Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären.In acht Essays entfaltet Staemmler diese Perspektive praxisnah: Was an Emotionen ist Widerfahrnis - und was Handlung? Wofür kann eine Person Verantwortung übernehmen? Wie hängt Vitalität mit der Bereitschaft zusammen, sich auch Unangenehmem zu öffnen? Was bedeutet emotionaler Ausdruck jenseits blosser Katharsis - als Suche nach Resonanz? Welche Rolle spielen Sprache, Anerkennung und das Atmosphärische dafür, ob sich Klient*innen verstanden fühlen? Und wie lassen sich soziale und politische Dimensionen ernst nehmen, ohne zu indoktrinieren oder vorschnell zu individualisieren - gerade angesichts von Selbstoptimierungsimperativen? Wie geht man mit den Grenzen des Machbaren um - und was heisst es, sie zu akzeptieren und gegebenenfalls zu betrauern?
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.