Dieses Buch stellt die Theorie der Symbolisierung und des reinen Mathematikunterrichts (TSEMP) als einen theoretischen und didaktischen Vorschlag vor, der darauf abzielt, den formalen, axiomatischen und symbolischen Kern des Mathematikunterrichts wiederzugewinnen. Im Gegensatz zu den vorherrschenden utilitaristischen und übermässig kontextualisierten Ansätzen vertritt die TSEMP die Auffassung, dass eine authentische mathematische Bildung auf der Verinnerlichung der Symbolsprache, dem Verständnis formaler Strukturen und der systematischen Praxis der Demonstration als zentraler intellektueller Aktivität beruht. Aus einer formalistisch-strukturellen erkenntnistheoretischen Perspektive wird die Mathematik als ein autonomes System von Zeichen und Beziehungen konzipiert, dessen Gültigkeit auf seiner inneren Kohärenz und nicht auf seiner unmittelbaren Anwendbarkeit beruht. Im Laufe der Arbeit werden die Leitprinzipien des TSEMP - Primat der Form, symbolische Strenge, Axiomatisierung und Zentralität der Demonstration - sowie ein mit diesen Grundlagen kohärenter didaktischer Vorschlag entwickelt.
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