Filme prägen unsere Weltwahrnehmung: Sie sind kollektiver Erfahrungsraum, kulturelles Gedächtnis, eine stets sich wandelnde Kunstform. Sie entwerfen imaginäre Umwelten, verhandeln soziale Verhältnisse, adressieren unsere Gefühle. Die Orte, Räume und Architekturen dieser Projektionen haben an solchen Subjektivierungsprozessen ebenso Anteil wie die sich darin entfaltenden Geräusche, Töne und Klänge. Dieser synästhetischen Dimension aus Raum, Film und Klang gehen die Beiträge der vorliegenden Publikation aus interdisziplinärer Perspektive nach. Konkrete Fallstudien und methodische Zugänge fragen aus kunst-, film-, medien- und musikwissenschaftlicher Sicht danach, wie im Zusammenspiel von Bild und Ton Räume konstruiert, interpretiert und emotional erfahrbar gemacht werden. Architektur tritt dabei nicht nur als physisches Gebäude, sondern als sinnlich vermitteltes Erlebnis zutage; Geräusche, Töne und Musik wiederum als immaterielle und zugleich raumbildende Modi ästhetischer Betrachtung.
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