produktbild: Zeppelin und Karpfen

Zeppelin und Karpfen Roman

7

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28866

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

20.7/13.3/2.7 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04297-4

Beschreibung

Rezension

»Hannah Mann hat einen atmosphärischen Familienroman über Herkunft, Verlust und die Suche nach einem Zuhause geschrieben.« ("Instagram")
»Manns Gespür für Atmosphäre und ihre präzisen Bilder tragen weit. Ein leiser, eigenwilliger Roman« ("Der Bielefelder")
»Vielschichtig, feinfühlig, großartig.« Matthias Eichardt ("Stadtmagazin 07")
»[...] Ein unterhaltsamer Text mit Tiefe, der gleichsam ein Porträt einer jüdischen Familie in der Diaspora ist wie auch eine Zeitkapsel ins geteilte Berlin.« ("Literaturblog")
»[...] Ein ruhiges, atmosphärisches Debüt über drei Generationen von Frauen, über Flucht und Neuanfang.« ("Instagram")
»[...] Ein sehr berührendes Werk.« ("Literaturblog")
»Heute läuft Hannah Mann nicht mehr vor ihrem literarischen Erbe davon. Sie hat ihren Platz darin gefunden.« Chantal Schüler ("BILD am Sonntag")
»ein feinfühliger Familienroman« ("Madame")
»›Zeppelin und Karpfen‹ ist ein außerordentlich fein gebauter und erzählter Roman, über ein Thema, das nichts an Aktualität verloren hat!« Thomas Plaul ("Lesart. Unabhängiges Journal für Literatur")
»Hannah Mann macht daraus keinen schweren historischen Brocken, sondern einen feinen Roman über drei Frauengenerationen, die mit Herkunft, Freiheit und dem Wunsch nach einem Zuhause kämpfen.« ("Instagram")

Produktdetails

Verkaufsrang

28866

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

20.7/13.3/2.7 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04297-4

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Eva

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit Zeppelin in die Vergangenheit

    Nina floh während des Kalten Krieges mit ihrer Familie von Warschau nach Berlin. Im zweiten Weltkrieg erlebte sie die Belagerung von Leningrad. In Deutschland angekommen, hat sie die Sprache nie gut gelernt, war verloren in dem großen Haus ihres unternehmerisch erfolgreichen Mannes. Jetzt sitzt sie meistens im Pelzmantel im Wintergarten und raucht. Suzanna, ihre Tochter versucht in West-Berlin den Spagat zwischen einem Leben als Fotografin und dem Management des Alltags, versucht, allen gerecht zu werden. Ein Spagat zwischen Selbstbestimmung und dem Erbe, das auf ihr lastet. In der trüben Dunkelheit des Winters versucht sie, die Geister der Familie zu besänftigen. Das Dilemma der Post Migration. Suzannas Tochter Daria zählt Ufos, ist allergisch gegen Asymmetrie und ordnet sich auf der Suche nach Orientierung die Welt mit einer Stoppuhr. Als Nina verschwindet, machen sich Suzanna und Daria auf die Suche und landen tief in der Familiengeschichte irgendwo zwischen Zeppelin, West-Berlin und Russland. Es ist die Sprache, die dieses Familienportrait besonders reizvoll macht. Sie ist nüchtern, spart aus, verzichtet auf Adjektive. Struktur wirkt der Willkür entgegen, doch dahinter zeigen sich die verschütteten Emotionen, eine stille Melancholie, ein unerschütterliches Sehnen. Nach Zugehörigkeit, nach Freiheit und dem Gefühl, zu genügen. Während Suzanna versucht, mit ihrer Kamera den flüchtigen Moment in die Ewigkeit einzuschreiben, überholen die Geister der Vergangenheit die Gegenwart. Zeppelin und Karpfen ist eine Geschichte um drei starke Frauen, deren Familiengeschichte eng mit Migrationsgeschichte verwoben ist. Zwischen historischen gesellschaftspolitischen und geopolitischen Grenzen wird das Individuum zum Spiel bei der Geschichte, fremdbestimmt von Grenzbeamten, Flucht und Exil. Hannah Mann erzählt wunderbar realistisch von Herkunft und Neuanfang, vom diffusen Gefühl der Verlorenheit und der ureigenen Bedeutung von Freiheit, die sich über die historische Willlkür erhebt. Ein fantastisches Debüt einer starken Stimme.

  • Jürg K.

    4/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeschichte

    Dieser Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weil er eine Familiengeschichte erzählt, die zugleich zart, brüchig und voller unausgesprochener Sehnsüchte ist. Suzanna, die Fotografin, wirkt wie das stille Zentrum dieser Familie: Sie hält die Träume anderer fest, während sie die eigenen verdrängt und die Geister der Vergangenheit im Zaum hält. Ihre Tochter Daria, die sich die Welt durch das Zählen von Cornflakes ordnet, ist eine berührende Figur verletzlich, eigenwillig, und doch erstaunlich klar in ihrem Bedürfnis nach Struktur. Nina, die russische Grossmutter, ist die grosse Tragik des Romans. Ihre Emigration hat sie nie losgelassen, sie lebt in Erinnerungen, bis sie plötzlich verschwindet. Dieses Verschwinden ist der verborgenen Schichten ihrer Familiengeschichte. Die Vergangenheit wird nicht nostalgisch verklärt, sondern als etwas gezeigt, das nachwirkt, sich verhakt, weiterlebt. Der Roman liest sich spannend, ohne laut zu sein, und zart, ohne schwach zu wirken. Für mich ist es ein berührendes, kluges Buch über drei Generationen von Frauen, die lernen müssen, sich selbst zu verstehen und darüber, wie Heimat manchmal eher ein Gefühl ist als ein Ort.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Vergangenheit plötzlich mit am Tisch sitzt

    Familiengeschichten, in denen die Vergangenheit plötzlich wieder am Küchentisch sitzt, haben bei mir leichtes Spiel. Hannah Mann macht daraus keinen schweren historischen Brocken, sondern einen feinen Roman über drei Frauengenerationen, die mit Herkunft, Freiheit und dem Wunsch nach einem Zuhause kämpfen. Suzannas Suche nach ihrer verschwundenen Mutter zieht einen immer tiefer in eine Familiengeschichte hinein, die von Flucht, Erinnerung und alten Verletzungen geprägt ist. Besonders mochte ich, wie leise der Roman bleibt. Hier wird nicht ständig auf die große Gefühlstrommel gehauen. Vieles steckt in kleinen Gesten, schrägen Momenten und Dingen, die lieber verschwiegen als ausgesprochen werden. Gerade Daria hat mir mit ihrer eigenen Art immer wieder ein Grinsen ins Gesicht gesetzt. Ganz gepackt hat mich die Geschichte allerdings nicht durchgehend. Manche Passagen ziehen gemächlich vorbei und gelegentlich hätte ich mir emotional etwas mehr Wucht gewünscht. Trotzdem bleibt das Gefühl hängen, dass Familien Erinnerungen wie alte Koffer mitschleppen, selbst wenn keiner mehr weiß, wer sie eigentlich gepackt hat. Ein stilles, kluges Debüt, das mehr nachhallt als laut auftrumpft.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freiheit ist, die Vergangenheit ziehen zu lassen

    Der Debütroman „Zeppelin und Karpfen“ von Hannah Mann, die tatsächlich eine Urenkelin von Heinrich Mann ist, hatte mich thematisch sofort angesprochen: Generationengeschichten über Herkunft und Identität interessieren mich immer sehr.   Hier lernen wir die Fotografin Suzanna kennen, die mit ihrer Familie in Berlin lebt. Ihre Tochter Daria lebt nach ihrer eigenen Ordnung, zählt beim Frühstück ihre Froot Loops und braucht für alle Tätigkeiten ihre Stoppuhr. Oma Nina hat sich nach ihrer Emigration aus Russland nie in Deutschland eingelebt, schwelgt stets in alten Erinnerungen. Als sie eines Tages plötzlich verschwindet und die Polizei untätig bleibt, begibt sich Suzanna mit ihrem Vater und ihrer Tochter Daria auf Spurensuche. Ihre Reise führt sie durch Westberlin bis an den Bodensee, wo sie in die Tiefen ihrer Familiengeschichte eintauchen. Hier gibt es einige Geheimnisse. Werden sie Oma Nina wiederfinden?   Dieses Buch lässt mich leider etwas ratlos zurück; hier hatte ich offenbar andere Erwartungen. Was ich wirklich mochte, waren die Figuren, ganz besonders die kleine Daria hatte ich sofort ins Herz geschlossen mit ihrer besonderen Art, sie war für mich ein echtes Highlight dieses Romans.   „Daria betritt die Terrasse und unterbricht uns. ‘Was ist los?’, fragt sie. ‘Worüber redet ihr?’  ‘Weißt du, was Freiheit bedeutet, Kleine?’, fragt Arthur. ‘Wenn man hinfahren kann, wo man will?’, rätselt Daria. ‘Freiheit ist, wenn man sich nicht rechtfertigen muss’, meint Arthur. ‘So, wie als du den braunen Teppich gewählt hast?’, frage ich. ‘Der war im Angebot.’ ‘So, wie als ich mein Lineal nehmen wollte für den geraden Strich und du es mir verboten hast?’, fragt Daria.  Ich erzähle Daria nicht vom Verschwinden meiner Mutter. Mir fehlen die Antworten auf ihre Fragen, die folgen würden.  Mit einem langen Atemzug sauge ich die Luft ein und beobachte, wie das Nachmittagslicht sich in dem schwarzen Holunder verfängt, in dem die Spatzen sitzen. Ich wende mich an Daria: ‘Freiheit ist, die Vergangenheit ziehen zu lassen.’  Daria überlegt kurz. ‘Ich bin erst sieben Jahre alt. Wie lange her muss diese Vergangenheit sein?’“   Was die Geschichte angeht, konnte sie mich leider nur bedingt abholen. Sehr spannend war der Part mit der Reise an den Bodensee und das Geheimnis um den Zeppelin. Ansonsten plätschert die Story so etwas vor sich hin, am Ende ist Oma Nina wieder da – und ich bleibe mit der Frage zurück, was mir die Autorin sagen will. Irgendwie hatte ich hier vielleicht andere Erwartungen an das Thema; vielleicht war es einfach nicht das passende Buch für mich. Ich vergebe final wohlwollende 3 von 5 Sternen; bleibe aber neugierig auf weitere Veröffentlichungen der Autorin.   Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Suz

    aus zwischen den Seiten

    4/5

    04.11.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Die Vergangenheit im Gepäck

    Hannah Mann: Zeppelin und Karpfen, Hörbuch Hannah Mann präsentiert uns in ihrem Debut-Roman die Geschichte einer Familie mit Fluchthintergrund. Die Geschichte in Zeppelin und Karpfen verknüpft vor diesem Hintergrund drei Frauengenerationen miteinander. Im Zentrum der Geschichte steht Suzanna, die mit ihrem tschechischen Mann Arthur und ihrer siebenjährigen Tochter Daria in Westberlin lebt. Es ist die Zeit der 80er Jahre vor der Wende: die Mauer steht noch, es gibt noch Grenzkontrollen und der eiserne Vorhang ist stets gegenwärtig. Suzanna ist der Dreh- und Angelpunkt der Familie: „Sie hält die Träume der anderer fest und die Familiengeister in Schach“ (Zitat Verlagstext). Suzannas Mutter Nina ist Russin, sie lebte mit ihrem polnischen Mann und ihrer damals 17-jährigen Tochter Suzanna in Warschau, und musste während des Kalten Krieges in den 60er Jahren nach Westberlin fliehen. Nach ihrer Flucht ist sie nicht mehr dieselbe Frau. Trotz ihres beruflich erfolgreichen Mannes und des großen Hauses, in dem sie nun leben, ist Nina nie wirklich dort angekommen. Sie verbringt ihre Tage rauchend im Gewächshaus und lebt in ihrer eigenen Erinnerungswelt. Mit der Flucht nach West-Berlin sollte ein neuer Lebensabschnitt für sie und ihre Familie beginnen, doch Nina ist der Neuanfang nicht gelungen, stattdessen hatte sie ihre Vergangenheit im Gepäck und ist in ihr stecken geblieben. Und dann ist da die siebenjährige Daria, ein Mädchen mit leicht autistischen Zügen – jeden Morgen zählt sie die Ringe ihrer Frühstücks-Cerealien - und dem starken Bedürfnis, den Dingen eine Struktur zu geben. Als die russische Großmutter plötzlich verschwindet, begeben sich Suzanna und Daria auf ihrer Suche auf eine Schnitzeljagd durch Deutschland auf den Spuren von Ninas Vergangenheit. Einziger Anhaltspunkt ist ein altes Foto auf dem Nina mit einem Jungen vor einem Zeppelin zu sehen ist. Hannah Manns Erzählstil punktet mit leisen Zwischentönen. Selbst als Suzannas Mutter Nina von plötzlich verschwunden ist, und Suzanna sich große Sorgen um ihre Mutter macht, bleibt der Ton unaufgeregt. Es ist ein wunderbar zarter Roman über Vergangenheit, Heimat und die eigenen Wurzeln, der den Schmerz des Verlustes und dessen Bedeutung nicht verklärt, aber auch nicht verharmlost. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich eingehört hatte und mit der Stimme von Karolin Mask Oppen und ihrer Art der Interpretation des Textes warm geworden bin. Deshalb gibt es von mir solide vier von fünf Sternen.

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