Die jugendliche Tätergruppe bei Cybermobbing. Psychodynamik, Intervention und Prävention Ein Einblick in die psychosozialen Strukturen der Cyber-Tätergruppe und deren Motive sowie Möglichkeiten zur Vorbeugung von Tätergruppenbildungen und -entwicklungen
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
22.04.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389187807
Zunächst erfolgt eine begriffliche Abgrenzung: Aggression ist ein übergeordneter Begriff, während Gewalt durch ein Machtungleichgewicht gekennzeichnet ist. Mobbing unterscheidet sich durch Systematik, Wiederholung und Gruppenbezug. Cybermobbing weist zwar Parallelen auf, unterscheidet sich jedoch durch digitale Rahmenbedingungen wie Anonymität, fehlende direkte Reaktionen und potenziell unbegrenzte Öffentlichkeit.
Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse verschiedener Täterrollen. Neben dem "typischen" Cybertäter, der häufig antisoziales Verhalten, geringe Empathie und starken Einfluss durch Peergroups zeigt, werden auch Assistenten und Verstärker betrachtet, die aktiv oder passiv zur Aufrechterhaltung von Mobbing beitragen. Eine besondere Rolle nehmen Täter/Opfer ein, die selbst zuvor Opfer waren und aus Motiven wie Rache oder sozialem Anpassungsdruck heraus zu Tätern werden.
Die Arbeit zeigt, dass Cybermobbing stark durch gruppendynamische Prozesse, Statusstreben und die Bedingungen digitaler Kommunikation geprägt ist. Anonymität und fehlende unmittelbare Konsequenzen senken Hemmschwellen und fördern enthemmtes Verhalten.
Abschliessend werden Präventions- und Interventionsmassnahmen auf verschiedenen Ebenen vorgestellt: individuell (z. B. Empathietraining), familiär (Erziehungsstil, elterliche Kontrolle), schulisch (Aufklärung, Meldesysteme), gesellschaftlich (Kampagnen) und auf digitaler Ebene (Netiquette, Meldefunktionen).
Das Fazit betont, dass nachhaltige Massnahmen nur wirksam sind, wenn sie sowohl Opfer als auch Täter einbeziehen. Zudem besteht weiterhin Forschungsbedarf, insbesondere im deutschsprachigen Raum, da Cybermobbing ein vergleichsweise junges, aber zunehmend relevantes Phänomen ist.
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