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Das Wasser im August Roman | Longlist Deutscher Buchpreis 2026

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Fr. 38.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2582

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20.7/13.2/3.2 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397166-8

Beschreibung

Rezension

In seinem geschickt gebauten Roman zeigt [Schulze], wie subjektiv Prozesse des Schreibens und Erinnerns sind. ("Bremer Nachrichten")
[...] großartige[s] Buch ("Dresdner Neueste Nachrichten")
Schulze zeigt sich erneut als wortmächtiger Leisetreter – ein Autor, der kein Megafon braucht und seine Botschaften lieber flüstert. ("Die Rheinpfalz")
Ein Menschen- und Landschaftsmaler ("Neue Zürcher Zeitung")
Kluges Werk über Erinnerung und Literatur ("Hörzu")
Ein großer Wurf ("Berliner Morgenpost")
[...] raffiniert konstruiert und entwickelt zugleich eine erstaunliche Sogwirkung ("SWR-Bestenliste")
[...] extrem raffinierte[r] und lesenswerte[r] Roman ("SWR Kultur Lesenswert")
[Schulze spielt] raffiniert mit Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit. ("Sächsische Zeitung")
Gar nicht mehr aus der Hand legen mag man diesen atmosphärisch dichten Roman, der so manchen Denkanstoß gibt und mit immer neuen Wendungen zu überraschen weiß. ("Freie Presse")

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Verkaufsrang

2582

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20.7/13.2/3.2 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397166-8

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    4/5

    08.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Beim Vorlesen verheddert sich alles, Vergangenheit, Gegenwart, Liebe

    Ingo Schulze hat es mit seinem Roman auf die Longlist des Deutsche Buchpreises 2026 geschafft, wie, das weiß ich nicht genau. Ich hätte dieses Buch – sogar nach mehrmaligem Lesen einiger schöner Passagen – nicht als preiswürdig eingestuft. Worum geht es? Ein Schriftsteller – fantasiebegabtes Alter Ego des Autors – wird zu einem ehemaligen Klassenkameraden, Manfred genannt, der in der Erinnerung eher ein Verräter als ein Freund war, zum runden Geburtstag eingeladen, mit der Bitte, etwas aus einem noch nicht veröffentlichten Text zu lesen. Wird gut bezahlt, ohne Mehrwertsteuer, an der Steuer vorbei. Ob der Autor das so wollte, bleibt dahingestellt. Er macht sich jedenfalls nach einem kleine Ehestreit mit dem eheeigenen Altpolo auf den Weg nach Meckpomm. Leider streikt das Auto und er wird etwas hektisch, bis ihm ein Dr. Schulenberg, der fortan auch in meinem Kopf nur Schuldenberg heißt, eine Mitfahrgelegenheit anbietet. Man macht sich auf den Weg, zwischenstoppt in Nebel, in einem kleinen Dorf, das eine große Kathedrale hat, lädt noch eine interessierte/interessante Frau, Patricia, mit ein und fährt zum Ort des (Miss)-Vergnügens. Nachdem sich der Autor, angereist im Campingoutfit, in einen respektablen Anzugträger verwandelt hat, geht die Vorlesearie los. Bis dahin fand ich das Buch gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen. Es folgt das erste Kapitel eines neuen Werks, das der Autor genremäßig als Novelle einordnet, und mit der guten Unterhaltung war es bei mir nicht mehr so weit her. In der besagten Novelle „Das Wasser im August“, die auch dem gesamten Roman den Titel gibt, die in den späten 1970ern spielt, wird die Hauptperson Thomas (wieder eine Alter Ego des Romanautors), ein DDR-Teenager mit literarischen Ambitionen, seinen Freunden dann aus seiner allerersten Novelle vorlesen. Ja, und dann muss man die ganzen Ideen und Erlebnisse, die dieser Thomas hat, an der Seite des mäßig begeisterten Publikums anhören bzw. selbst lesen. Man lernt Emmy kennen, Paul, Sonja, Siegmund. Thomas erzählt und erlebt im steten Hin- und Her. Und er versucht, das Betrachten, Bobachten und das darüber Schreiben zu erlernen. Unterbrochen von gelegentlichem Klatschen und feinem Abendessen geht es immer weiter. Ob sich auch die Zuhörer die Frage stellten, wann ist er fertig? Die Nacht bringt wenig Ruhe, am nächsten Morgen geht es weiter. Dann kommt im letzten Kapitel der erlösende Satz des Autors »Das war’s«, sagte ich. »Weiter bin ich noch nicht.« Mir war die Geschichte in der Geschichte zu gedrechselt und ich freute mich darauf, dass es endlich zur Jetztzeit etwas zu trinken geben würde. Das lenkte vom Trübsinn etwas ab und ich konnte mich an einem sehr eleganten, fast übernatürlichen Schluss erfreuen. Wieder einmal musste ich feststellen, dass mich Coming-of-Age-Stories nicht interessieren, auch nicht, wenn sie in die alte DDR zurückversetzt werden. Auch nicht, wenn sie vieldeutig oder mit Stasiideen beladen sind. Es kann ja sein, dass andere Leser vollkommen begeistert sind, ich will auch niemanden das Buch schlechtreden. Ich habe mir aber eben große Hoffnungen gemacht, die nur am Anfang und am Ende erfüllt wurden. Auf die Shortlist kam das Buch im richtigen Leben am Ende nicht. Fazit: Ingo Schulze kann wunderbar fabulieren und ineinander verschachtelte Geschichten erzählen, die mich an komplizierte Escher-Grafiken erinnern. Und er kann vergangene Liebe wieder lebendig machen. Schon das allein verdient ein paar Sterne. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

  • Katis Leseoase

    3/5

    31.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein sprachlich beeindruckender, aber für mich sperriger Roman

    Ingo Schulze verbindet verschiedene Zeitebenen aus Gegenwart und Erinnerung mit einer komplexen Konstruktion aus Rahmenhandlung und der darin erzählten Novelle. Der etwa 60-jährige Schriftsteller Thomas blickt Jahrzehnte später auf einen prägenden Sommer seiner Jugend zurück. Dabei geht es nicht nur um die Frage, was tatsächlich geschehen ist, sondern auch darum, was Erinnerung aus einem vergangenen Leben macht und wie sich der Blick auf die eigene Vergangenheit mit zunehmendem Abstand verändert. „Ich schreibe […] über die Vergangenheit, um besser an die Gegenwart heranzukommen“, heißt es an einer Stelle. Gerade diese Erzählkonstruktion hat mir jedoch den Zugang zum Hörbuch erschwert. Besonders die erste Hälfte empfand ich als anstrengend, weil sich für mich viele Alltagshandlungen und Beobachtungen aneinanderreihen, wie die Einladung zur Lesung, die Autopanne, die Fahrt nach Mecklenburg und schließlich der Beginn der Lesung seiner Novelle. Daraus entstand für mich zunächst kein erzählerischer Sog. Stattdessen wirkte der Einstieg stellenweise überladen. Viele Sätze erschienen mir sehr verschachtelt oder mit so vielen Informationen versehen, dass die gewünschte Spannung eher in Verwirrung umzuschlagen drohte. Mir fehlte die visuelle Orientierung durch Seitenumbrüche und Absätze sowie die Möglichkeit, zurückzublättern, um die Wechsel zwischen den Zeitebenen besser einordnen und Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Das machte das Hören für mich ausgesprochen konzentrationsintensiv. Dabei kann ich allerdings nicht eindeutig trennen, inwieweit diese Wirkung aus der sprachlichen und strukturellen Dichte des Textes selbst und inwieweit sie aus dem Hörbuchformat entstanden ist. Dadurch entstand dann jedenfalls der Eindruck, dass das Hörbuch für mich nicht die ideale Form für diesen Roman war. Im zweiten Teil wurde der Roman für mich zugänglicher. Die Geschichte von Thomas als 16-Jähriger im Sommer 1979 rückte stärker in den Mittelpunkt, und mit ihr wurden auch die Themen erste Liebe, Kunst und Erwachsenwerden greifbarer. Auch die Frage, wie sich Erinnerung, tatsächliches Erleben und nachträgliche literarische Gestaltung miteinander vermischen, fand ich interessant. An einer Stelle heißt es passend: „Und wer misst die Geschwindigkeit von Erinnerungen?“ Gerade diese Verbindung von persönlicher Erinnerung und Gegenwart gehört für mich zu den spannenden Aspekten des Romans. Sprachlich ist „Das Wasser im August“ zweifellos handwerklich beeindruckend und sehr literarisch. Schulzes Sprache ist dicht, präzise beobachtend, ausführlich und detailgenau, gelegentlich auch verschachtelt. Man merkt dem Text an, wie bewusst mit Sprache und Erzählperspektive gearbeitet wird. Deshalb ist der Roman für mich ein sprachlich anspruchsvoller und sorgfältig komponierter Roman, der viele interessante Fragen über Erinnerung, Vergangenheit und den eigenen Blick auf das frühere Ich stellt. Er hat mich persönlich jedoch nur teilweise erreicht. Vor allem der fehlende erzählerische Sog in der ersten Hälfte und die hohe sprachliche und strukturelle Dichte haben mir den Zugang erschwert. Weitere Zitate: „Auch Autos haben mal einen schlechten Tag.“ „Man muss ständig Entscheidungen treffen. – Und was haben sie zuletzt entscheiden müssen? – Ob ich in der Ich-Form schreibe oder in der Er-Form.” Und ich habe ständig den Song der Indie-Band Kettcar im Kopf: Ein Brief meines 20-jährigen Ichs.

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