Die letzte Kolonie – Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Indischen Ozean Ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.09.2026
Verlag
Fischer Taschenbuch VerlagSeitenzahl
320
Maße (L/B)
19/12.5 cm
Farbe
Karamell
Auflage
1. Auflage
Originaltitel
The Last Colony. A Tale of Exile, Justice and Britain’s Colonial LegacyÜbersetzt von
Thomas Bertram
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-596-71409-4
Der bekannte Menschenrechtsanwalt und Bestseller-Autor Philippe Sands erzählt die skandalöse Geschichte eines Verstosses gegen die Menschenrechte . Er zeigt, dass der Kolonialismus noch nicht überwunden ist und Grossbritannien bis heute internationales Recht bricht .
April 1973. Mitten in der Nacht werden die Bewohner einer Insel im Chagos-Archipel aus dem Schlaf gerissen. Britische Soldaten zwingen sie mit vorgehaltenen Waffen, ihre Häuser zu verlassen, per Schiff werden sie nach Mauritius und in die USA deportiert. Chagos wird zu britischem Territorium erklärt, Grossbritannien verpachtet eine der Inseln für eine Militärbasis an die USA.
»Wir waren wie Tiere oder Sklaven auf diesem Schiff. Einige starben vor Kummer. (...) Es bricht einem das Herz.« Mit diesen Worten beschrieb Liseby Elysé 2018 vor dem Internationalen Gerichtshof ihre Deportation. Seit Jahrzehnten streiten sie und ihre Landsleute um das Recht auf Rückkehr, seit 2018 werden sie dabei von Philippe Sands beraten.
2019 schrieb der Internationale Gerichtshof die Chagos-Inseln Mauritius zu, was der Internationale Seegerichtshof 2021 bestätigte. Doch Grossbritannien verweigerte weiterhin die Rückgabe der Inseln und die Rückkehr ihrer Bewohner. Erst im Oktober verkündete es, die Hoheit über die Inseln an Mauritius zu übertragen. Damit wird Liseby Elysés Traum, ihre letzten Lebensjahre in ihrer Heimat zu beenden und neben ihren Vorfahren begraben zu werden, endlich wahr. Nur die Insel Diego Garcia bleibt noch für 99 Jahre ein US-Militärstützpunkt.
Ein aufrüttelndes Buch über kolonialen Dünkel und die Missachtung von Menschenrechten – und über die Kraft des Internationalen Rechts.
»Elegant geschrieben, bewegend und höchst informativ.« Literary Review