Lyrik im Vergleich. "Abendlied" von Gottfried Keller und Georg Trakl
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
05.05.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389189566
Die Auswahl der Gedichte, beide mit Abendlied betitelt, erlaubt es, zwei Texte in den Blick zu nehmen, die mit "Abend" und "Lied" zwei enorm traditionsbehaftete Motive auf jeweils eigene Art und Weise umsetzen. Die entsprechende Ideengeschichte soll bei der Auslegung beider Gedichte ausser Acht gelassen werden, um im vergleichenden Schritt mögliche ästhetische und thematische Implikationen ausschliesslich auf Grundlage der beiden Texte abzeichnen zu können.
Die Auswahl der beiden Dichter Gottfried Keller und Georg Trakl ist darauf zurückzuführen, dass das Seminar Lyrik des Ästhetizismus, Symbolismus und Expressionismus um 1900 einen epochenübergreifenden Blick auf die Lyrik um die Jahrhundertwende geworfen hat und Keller und Trakl dabei einen Anfangs- und Endpunkt dieser Zeitspanne bilden. In diesem Zusammenhang besteht jedoch weder der Anspruch noch die Möglichkeit, Veränderungen der gesamten Lyrikproduktion innerhalb dieser Zeitspanne zu erschliessen. Eher sollen die beiden Gedichte zwei zeitgeschichtlich voneinander entfernte Augenblicke repräsentieren, nicht zwangsläufig als Vertreter jeweiliger Epochen, aber als Ausgangspunkt, um Leitgedanken miteinander zu vergleichen. Deshalb soll im Rahmen der Analyse nicht mit epochentheoretischen Merkmalen argumentiert werden. Vielmehr werden die Texte anhand ihrer individuellen Strukturen ausgelegt. So wird Kellers Text von der Form ausgehend untersucht, um zu semantischen Feldern und inhaltlichen Strukturen zu gelangen während Trakls Text anhand der in der Forschung angebotenen "methodologischen Ansätze (Analyse der Tempora, der Pronomina, der Farbensprache und der intertextuellen Bezüge)"1 untersucht wird. Was jedoch vorab definiert werden soll, sind die zugrundeliegenden Motive innerhalb der deutschsprachigen Literaturgeschichte, um die Umsetzung dieser ins Verhältnis zu der gängigen Verwendung jener Motive zu setzen.
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