Sprachliche Diskriminierung in den Predigten Martin Luthers zum Thema Hexerei Eine linguistische Analyse
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.05.2026
Verlag
SpringerSeitenzahl
154 (Printausgabe)
Dateigröße
3045 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783662730997
Der deutsche Reformator Martin Luther (1483-1546) wurde in eine Zeit der wachsenden Angst vor vermeintlichen Hexen hineingeboren, die einige Jahrzehnte später in massenhaften Verfolgungen mu¿ndete. Geprägt durch Phasen von Krieg, Seuchen, Hungersnöten und klimatischen Extremen entwickelte sich Luther zu einem der schärfsten Kritiker des Aberglaubens seiner Zeit. Trotz seines Bruchs mit der Römisch-Katholischen Kirche distanzierte er sich jedoch nicht von dem aus der scholastischen Theologie stammenden Glauben an Personen mit magischen Kräften.
Stellen vermeintliche „Hexen" für den Menschen des 21. Jahrhunderts offenkundig auf Fantasien beruhende Konstrukte dar, waren sie doch für den Reformator und seine Zeitgenossen eine real existierende Bedrohung am Rande der christlichen Gesellschaft. Ausgehend von dieser Annahme untersucht die vorliegende Arbeit anhand der Predigten Martin Luthers zum Thema „Hexerei" jene des criminis magiae beschuldigten Personen als diskriminierte soziale Gruppe in der Frühen Neuzeit. Dazu werden in einer interdisziplinären Synthese sowohl aktuelle Theorien aus der Diskriminierungsforschung als auch aus der Sprach- und der Geschichtswissenschaft genutzt.
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