Die Arbeit analysiert den systematischen Entzug von Patent- und Markenrechten verfolgter Erfinderinnen und Erfinder unter dem NS-Regime, legt die Strukturen der „Patent-Arisierungen“ offen und beleuchtet damit ein bislang vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Raubwirtschaft. Ein weiterer Fokus liegt auf der administrativen Eingliederung des Österreichischen Patentamtes in die Reichsverwaltung nach dem „Anschluss“. Neben der statistischen Auswertung von Publikationen des Patentamtes und historischen „Arisierungsakten“ veranschaulicht die Analyse exemplarischer Einzelfälle das Schicksal der Betroffenen hinter den bürokratischen Prozessen. Für die Erschliessung dieses neuen Forschungsfeldes wurde die Arbeit mit dem Alma Rosé-Sonderpreis 2025 ausgezeichnet.
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